Calp, El Paraiso, Alacant

Was ist nur aus dem einst so schönen, kleinen Fischerdorf Calp geworden. Das einstige Wahrzeichen, der grosse Fels im Meer und der ganze Stolz der alten Calp Bevölkerung ist nur noch ab und zu ein wenig sichtbar, hinter riesigen Hochhäusern versteckt.

Überall Souvenirshops, billig Läden, und viele Touristensaufkneippen alla Ballermann. Anscheinend hat der Sauf und Billigtourismus das ganze Jahr Hochsaison.

Es stimmt uns einfach nur traurig. Die einstige schöne Landschaft am Meer entlang, ist mit wenigen Unterbrüchen, komplett überbaut mit Hochhäusern und Touristensiedlungen.

 

Wir sind froh, als wir in El Paraiso einen schönen Schlafplatz am Meer finden, welcher sich hinter den Hochhäusern versteckt. 

Am Morgen machen wir uns weiter auf unserem Weg Richtung Cartagena. Leider beginnt der Tag wie er gestern über weite Strecken war. Die Fahrt nach Alacant ist genauso betrüblich, sodass wir beschliessen einen Bogen darum zu machen.

Als wir in der Nähe von Elche sind, nehmen wir eine kleine Strasse die Richtung Meer geht. Trotz des 3,5t Fahrverbotes beschliessen wir weiterzufahren und gelangen so, an einen witzigen Ort. Es gibt nur eine Häuserzeile und alle Häuser sind ein oder zwei stöckig und ca. 4 m breit und 6 m tief. Alle sind aneinander gebaut bis auf kleine Durchfahrten, ca. alle 10 Häuser, um die Schiffe zu Wasser zu lassen. Jedes Haus ist anders und es macht richtig Spass da entlangzugehen und die Verschiedenheiten zu studieren. Am Ende der Häuser befindet sich ein Restaurant, in dem wir uns die Aussicht und einen Kaffee gönnen.

Moni liegt Oliver den ganzen Rückweg in den Ohren, wie gerne sie jetzt da ins Wasser gehen würde, Oliver fehlt jedes Verständnis. Wie kann man bei diesen kalten Wassertemperaturen nur an so etwas denken. Doch Moni lässt nicht locker und beschliesst, als wir wieder beim Willi sind, dass sie die Badehosen montiert und sich in die eisigen Fluten stürzen will.

Oliver bleibt nichts Anderes übrig, als tatenlos zu zuschauen wie Moni sich in die kalte See begibt und das auch noch mit Genuss. Vielleicht ist es ja doch nicht so kalt? Nach einer Ewigkeit, zumindest für Ihn, kommt sie wieder aus dem Wasser, eiskalt, aber freudestrahlend und meint nur: „Herrlich, das solltest du auch machen!“ Doch da spielt Oliver nicht mit.

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Kommentare: 1
  • #1

    Paola (Sonntag, 19 November 2017 11:08)

    Herrlich Moni :-), ich wäre auch mit dir ins Wasser gesprungen!