Cordoba, die Stadt am Fluss

Nach einer gefühlten Ewigkeit, treffen wir in Cordoba ein. Der Weg, den Oliver wieder einmal aussuchte, war zeitweise auf unbefestigten Strassen, also ziemlich holperig und staubig. Ob er das wohl extra macht? Daher freuen wir uns erst recht, dass wir wieder einmal einen Fluss sehen und nicht nur eine Brücke ohne Wasser.

Beim ersten Eindruck denken wir, wow, diese Stadt hat keine Parkplatzprobleme. Wir sichten auch gleich einen grossen Platz, wo es Auto’s und Wohnmobile hat. Wir wollen schon abbiegen, da sehen wir die Polizei, die gerade einen ziemlich alten Hippi-Bus auseinandernimmt. So machen wir uns schnell vom Acker und finden auch gleich einen Parkplatz beim Zoo, wo wir dann auch übernachten können.

Also los. Wir spazieren am Fluss entlang Richtung Altstadt. Gleich im Zentrum, steht ein wunderschöner Andalusischer Hengst, natürlich in Begleitung eines flotten Spaniers, der so Werbung macht, für die Abendliche Show mit Flamenco im königlichen Stallgebäude.

 

Moni’s Augen glänzen wie Kinderaugen an Weihnachten. Also buchen wir für den Abend um 20.00Uhr zwei Plätze und sind erstaunt, dass es pro Person nur 15 Euro kostet.

 

Beschwingt vor Vorfreude schlendern wir durch die engen Gassen, die einem schon fast an ein arabisches Dorf erinnern, mit all seinen Handwerks-Läden und Restaurants und einem schönen Hamam.

Es hat auffallend viele Polizisten, zu Fuss, per Velo, Motorrad, und Auto. Handleserinnen werden sofort von der Polizei verscheucht. Auf dem Retourweg flanieren wir über die alte Brücke, und geniessen die Sänger. Einer spielt doch tatsächlich Handorgel, mit Verstärker, sodass einem beim vorbei gehen fast das Trommelfell platzt. Da meint Oliver, der kriegt sicher nichts. Am anderen Ende der Brücke singt einer aus Leibeskräften, nicht wirklich schön, aber voller Inbrunst. Wir finden, der gibt sich solche Mühe, dafür sollte er belohnt werden und geben ihm was. Auf der langen Orangenbaumallee vor dem Zoo, fragen wir uns, warum niemand diese schönen Früchte pflückt. Oliver kann es nicht lassen und stibitzt eine Orange still und heimlich. Ach wie die fein duftet. Ein intensiver Orangenduft macht sich breit. Voller Freude schneidet Oliver die Orange auf und beisst herzhaft hinein. Schade gibt es kein Foto davon. Sein Gesicht zieht sich so zusammen, so viele Runzeln gibt es doch gar nicht. Als er endlich wieder sprechen kann, meint er, das ist die sauerste Zitrone die ich je gekostet habe. Jetzt ist auch klar, warum niemand diese Orangen freiwillig pflückt. Wir kochen uns was Feines und machen uns bereit für den Abend.

 

Da wir einen Aufpreis von 5 Euro bezahlt haben, können wir nun dafür die alten Stallungen, mit den Pferdekutschen besichtigen, und beim Vorbereiten der Pferde zuschauen. Unsere reservierten Sitzplätze haben sogar eine Rückenlehne mit Sitzpolster.

Zuerst kommt eine rassige Flamencotänzerin und Oliver’s Augen glänzen ab der auf den Boden stämpfelnden Frau. Vielleicht sollte Moni das ja auch mal probieren?

Ja und dann kommen die edlen Pferde. Was soll man da gross sagen, die Musik, die edlen Pferde, es war einfach hohe Schule der Dressur.

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Kommentare: 2
  • #1

    Marianne (Mittwoch, 22 November 2017 12:08)

    Wie dem Youtoub zu entnehmen ist, muss es wirklich holprig und staubig gewesen sein :-). Schön, dass ihr euch die die abendliche Show mit Flamenco im königlichen Stallgebäude gegönnt habt.

  • #2

    Marielle (Mittwoch, 22 November 2017 20:22)

    Gseht sehr beidruckend us!