Erste Eindrücke von Marokko

2017-12-03 Endlich fahren wir aus dem Zollgelände raus, und das Erste was wir sehen, ist ein

kleines Dörfchen, überall raucht es, weil sie was am Grillen sind, halbe Kühe hängen offen herum, und alle laufen in ihren Kapuzenkleidern herum. Die Landschaft erinnert uns an die Schweiz, sehr grün und hügelig. Es ist Wahnsinn, es scheint, als wäre hier die Zeit stillgestanden.

In Larache sehen wir einen Stellplatz und beschliessen, entgegen unserer Gewohnheit, einmal nicht wild zu campen. Nach unserem Abenteuer am Zoll, wollen wir zuerst die Menschen und das Land ein bisschen kennenlernen und sind froh, dass für heute Feierabend ist.

Für sage und schreibe 50 Dirham (ca. 5 Fr.) haben wir einen schönen Platz, inklusive Wifi, Wasser usw. Wir gehen noch kurz mit Laila und merken, wie uns die Leute zum Teil schon fast ängstlich ausweichen wegen Laila.

 

Am nächsten Tag spazieren wir mit Laila zum Telecom Shop, um uns eine Datenkarte fürs Internet zu besorgen. Es ist Mucksmäuschen still im Laden, und alle warten schön brav, bis sie drankommen. Nach ca. 1 Stunde sind auch wir an der Reihe. Wir freuen uns, dass die nette Dame nebst arabisch und französisch auch noch englisch spricht. Es erstaunt uns sowieso, dass hier sehr viele Leute auch englisch sprechen, im Gegensatz zu Spanien. Schnell sind wir uns einig, und sie fragt nach unseren Pässen, aber vorsichtig wie wir sind, haben wir unsere Pässe in unserem Tresor im Willi eingeschlossen und haben nur unsere ID dabei, die sie leider nicht akzeptiert. So beschliesst Oliver mit Laila zurück zu laufen und Moni als Pfand dazulassen. Natürlich nicht als Pfand, aber damit wir nachher nicht wieder eine Stunde warten müssen. Oliver ist innert kürzester Zeit retour. Schweissgebadet aber Stolz, weil er so schnell wieder hier ist, es sind ja immerhin 1km pro Weg. Wir kommen wirklich gleich als Nächste dran. Also spazieren wir mit unserer Errungenschaft gemütlich zurück, schauen ob das Ganze auch wirklich geht und hängen einfach so rum.

 Ein verführerischer Geruch steigt Moni in die Nase, dem sie wie hypnotisiert nachgehen muss. Im kleinen Restaurant, ein Gebäude ohne Wände, mit nur einem Tresen und offener Küche, ein paar Plastik Stühlen und Tischen, stehen ein paar Einheimische die etwas Essen und plaudern. Der Geruch kommt eindeutig von hier. Also nix wie zurück zu Oliver. Hei, heute gehen wir auswärts essen. Im Campingrestaurant geniessen wir dann eine feine Suppe mit Brot. Für uns beide für 60 Rappen. Und alles frisch zubereitet. Hmmm.

 

Am nächsten Morgen fahren wir weiter Richtung Rabat. Eigentlich wollten wir auf einen Campingplatz aber wir haben nirgends einen gefunden. Und anscheinend waren wir zur

rush houer da. Denn es war extrem, so viele Menschen, Velo’s und Auto’s. Absolut kein System, Fussgänger spazieren auf der Mittellinie der 6 spurigen Strasse usw.  Es wird immer dunkler, und da die meisten schwarz gekleidet sind, wird es immer mühsamer zum Fahren. Endlich, ca. 30 Kilometer nach Rabat, finden wir einen Stellplatz. Eigentlich ist es nur der Parkplatz von einem Hotel. Die wollen tatsächlich 70 Dirham nur zum Parkieren, ohne Wifi und ohne Wasser.

Aber für heute ist Schluss.

 

Am Dienstag, 5. Dezember fahren wir zurück nach Rabat und freuen uns, dass wir relativ schnell einen Parkplatz finden. Alle Schotten dichtgemacht und los. Wir sind etwa 10 Meter gelaufen, da geht unsere Alarmanlage los. Schnell zurück. Was soll das? Wir kontrollieren alle Fenster und versuchen es erneut. Wieder geht der Alarm nach einigen Sekunden los. Also öffnen und schliessen wir alle Fenster und Türen und versuchen es wieder. Keine Ahnung warum, aber unser Willi will hier anscheinend nicht alleine bleiben. Also fahren wir weiter und suchen erneut einen Parkplatz. Wir finden einen eingezäunten Parkplatz mit zwei Tee trinkenden Parkwächtern. Also versuchen wir es wieder. Die Alarmanlage lässt nicht lange auf sich warten. Oliver meint, die müssen hier irgendwelche störenden Sender haben.

Da wir ja zusätzliche Schlösser eingebaut haben, verriegeln wir halt alles und gehen ohne aktivierten Alarm los. So besuchen wir die Medina, die Altstadt von Rabat. So wie es aussieht, sind wir die einzigen Touristen, und erst noch mit Hund, was nicht alle begeistert.

Mütter mit Kindern erfreuen sich jedoch sehr an unserer Laila.    

Für 10 Dirham (1Fr.) kaufen wir noch ein gefülltes Fladenbrot mit Fisch und Gemüse. Immer wieder treffen wir auf blinde und behinderte Menschen, die unaufdringlich am Betteln sind. Ausser eine, die laut schreiend, ein Kleinkind auf dem Rücken und die Mutter auf einem Stuhl sitzend, das Geschwür am Bauch ihrer Mutter präsentiert, was sich aber beim zweiten Blick als nicht echt entpuppt.

 

Also zurück zum Willi.

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Jasmin (Montag, 11 Dezember 2017 10:52)

    Wau, da habt ihr aber schon einiges in Marokko erlebt.
    Ich freue mich schon riesig, bis wir mit euch das Land erkunden dürfen.
    Bis bald.

  • #2

    Marielle (Dienstag, 12 Dezember 2017 12:30)

    Das tönt super! Jetzt froi ich mich grad no meh uf Marokko! :-)

  • #3

    Arlette (Freitag, 29 Dezember 2017 22:08)

    Heu☺���Jetzt hanis au gschaft uf eüi Webseit z cho und eüe kommentar z luege..Super.. Lustig und mega schön����viel Spass wiiterhin.��