Regen und Schnee in Marokko

Es regnet die ganze Nacht ziemlich stark. Und wir hoffen, dass wir am nächsten Morgen hier wieder rauskommen. Wir sind erstaunt, in wie vielen ausgetrockneten Flussbetten es nun wieder ziemlich viel Wasser hat. Stellenweise hat es stark geschneit und die Palmen stehen im Wasser. Wahnsinn. Die sonst so staubigen Strassen sind jetzt matschige, rutschige Strassen und man muss aufpassen, dass man die Fussgänger nicht total nassspritzt beim Vorbeifahren.

Wir kommen jetzt in eine sehr flache Gegend, völlig karg. Von weitem sehen wir schon ein paar Fahrzeuge und einen Helikopter. Wir parkieren und gehen mal schauen. Die meisten Fahrzeuge sind mit französischen Nummernschildern. Es ist ein kleines Wüstenrallye.

 

Wir bleiben nicht lange und fahren weiter, auf der Suche, wie immer, nach einem Schlafplatz. Dies ist leider nicht einfach in dieser Gegend, darum fahren wir weiter, bis wieder ein paar Hügel kommen.

 

Am nächsten Tag fahren wir nach Tinghir wo wir einen kleinen Markt sehen. Wir kaufen bei einem älteren Mann Gemüse. Er ignoriert Moni die längste Zeit, bis Oliver das Plastikbecken mit unserem Gemüse nimmt, da wendet sich der Mann Oliver zu, und er kann bezahlen. Aha. Von Frauen nimmt er nichts. Aber der Preis ist gut. Nur 4 Dirham /40 Rp. für Karotten, 4 Tomaten und 2 Peperoni

Wir gehen zum nächsten Stand und kaufen Früchte. 1 Orange, 2 Mandarinen und 3 Bananen für 14 Dirham. Hmm ok.

Auf dem Retourweg spricht uns ein Berber an, er erzählt uns seine halbe Lebensgeschichte und betont immer wieder: „Wir Berber sind besser als die Araber, die bescheissen dich nur und wollen Dein Geld.“ Wir wissen bis heute nicht, warum die Berber dies immer so stark betonen.  

Er fragt nach unserem Namen und gibt Oliver die Hand zum Abschied. Er entschuldigt sich, weil er Moni die Hand nicht gibt. Aber das kennen wir ja schon.

 

Also in dieser Gegend ist es wirklich schwierig einen Schlafplatz zu finden. Zum einen viel Flachland, und zum anderen, auch wenn wir ein kleines holpriges Strässchen nehmen, in der freudigen Erwartung auf einen guten Schlafplatz, steht doch sicher irgendwo, so dass es nicht mehr sichtbar ist von der Strasse, ein Auto mitten auf dem Weg, wo wir dann zwei stören, in der freudigen Erwartung auf ungestörten Sex. Und wir dann anstandshalber weiterfahren, da wir ja nicht stören möchten. Wir haben dann immer ein schlechtes Gewissen. Aber die wollen halt wie wir, einen Platz wo sie niemand sieht und keiner vorbeifährt. So sind halt die Erwartungen etwas unterschiedlich.

 

 

Anhand unseres nächsten Fotos könnt ihr sehen, wie tief unser Mitgefühl mit den Marokkanern und ihrem Sexleben ist. Weil wir nicht stören wollen, müssen wir auf dem weichen Boden wenden.

An unserem letzten Schlafplatz haben wir am Morgen beim Spazieren eine tiefe Grube entdeckt, mit einem Skelett drin. Wir fragen uns, ob das Tier wohl ins Loch gestürzt ist und dort starb, oder ob es so entsorgt wurde. 

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Kommentare: 2
  • #1

    s'Tanti (Freitag, 09 Februar 2018 19:00)

    Ha, ha, haaaa, durfte Laila da ein Knöcheli holen !?!?

  • #2

    Gotti (Sonntag, 18 Februar 2018 22:48)

    du Tanti: das ist im Fall nicht zu lachen, das war ja ein Pferd !!!