Der Weg nach Tafraoute

Nach einer sehr ruhigen Nacht, stehen wir schon wieder so spät auf.  Was man an dieser Stelle vielleicht einmal erwähnen muss, die Nächte sind viel ruhiger und extrem viel dunkler als in der Schweiz, was jeden Hobby Astronom freut. Zum einen, weil die Leute auf dem Land nicht so viel Strom haben und darum, wenn es dunkel ist zuhause sind und zum anderen, es schlicht nichts gibt wo sie hinkönnten. Wir wollen heute bis nach Tafraoute fahren, um dort in der Nähe unser Nachtlager aufzuschlagen. Aber eines nach dem anderen. So fahren wir also, wie meistens ganz gemächlich durch die Landschaft. Stop halt, Moni fährt ganz gemächlich durch die Landschaft (ab und zu darf sie auch mal fahren) und Oliver kann „entspannt“ die Landschaft geniessen und Fotos von den vorbeiziehenden Bergen und Palmen machen.

Als wir durch ein kleines Dorf fahren, stehen ca. 8 Jungs mitten auf der Strasse, wollen uns nicht durchfahren lassen und pöbeln rum. Moni fährt ganz langsam und sachte immer näher bis sie auf die Seite gehen. Einer dieser Rotzlöffel reisst die Fahrertüre bei Moni auf, sodass wir alle sehr erschrecken und Laila beginnt zu bellen. Sie reisst die Türe gleich wieder zu und gibt Gas. Ja, das haben wir noch nie erlebt. Es ist aber offensichtlich so, dass hier viele junge Männer nichts zu tun haben und einfach den Tag ohne Sinn und Zweck verbringen und so auf dumme Gedanken kommen. Zudem merkt man es schon, dass es ein Männer Land ist und die Frauen nicht wirklich viel zu sagen haben. Zudem erstaunt es uns, dass die Berber, auch diese Jungs sind Berber immer betonen, dass sie Berber sind und viel besser als die Araber sind, die einem nur immer betrügen und bedrängen. Unsere Erfahrungen sind eher anders rum. Bis jetzt haben wir noch nie schlechte Erfahrungen mit Arabern gemacht, aber so einige mit den Berbern. Ist aber nur unser subjektiver Eindruck. Also, wir fahren weiter durch die sehr schöne Landschaft und wie du, als treuer Blog Leser ja weisst, haben wir ein TomTom gekauft. Brav wie wir sind, fahren wir also dem TomTom nach, obwohl wir beide finden, dass dieser Abzweiger doch eher mässig aussieht. Hätten wir doch nur auf unser Bauchgefühl gehört, denn die Strasse wird wie so oft in unseren Berichten immer schlechter und enger, sodass wir an manchen Stellen nur noch ca. 2-3 cm. auf jeder Seite haben und dann noch durchs Flussbett und immer wieder nur wenige cm am Abhang entlang, wo immer mal wieder ein Teil der Strasse abgebrochen ist und wir all unsere Nerven bündeln müssen, denn es gibt ja kein zurück. Viel zu steil um Rückwärts um die Kurven zurückzufahren, du kennst das ja schon, also weiter. Endlich im nächsten Dorf angekommen lachen uns zwei junge Männer an und meinen hier ist aber fertig, da geht es nicht weiter. Oliver kriegt die Krise, nein, nicht gleich noch einmal, oder? So fahren wir ins Dorf um einen Platz zum Wenden zu suchen. Da kommen zwei alte Marokkaner und meinen auch: „Da kannst du nur zurück oder hierbleiben, ha ha!“ Wir machen uns also wieder zurück auf den beschwerlichen Weg und hoffen, dass es keine Salz Flecken auf dem Polster gibt vom viele Angstschweiss.

Also, traut niemals einem TomTom und schon gar nicht dem TomTom Go. Das ist wirklich die schlechteste GPS Software die wir je gesehen haben. Das hat Oliver auch TomTom geschrieben und begründet, jedoch keine Antwort bekommen. Als wir zurück auf der besseren Strasse sind, beschliessen wir heute wieder nach Strassen Karte und Strassen Tafeln zu fahren, was auch nicht viel einfacher ist, denn es gibt eher selten eine Tafel mit nützlichen Informationen und unsere Michelin Karte lässt auch zu wünschen übrig. Am besten fahren wir immer noch mit dem MotionX GPS, da liegt es in der eigenen Verantwortung, da man nur die Karte mit der Richtungs-Linie sieht.

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