Offroad fahrtraining

21-22.Mai 2016

Am 20.ten ist es nun soweit, wir machen uns auf den Weg Richtung Stuttgart, da wir einen Offroad Fahrkurs gebucht haben. Um 18:00 Uhr machen wir uns bei schönstem Wetter auf den Weg, für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. Wir haben uns einige belegte Brote gemacht, damit wir Unterwegs nicht verhungern. So gegen neun Uhr haben wir unser Ziel erreicht und den Treffpunkt für den nächsten Morgen gefunden. Da wir nicht da schlafen wollen, machen wir uns auf die Suche nach einem schönen Rastplatz, den wir auch in der Nähe an einem Fluss finden.



Am nächsten Morgen macht Monika Terror wie immer, los mach mal, wir müssen gehen und auch wie immer, lasse ich mich von Ihr zu einer viel zu frühen Zeit los jagen. So dass wir auch dieses Mal wieder mindestens eine halbe Stunde dumm rumstehen und warten bis auch die anderen Kursteilnehmer kommen. Nun gut, zuerst gibt es im Theorie Raum Fahrzeugtechnik.  Zum Beispiel, wie funktioniert ein Allradantrieb, oder ein Differenzial und so weiter. Dummerweise hat es einige Leute, die hören sich so gerne sprechen, dass sie es nicht merken, dass die anderen Kursteilnehmer langsam genervt sind. Aber gut, so sei es eben. Nach dem Mittagessen fahren wir los Richtung Trainings Gelände und die Spannung steigt langsam in uns an. Was wird nun auf uns zukommen, packt Willi das überhaupt. Nach einem ausgesteckten kurven Parkuhr, den bis auf ein paar wenige locker gemeistert haben werden die Kleinen und die Grossen (Fahrzeuge) getrennt weiter arbeiten. In unserer Gruppe sind wir zu dritt. Die anderen zwei Fahrzeuge sind aus Deutschland und beide Paare haben das Bedürfnis, ausgiebig von Ihren Reisen zu erzählen. Was uns ziemlich nervt, da wir möglichst viel profitieren möchten. Zudem interessieren uns die Leute nicht wirklich und an dem Spielchen, wer hat die krasseste Geschichte müssen wir nicht teilnehmen. Wir lernen anfahren an einem steilen Kiessweg. Aufgabe: in der Mitte der Steigung anhalten, ohne retour zu rollen und ohne dass die Räder durchdrehen anfahren. Das ist für unseren Willi kein Problem und auch die nächste Übung ist keine wirkliche Herausforderung für uns. Den Hang hinauf fahren ohne zu steuern, oben anhalten und dann den Rückwärtsgang einlegen und gerade den Hang zurückfahren ohne Bremsen erst kurz vor Ende des Hanges abbremsen ohne dass die Räder blockieren. Alles wunder bar, wenn man genau zugehört hat ist es kein Problem. Na ja, es gibt immer Leute die alles besser wissen und alles machen was man nicht sollte. Aber das witzigste ist, dass immer diese Leute denken sie machen es super und erzählen eine riesen Räuberpistole von wie sie es perfekt hinbekommen hätten ohne jede Mühe. 

 

Na ja unser Video zeigt etwas ganz anderes. Aber gut.   Am Abend wollen die anderen zwei, dass wir alle zusammen an einem Ort übernachten, dann können wir eine Wagenburg machen, doch Monika und mir steht der Sinn überhaupt nicht danach. Wir haben uns über die eine Frau den ganzen Tag genervt, sodass wir beschliessen wieder an den selben Ort wie letzte Nacht zu gehen. Gott sei Dank! Wir geniessen einen ruhigen Abend zu zweit.

Am nächsten Morgen haben wir um 9:00 Uhr im Gelände abgemacht. Leider waren wir die einzigen die es auf diese Zeit geschafft haben, ca. 5 Minuten später kam der eine Kursleiter. Er macht die Barriere für uns auf und meint wir könnten ja die Sachen von gestern noch ein wenig üben, was wir auch gerne machten. Denn die anderen kamen erst um 9:30h und dann mussten sie wie gewohnt noch eine ganz wichtige Sache erzählen, bis es Oliver reichte und er ziemlich klar sagte, dass es ihn, in keinster Weise interessiere, was für tolle Abenteuer sie erlebt hätten. Wir wollen den Kurs machen und möglichst viel profitieren. Super, nun hatten wir alle, samt Trainer, zu unseren Feinden gemacht. Aber immerhin ging es nun los und da der Trainer ein wenig betupft war, nahm er nun immer Oliver rann, was super war. Nach ein zwei Übungen hat sich der Ärger des Trainers gelegt und wir hatten ein wirklich gutes Training. Nur die eine war mehr oder weniger den Rest des Tages schlecht gelaunt wegen uns, was uns aber egal war. 

 

 

Beim seitlichen Hangfahren, bekam Monika Ihren Schock des Tages als Willi immer schräger wurde und sie wie wild zuschreien begann, dass machst du nie wieder, was denn? Ich habe doch gar nichts getan, ausser genauso zu fahren wie mir der Trainer gesagt hat.


Nun gut, es sieht ja schon etwas gefährlich aus. Aber, wenn man sich an das hält was einem beigebracht wird ist es absolut gefahrlos. Monika ärgerte es nur, weil der Trainer immer genau ans Limit wollte, umzusehen, was so ein Sprinter aushält. Und auch bei dieser Übung konnte sich unsere Spezial Freundin nicht an die Anleitung des Trainer halten und fuhr viel zu schräg in das Gelände, Der Trainer schreit so laut er kann, aber das hat nur mässige Wirkung auf die gute Frau, denn sie weiss es besser, Offensichtlich. Ja viel hätte nicht mehr gefehlt und der Unimog wäre gekippt. Die Stimmung ist auf einem neuen Tiefpunkt. Es ist doch nicht nötig, dass man so ein Risiko eingeht, Der Trainer versucht ihr nochmals ins Gewissen zu reden, aber sie meint sie habe genau das getan was er angezeigt hätte. Na ja sechs Personen sehen das anders als sie und trotzdem findet sie, dass sie recht hat. Gott sei Dank ist das nicht meine Frau, ich glaube ich hätte sie auf der Stelle verlassen. Na gut mit so einer Person wäre ich erst gar nicht zusammen, oder immerhin nicht mehr.


Zu guter Letzt ging es noch durch das Sumpf Tal wo wir alle in einer Kolonne hintereinander herfuhren. Das machte uns keinen wirklichen Spass mehr.

Nun ging es an die Schluss Gesprächs Runde. Alle durften Ihre Sachen sagen was uns nur wieder ärgerte. Denn die Leute sind so ......, Jetzt haben sie alles umgekehrt und bemängelten, dass der Trainer nonstop irgendwelche Geschichten erzählt habe, anstatt das Training voran zu treiben. Da konnten wir natürlich nicht aufs Maul sitzen und mussten den Leuten nochmals klar sagen wer da andauernd Geschichten erzählt hätte. Aber wir mussten einsehen, es gibt Menschen die können alles ausblenden und sind so von sich überzeugt, dass sie die besten sind und alle anderen das falsch sehen, dass es gar keinen Sinn ergibt etwas weiter zu sagen. Kann uns ja auch egal sein. 

Also machen wir uns auf die Heimfahrt, wir nehmen es wie immer gemütlich und fahren auf der Autobahn mit 100 Richtung Süden. Auf einmal holpert es als würde ein Zahnrad übersprungen. Das so unsympathische Motorblock Lämpchen fängt an zu leuchten und Moni meint, na toll, jetzt haben wir unseren Willi bei dem Offraden zur Sau gemacht. Also fahren wir bei der nächsten Raststätte raus umzuschauen ob wir irgendetwas sehen. Aber nein alles schien in Ordnung und so fuhren wir weiter bis zum nächsten Rumpler und dem Motorblock Symbol. Da es weit und breit keine Raststätte hatte, mussten wir mit reduzierter Geschwindigkeit weiter fahren. Bei der nächsten Gelegenheit halten wir. Aber auch diesmal ist nichts zu finden, kein Kabel das locker sass, keine Flüssigkeit die auslief, so schloss ich Willi mit der Zentralverriegelung ab und wieder auf. Bei meinem alten Saab hat das geholfen den Computer wieder in Gang zu bringen und siehe da Willi hat kein Problem mehr, sodass wir fast bis nach Hause kommen, bevor das Motorblock Symbol wieder zu leuchten beginnt.

 

Eines ist sicher, wir müssen mit Willi zum Willi Doktor und das schnell.

 

Nun mussten wir noch eine Schlagloch Piste fahren bei der unser armer Willi als Zweirad Fahrzeug da stand. Das rechte Vorderrad und das linke Hinterrad waren beide in der Luft so, dass man mit einem Finger unseren Willi zum Wippen brachte. Alle kamen um sich ein spektakuläres Foto zu machen. Unser Fahrlehrer war sichtlich beeindruckt was mit unserem Willi alles möglich war und wie mühelos er die schwierigsten Sachen hinter sich brachte. 

Nun Stand noch der extrem steile Hang an, vor dem hatte ich wirklich Respekt und obwohl wir das auch hinbrachten, muss ich zugeben, dass der mich ziemlich viel Überwindung kostete, denn Anfahren war unmöglich, man musste den ganzen Hang mit Schwung rauf und in der Kurve noch die richtige Linie erwischen.

 

Da hat man schon einen Unterschied zwischen Unimog und Sprinter gemerkt. Beim Unimog ist die Untersetzung so klein, dass man ohne etwas zu machen oder Gas zugeben den Berg einfach hinauf tuckerlt. Nicht so beim Willi. Die Untersetzung ist viel zu gross und so ist die Geschwindigkeit massiv höher und das macht es sehr viel schwerer, denn man muss extrem aufpassen, dass der Motor genügend Zug hat und die richtige Fahrspur wählen und so weiter.