Cartagena

Am späteren Nachmittag kommen wir nach Cartagena. Wie meist ist der erste Eindruck der Falsche, das hat uns schon letztes Jahr Ljubljana gelernt. Also fahren wir beherzt durch die Vorstadt in Richtung Hafen. Je näher wir diesem kommen, umso schöner und eindrücklicher werden die Gebäude und die Umgebung. Also machen wir uns auf die Suche nach einem Parkplatz und werden zu unserem Erstaunen sehr schnell fündig, was sonst meist das grösste Problem ist, da Willi einfach etwas zu gross ist für einen Standard Parkplatz.

So machen wir ihn Einbruch und Diebstahl sicher, damit wir mit einem guten Gefühl den Weg zur Altstadt unter die Füsse nehmen können. Kurz über die Brücke und einmal die Strasse queren und schon stehen wir in einer prachtvollen Einkaufs Meile. Der Boden ist überall aus poliertem Marmor, sodass sich die vielen Lichter darin spiegeln wie in einem stillen Gewässer.

Es ist sauberer als eine Stadt in der Schweiz und die Leute flanieren auf der Strasse in ihren Winterkleidern wie in St. Moritz, was uns bei den Temperaturen doch ein wenig zum Lachen bringt. Wir, nur mit unserem „Fasi“ sind ziemlich underdressed. Es ist auch trotz den vielen Leuten auffallend still, keine Hektik und kein Geschrei. Die Leute sitzen in der Bar bei einem Glas Wein oder Bier und für die Kinder gibt es ein Karussell.

Die Gassen werden von einem warmen Licht aus den Laternen durchströmt, dass man schon fast ein wenig weihnachtliche Gefühle entwickeln könnte, was wir aber tunlichst unterlassen. So schlendern wir ganz gemütlich von Strasse zu Strasse auf den kleinen Stadt Hügel im Zentrum von dem man eine sehr schöne Sicht über die Stadt und in die Wohnzimmer der Bewohner hat.

Moni packt sogar der Spieltrieb und klettert auf einem Kinderspielplatz auf dem coolen Klettergestell herum und rutscht wagemutig das Geländer hinunter.

Interessanterweise ist der Hafen nicht das Wichtigste in dieser Stadt, nicht so, wie in anderen  Städten, wo sich die Stadt vor allem um den Hafen dreht, sondern eher wie ein Accessoire, dass dazugehört und voll integriert ist. 

unglaublich viele Jogger die in Gruppen oder alleine quer durch die Stadt jagen. Wie wir erfahren, gibt es einen Stadt Marathon Mitte November, auf den sich viele vorbereiten. Cartagena ist ein Marine Stützpunkt was einem auf Schritt und Tritt begegnet, aber trotzdem ganz dezent und nicht aufdringlich, so dass sich auch Oliver der alte Pazifist nicht belästigt

fühlt. Es gibt auch ein Marine Museum in dem ein altes U-Boot ausgestellt wird. Bei dessen Anblick kriegt man schon Platzangst und die Haare stellen sich im Nacken, alleine bei der Vorstellung in dieser Sardinenbüchse eingepfercht unter Wasser zu sitzen. Nein danke. 

Die Stadt ist auf jeden Fall eine Reise wert.

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Kommentare: 1
  • #1

    Marielle (Dienstag, 14 November 2017 17:51)

    Gseht sehr schön us und so wies usgseht gfallts de Laila au :)