Chefchaouen

Am 07. Februar treffen wir in Chefchaouen ein und da wir dringend ein bisschen Ruhe brauchen, beschliessen wir oberhalb der Stadt auf einen Campingplatz zu gehen.

An der Rezeption sagen sie uns, der Weg bis zur Altstadt dauert nur 10 Minuten, es gibt eine Treppe die gleich ins Zentrum führt. Sind ja mal gespannt, denn das würden wir ja auch sagen, damit die Touristen nicht gleich wieder abhauen. Ob diese Zeitangabe auch stimmt werden wir selbst überprüfen müssen.

Es hat nur gerade 3 Wohnmobile, so stellen wir uns an einen Platz mit Aussicht. Moni geht wieder mal Wäsche waschen und Oliver kocht was Feines.

Am nächsten Morgen wollen wir mit Laila zusammen ins Dorf. Wir kommen nicht weit und Oliver wird wieder einmal angesprochen. Ob er Haschisch kaufen wolle. Schon leicht säuerlich antwortet er mit: „No, merci!“ und läuft weiter. Schon kommt der nächste und fragt, wo das Problem sei. Oliver meint, er habe kein Problem, er möchte einfach nur in Ruhe die Stadt besichtigen und zwar alleine ohne irgendwelche Drogen Angebote. Da lacht der gute Mann und sagt: „Hey easy, das ist Marokko, nimm ein bisschen Hasch, dann wirst du relaxter. Ich habe guten Hasch.“ Was Oliver natürlich nicht will. So sind wir froh, als endlich die Treppe kommt, denn ab da werden wir nicht mehr verfolgt. Zu unserer Überraschung führt der Weg gerade durch den Friedhof des Dorfes und die Zeitangabe die man uns gab, ist absolut korrekt und wird von uns noch unterboten.    

Das Wetter ist herrlich und die Sicht auf die blaue Stadt entschädigt uns für die letzten Tage.

Diese Stadt ist wirklich speziell, zum einen hat man das Gefühl, es ist einfach alles sehr touristisch, auch die Preise in den herzigen Gartenrestaurants. Zum anderen aber sehr angenehm. Die Leute lassen einem in Ruhe die Sachen anschauen und bedrängen einem in keiner Weise. Was hier auffällt, es hat extrem viele Chinesen. Sie laufen in Miniröcken rum, und oben herum tragen sie die Marokkanische Kleidung die sie gekauft haben. An jeder Ecke wirft sich jemand in Pose und wird von allen Seiten dutzende Male abgelichtet. Wir denken uns, wenn die zu Hause sind, haben sie kein einziges Foto wo nur die speziellen blauen Gassen der Stadt darauf sind.

Nach einer ausführlichen Besichtigungstour machen wir uns dann wieder auf den Rückweg. Wir trauen uns nicht unterwegs Pause zu machen und die Aussicht zu geniessen, denn wir wissen ja nicht, ob wir uns gerade auf ein Grab setzen oder nicht, denn wir verstehen das Gräber System hier nicht ganz, ausser, dass alle Gräber Richtung Mekka ausgerichtet sein sollen. Auf jeden Fall, geniessen wir diese schöne Stadt und die Ruhe und fahren erst am nächsten Mittag wieder weiter.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Marielle (Donnerstag, 22 Februar 2018 12:26)

    He cool, gseht lässig us das schlumpfdorf :-)

  • #2

    s'Tanti (Samstag, 24 Februar 2018 15:39)

    Hey, was für schöne Fotos !! Was für ein herziges Dörfchen !! Was für ein herrliches Menü, es duftet förmlich !! Was für eine farbenfrohe und umfangreiche "Wöschhänki" !!
    Ja, da habt Ihr ja in kurzer Zeit wieder einiges erlebt. ....Und, umkehren, wenn es ungemütlich wird, ist nie falsch.