Loire Schlösser

Am Montag, 2. Oktober 2017 ist es endlich soweit. Wir treffen auf unser erstes Loire-Schloss. Chateâu de la Bussière. Als wir ankamen war das Schloss geschlossen und wir befürchteten schon, dass die Vorhersagen einiger Leute, dass die Schlösser schon geschlossen seien, sich bewahrheiten. Doch wie sich schnell herausstellte, haben sie nur Winterbetrieb und am Nachmittag offen. Zum Glück haben wir am Morgen so lange geschlafen, daher mussten wir nur noch eine Stunde überbrücken. Also machten wir es uns im Willi gemütlich. Neben uns parkierte ein älteres, englisches Ehepaar in einem sinnlos überladenen Kombi. Die Pneus streiften schon fast am Radkasten. Da ist es schon ein wenig lächerlich, dass wir uns Sorgen machen über unser bisschen Übergewicht. ( Also um das klarzustellen, nicht unser Übergewicht, sondern das von Willi. )

Wie Oliver so ist, denkt er nur ans Essen und drängte als erstes in den  Gemüse- und Kräutergarten. Hmm wie das duftete. Oliver ging von Kraut zu Kraut und schnupperte daran.

Uns gefällt dieses Schloss sehr, weil man das Gefühl hat, dass es nicht so auf Tourismus gedrillt ist, was sich auch an den  Staubschichten zeigt, die auf den Sachen liegen.

Ganz im Gegenteil zum hochprofessionell geführten Chateâu Sully sur Loire. Schon fast klinisch rein, wie wir mit Schrecken feststellen mussten, da Oliver seine Fussspuren auf dem frisch gebohnerten Fussboden hinterliess, was Moni äusserst peinlich war. 

 

Die beeindruckende Holzkonstruktion des Dachstuhles ist alleine schon ein Besuch wert. Wenn auch der von der Herbstsonne warmgeküsste Innenhof unser Herz bedeutend mehr zu erwärmen vermochte.

Das grösste aller Loire-Schlösser ist Chambord. Alleine die Anfahrt ist schon beeindruckend durch die Dimension der Wälder bis man endlich zum Schloss gelangt. Wir waren froh, dass es nicht Sommer ist, alleine schon die Vorstellung wie viele Leute es dann wohl haben mag. Die Leute kamen in Scharen. Diese berühmte doppelläufige Wendeltreppe ist der Hammer. Man verspürt richtig das Spiel der Maitresse und des KönigsJ

Dieser Garten besticht mit seinem, auf den ersten Blick wilden durcheinander. Doch alles hat seinen Sinn und Ordnung in diesem Biogarten.

Beschwingt von diesen Düften begaben wir uns ins Innere des Chateau’s, welches von einem grossen See umgeben ist.

Die Besitzer bewohnen einen kleinen Teil des Chateau’s und bewirtschaften es mit einigen Angestellten mit viel Liebe und Elan.

Einer der Vorfahren, ist ein Fischfanatiker gewesen, was nicht zu übersehen ist, denn alles was es in der Form eines Fisches gibt, ist hier zu sehen. Selbst ein toter, eingelegter Quastenflosser ist hier zu sehen. Eines der wenigen Exemplare auf dieser Welt.


Das Ganze ist mit einer Mauer umgeben, so dass früher die Jagd im eigenen Anwesen stattfand.

Es wurde zur selben Zeit auch gerade noch ein Bollywood-Film gedreht. Eine junge schöne Frau, ein paar gutaussehende Bodygards und ein paar schöne schwarze Autos, mehr bekamen wir leider nicht zu sehen. Es ist ein faszinierendes Schloss, aber leider viel zu touristisch, sogar der Parkplatz kostete 11 Euro.

Chateau: Chaumont sur Loire

 

Besticht durch seine einzigartige Gartenanlage. Mit ganz vielen unterschiedlichen Ideen. Uns persönlich hat der mystische Nebelwald am besten gefallen, der durch seine unordentliche Wildheit trotzdem eine grosse Ruhe ausstrahlt.

Das Schloss selber ist eigentlich mehr ein Ausstellungsort für Kunst wie z.B. die Schlosskapelle, die von zwei Schweizern umgestaltet wurde. Oliver hat sogar eine Skulptur von Jean Tinguely entdeckt.      


Chateau Amboise

 

Das Königsschloss mit dem wunderschönen Garten. Wir wissen jetzt wie die kugelrunden Buchsbäume richtig geschnitten werden. Nicht elektrisch wie das bei uns vielfach gemacht wird, nein alles von Hand mit der Schere. Den Unterschied sieht man sehr gut. In der Hubertuskapelle fand Leonardo da Vinci (1452-1519) seine letzte Ruhe. So packen auch wir die Möglichkeit uns im Garten wie ein kleiner da Vinci zu fühlen.

Château du Clos Lucé

Leonardo da Vinci Park

 

Ein wunderschöner Eindruck in das Leben dieses einmaligen Künstlers. Traumhaftes Stadtschloss, viele seiner Erfindungen werden beschrieben und gezeigt.

Auch der Park mit seinen alten, grossen Bäumen und immer wieder Bauten seiner Erfindungen. Einfach super und sehr empfehlenswert.


Weitläufige Gartenanlage mit Labyrinth und lauschigen Ecken im angrenzenden Wald.

Château Chenonceau

 

Mit Sicherheit eines der schönsten und sehenswertesten Schlösser der Loire.

 

Das einzige Schloss, dass schon immer in Frauenhand war und bis heute ist. Der weibliche Touch ist nicht zu übersehen. In allen Zimmer stehen frische Blumen/Gemüse/Pflanzenarrangements die mit viel Liebe hergerichtet werden und fast mehr fotografiert werden als das Schloss.

 

Katharina di Medici (1519 – 1589), dank ihrer Herkunft aus Italien konnte sie der französischen Küche wichtige Impulse geben. Was man der Küche des Schlosses ansieht.

 


Chateau Ussé

Die Suche ist beendet. Endlich haben wir es gefunden, das Dornröschen-Schloss.

Berühmt geworden ist das Schloss durch den Aufenthalt des Dichters Charles Perrault (17. Jahrhundert) der hier in Ussé von der Romantik des Ortes inspiriert wurde und sein Märchen Dornröschen schrieb    

Unser letztes Schloss ist wirklich sehr empfehlenswert. Es ist Privateigentum und wird vom Herzog de Blacas bewohnt.  

Fotos vom Schloss und Garten und Bäumen.

 

    

Aus einer ehemaligen aus Holz gebauten Wikinger-Festung im Jahre 1004 wurde dann auf den Ruinen dieser Festung im 15. Jahrhundert  der derzeitige Bau erstellt, damals als Burg. Im 17. Jahrhundert nahm Ussé den heutigen Charakter an ein Lustschloss mit breitem Ausblick auf das Indre und Loiretal.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Schloss wirkt sehr lebendig, da viele Räume mit Szenen von früher lebensecht nachgestellt werden. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und absolut einzigartig ist dieser Sekretär im Stile eines Schlosses.

Kurz zur Erinnerung:

-       Nach langem Warten das ersehnte Kind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

-       Leider zu wenig Geschirr, daher wird eine Fee nicht eingeladen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

-       Diese wird stocksauer, daher Fluch auf das Prinzeschen.

 

 

 

 

 

 

 

 

-       Sie soll sterben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

-       Letzte Fee mildert Fluch ab, in 100 Jahre Schlaf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 PrPrinz kommt und küsst Dornröschen wach.

 

 

Ende gut alles gut. 

Es gibt sehr viel zu besichtigen, und zu unserer grossen Überraschung werden die Räume noch mit echtem Feuer beheizt. Trotz Russ und Brandgefahr. 

 

 

 

Im Keller befindet sich sogar noch eine verrostete Zentralheizung.

 

 

 


Diese Woche war ein bisschen über unserem berechneten Eintrittsbudget, aber hat sich auf jeden Fall gelohnt. Jetzt machen wir eine kurze Pause auf einem Campingplatz der nicht mehr in Betrieb ist, wo wir für 2 Euro Wasser für 10 Minuten bekommen. Willi wird auf Vordermann geputzt, wir haben ausgiebig gekocht, und endlich Zeit für unsere WebseiteJ. Über ein kurzes Feedback würden wir uns freuen, damit wir uns laufend verbessern können.  

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Kommentare: 1
  • #1

    Leve (Montag, 09 Oktober 2017 15:42)

    Ein Hauch von Feuerstein und Darjeeling. Im Gaumen ausladend und seiden, hintergründig stützende Säure und eine feste mineralische Präsenz, die nach und nach Druck auf die taktile Empfindung aufbaut. Finessenreiche Verdichtung im Abgang. Enorm jung und voller stiller Differenzierung. Subtiler Reichtum. Funkelnd vor Mineralik. Und eine Seidigkeit ohnegleichen.
    2011, Didier Dagueneau Pouilly-Fume Buisson-Renard, Loire