Carcassonne

Montag, 16. Oktober 2017-10-16

 

Nach einer wunderschönen Fahrt durch die mittleren Pyrenäen, vorbei an riesigen Äckern und Feldern, erreichen wir endlich Carcassonne.


Da wir leider schon wieder Probleme mit unserem Wifi haben, suchen wir uns zuerst einen schönen Schlafplatz und gehen dann zu McDonald’s, da hier das Internet gratis und gut ist. Und als pflichtbewusste Schweizer fühlen wir uns verpflichtet hier etwas zu essen, nicht etwa weil das Essen so gut ist, sondern weil das Internet gratis ist und funktioniert.

Oliver’s Timing ist perfekt, so kann er nachher seinen hochheiligen Montag-Abend mit Matthias per skype geniessen.

Monika verzieht sich, weil sie nicht stören möchte in den Mc, bis Oliver sie wecken kommt. Hierzu muss noch erwähnt werden, dass Oliver sie auf keinen Fall weggeschickt hat, aber vielleicht wollte sie ja auch nur einmal in Ruhe ein Soft - Ice essenJ

Also fahren wir direkt zu unserem super schönen Schlafplatz mit Blick auf den See.

Leider hatten ausser uns noch 4 andere Wohnmobile die gleich gute Idee, was uns ziemlich erstaunt, da uns doch immer gesagt wurde, das sei illegal und gefährlich und trotzdem treffen wir immer wieder auf so grobfahrlässige, dem Tode ins Auge blickende Wildcamper. Anscheinend sind wir nicht die einzigen Wahnsinnigen auf dieser Welt. Zudem erstaunt es uns immer wieder, wie viele Leute wir antreffen, die nur noch im Wohnmobil leben, sei es wie wir, weil sie die Welt bereisen wollen oder einfach nur, weil sie ihr Leben nach der Pensionierung nicht mehr finanzieren können. Das stimmt uns immer wieder sehr nachdenklich.  

In der Nacht ist es schön ruhig, aber morgens um halb 7 (wir haben uns schon ans lange schlafen gewöhnt, daher für uns noch mitten in der Nacht), kracht und scheppert es draussen, und lautsprechende Menschen mit Stirnlampen laufen umher und beginnen Trenngitter aufzustellen. Oliver meint: „Genau darum will ich immer irgendwo versteckt schlafen!“  Na ja, Moni macht Kaffee und die Welt ist wieder in Ordnung. Wir beschliessen dem Tumult auszuweichen und fahren einige hundert Meter weiter.   

Nach einem ausgiebigen Morgenspaziergang um den See, fahren wir wieder ins Zentrum um die Burg von Carcassonne zu besichtigen.

 

Diese Burg ist einfach riesig, und vor allem ist alles öffentlich zugänglich. Hinter den Burgmauern befindet sich die Altstadt, die inzwischen doch sehr auf Tourismus ausgelegt ist.

Wir überlegen uns, ob wir den Eintritt von 9 Euro pro Kopf für das doch eher kleine Schloss bezahlen wollen. In der Hoffnung, vielleicht mal noch so eine richtige Ritter-Burg zu sehen, sagt Oliver: „Komm ich lade Dich ein“, und nimmt das gemeinschaftlich Portemonnaie und bezahlt gönnerhaft.  Moni muss laut lachen ab so viel Grosszügigkeit. Diese 18 Euro’s hätten wir uns sparen können, da es nicht viel mehr hergibt als leere Räume, viele alte Steinmetzfiguren und die Burgmauer die man genauso gut von aussen bestaunen kann. 

Es hat einen riesigen, alten Friedhof und wir fragen uns, ob da noch alte Ritter begraben sind. Wir irren uns gewaltig, es sind alte Familiengräber, die aber zum Teil bis heute noch in Gebrauch sind.

Also machen wir uns wieder auf zu Laila und Willi. Da es schon wieder Essenszeit ist, fahren wir in der Nähe vom McDonald’s auf einen grossen Parkplatz, kochen uns was Feines, und bereiten unsere Büroarbeiten so vor, dass wir nachher wieder kurz bei Mc halten können.

 

So, jetzt habt Ihr wieder etwas zu lesen und ein paar Fotos und wir machen uns auf den Weg Richtung Meer.

Bis bald wieder.

Euer Moli-Team


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