Tafraoute und Bergwochenende

Wir sind begeistert, die Landschaft um Tafraoute ist fantastisch. Diese Berge und die Farben.

Und, ganz genial, wir fahren an einer wunderschönen Wasserstelle vorbei. Das ist doch super. So schön gemacht, sogar mit Sitzbänkli.

Also füllen wir unseren Wassertank. Zum Glück haben wir einen Duschschlauch dabei, mit einem Anschluss zum drüber stülpen. Darüber sind wir jetzt schon oft froh gewesen. Immer mit einem guten Gefühl, wenn der Wassertank wieder voll ist, fahren wir weiter.

Der erste Eindruck vom Dörfchen, es wimmelt hier nur so von Campingplätzen und Touristen. Auch sonst sehr, sehr touristisch. Moni möchte gerne ein bisschen durch das Städtchen schlendern, weil ja alle so von Tafraoute schwärmen. Wir finden auch gleich einen Parkplatz und noch nicht mal abgeschnallt, schleicht schon einer um Willi herum. Oliver nervt sich, weil man nie einfach zuerst mal für sich schauen kann, immer kommt gleich einer. So ist ihm die Dörfchen-Tour vergangen. Als wir wieder langsam wegfahren, klopft der Mann an die Scheibe und erzählt, was sie alles in dem kleinen Shop nebenan verkaufen, aber wir fahren los.

 

Wir drehen eine Runde im Willi und finden, dass das Dörfchen zwar herzig ist, aber wir haben es gesehen. Da fasziniert uns die Umgebung doch mehr. Ein bisschen ausserhalb beschliessen wir durch diese beeindruckende Natur zu spazieren. Wahnsinn.

Laila nimmt sogar ein Schlammbad, stillt ihren Durst damit und geniesst es, sich nachher noch im Sand zu panieren. Und dieser Duft, mmmh. Moni meint: „Ach, es ist ja so warm, dann muss sie halt beim Willi nochmals duschen“, während Oliver Angst hat um unseren Wasservorrat.

Was wir echt tragisch finden ist, dass anscheinend der ganze Müll hier entsorgt wird. So wie es aussieht, wird dieser zwar richtig entsorgt, nämlich schön getrennt, Glas, Plastik und sonstiger Müll, aber dann wird er hier in diese traumhafte Landschaft gekippt. Aus den Augen aus dem Sinn.

Weil uns diese Umgebung hier so gefällt, suchen wir uns einen Schlafplatz, oder eigentlich lieber gleich einen Wochenendplatz. Es ist ja schon wieder Freitag-Mittag. Wir finden einen, machen Kaffee und geniessen die Aussicht, während Laila draussen irgendetwas gefunden hat, woran sie kräftig nagt. Als wir rauskommen, Schreck lass nach, nagt sie an einem vergammelten Geissenbein.

Na hoffen wir mal auf einen guten Verdauungstrakt. Ein bisschen weiter unten haben wir einen kleinen Weg gesehen, der irgendwo ins Innere dieser Landschaft führt. Jetzt wollen wir mal schauen wohin der führt, vielleicht wäre da hinten ja der perfekte Platz. Zuerst geht es mal das steile Strassenbord runter und dann, ausser immer mal wieder schwierige Passagen, führt dieser Weg an den Rand der Berge. Einfach super genial. Und jetzt dürft ihr dreimal raten. Was meint Oliver wohl? Komm das versuchen wir, und Moni hat wieder die undankbare Arbeit zu schauen, dass es unsere Ölwanne heil übersteht. Das Problem ist eigentlich nur die Geschwindigkeit, Moni möchte, dass er langsam über diese Stellen fährt aber Oliver und Willi wollen das anscheinend zügig machen, weil sie sonst stecken bleiben. Na ja. Also los. Laufen wir zurück und beginnen wir mit dem Abenteuer.

Glücklich angekommen, fängt unser Wochenende an. 

Es ist unglaublich, diese Stille, und weit und breit nichts. Jetzt fehlen uns nur noch ein paar gute Tieraufnahmen.

 

Ach ja, so nebenbei, der Verdauungstrakt von Laila wurde neu saniert und Moni durfte ein paarmal in der Nacht draussen frische Luft schnuppern.

 

 

Am Samstag spazieren wir auf „unseren Hausberg“. Oben angekommen fühlen wir uns genauso wie die Bergsteiger, wenn sie das Gipfelkreuz erreichen.

Laila strapaziert unsere Nerven, da sie immer zuvorderst am Abgrund steht und in die grosse, weite Welt schaut.

Nach einer Ewigkeit, nehmen wir den Abstieg unter die Füsse. Beim Willi angekommen lassen wir die Markise raus, und nehmen unsere Liegebetten raus. Nur im T-Shirt sitzen wir hier und geniessen das süsse Nichtstun.

Bis Moni erstaunt sagt: Hei was ist das? Da kommt ein Eselsbollen angerollt. Beim näheren Hinschauen sehen wir, dass es ein Mistkäfer ist. Der kleine Hercules rollt das Ding in beachtlichem Tempo und wir fragen uns wo er denn damit hinwill.

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Kommentare: 3
  • #1

    Marielle (Freitag, 26 Januar 2018 12:20)

    Super bricht und mega schöni föteli hendr gmacht!

  • #2

    s'Tanti (Montag, 29 Januar 2018 20:00)

    So ein wunderschöner Schlafplatz in einer wahrhaftig bombastischen Umgebung ! Was seid Ihr doch für zwei Glückskekse !!!!
    Da gibt es nichts weiter zu sagen.
    Liebe Grüsse aus dem sonnigen Frauenfeld

  • #3

    Gotti (Sonntag, 18 Februar 2018 21:52)

    wow, wuchtige Natur, tolle Aufnahmen.
    und Laila gefällt's auch !