Santiago de Compostela

Wir haben mit unserem Willi immer wieder den Pilger-Weg gekreuzt, und so sind wir jetzt natürlich gespannt auf das Ziel. Es ist eine Stadt wie jede andere, ausser, dass es sehr viele kleinere und grössere Kirchen hat.

Und man könnte meinen, Pilger ernähren sich ausschliesslich von Brot, denn so viele Bäckereien wie in dieser Stadt haben wir noch nirgends gesehen. Also kaufen wir uns auch so ein Zwierbeli-Brot, denn alle Brote haben oben so ein gedrehtes Güpfi. Also wirklich sehr fein, aber nur Brot? Da wird Oliver bald mal ungeniessbar.

 

Es hat nur wenige Pilger, aber bei diesem Wetter ist das verständlich. Was uns auch noch erstaunt hat, der Pilgerweg kreuzt sehr oft die grossen Landstrassen, oder führt am Rande der Strassen entlang.

So also kommen wir zur grossen Kirche. Der Wand entlang hat es einen Beichtstuhl am anderen, und in allen sitzen Priester und warten auf die reuigen Sünder.

Die Kirche kann gratis besichtigt werden, nur für die Grabstätte muss man Schlange stehen und Eintritt bezahlen.

Auf der Weiterfahrt nach Ponteceso sticht uns ein Strassenschild zu einem Aussichtsplatz in die Augen. Super Aussicht und ein ganz spezieller Turm.

Die Türe ist offen und eine ganz schmale Treppe führt nach oben. Da meint Oliver plötzlich: „Halt, hier geht nur einer rauf! Schau mal die Türe, da könnte einer kommen und von aussen abschliessen mit diesem grossen Türriegel.“  Ja, das stimmt, und wir müssten dann vom Fenster aus zuschauen, wie sie seelenruhig unseren Willi ausräumen. Lustig, normalerweise denkt Moni so. Ob dieser Sicherheitstick wohl ansteckend ist?

Wir finden, es wäre auch ein schöner Schlafplatz, aber eigentlich noch zu früh, also fahren wir weiter.

In Corme gibt es eine schmale Strasse die zum Leuchtturm führt. Sooo schön.

Wir versuchen diese super Stimmung mit den riesigen Wellen für Dich zu fotografieren, aber irgendwie sieht es auf den Fotos nie gleich gut aus wie in Natura. Trotzdem, Oliver stellt sich weit vorne hin, in bester Schussposition, wird immer wieder von der Gischt der aufprallenden Wellen erfasst, nur damit wir für Dich diese Stimmung einfangen können.

 Aber irgendwie passt es nie so ganz. Weil es hier so fantastisch ist, bleiben wir gleich über Nacht hier.

 

Am Sonntag, 18. März fahren wir im Regen nach Coruna. Da gerade die Sonne den Kampf gegen die Regenwolken gewonnen hat, parkieren wir und spazieren durch die Stadt.

Gerade rechtzeitig sind wir wieder beim Willi und fahren weiter.

 

In Ferrol sehen wir wieder einen Leuchtturm. Irgendwie ziehen die uns magisch an.

So, nun haben wir unseren Schlafplatz für heute Nacht. Wir sehen, dass es hier um den Leuchtturm herum ganz viele alte Bunker hat, und die ehemaligen Unterkünfte der Truppen. Also auf zur Erkundungstour.

Irgendwie beschleicht uns ein mulmiges Gefühl, wenn man sich vorstellt, wie die Menschen hier auf so engem Raum lebten. In den Bunkern sind die Wände und Böden gefliest und wir fragen uns warum das wohl so ist? Oliver meint, damit der Putztrupp weniger Arbeit hat, wenn das Blut herumspritzt.

Ein bisschen weiter hinten, stehen die Truppenunterkünfte. Immerhin hatten sie einen Kamin im Aufenthaltsraum. Auch die Küche mit dem Vorratsraum und die Nasszellen sehen ganz ok aus.

Wir sehen trotz Wolken einen schönen Sonnenuntergang und verbringen eine ruhige Nacht.

Am Dienstag, 20. März sind wir in Gijon und nutzen wieder die kurze regenfreie Zeit um die Stadt zu besichtigen. Es hat einen schönen, breiten Sandstrand und da Laila es liebt, mit anderen Hunden am Strand herumzutoben, machen wir ihr die Freude. Es wimmelt nur so von Hunden.

Leider merkt man, dass Laila in 3 Monaten schon 12 Jahre alt wird. Die Puste geht ihr schon bald mal aus.

Leider wird auch diese Stadtbesichtigung aus wettertechnischen Gründen abgekürzt.

 

Unsere nächste Stadt ist schon Santander. Hier ist es schwieriger einen Parkplatz zu finden. So sind wir froh, als wir, leider nicht mehr in der Nähe der Altstadt, endlich einen Platz finden. Dann gibt es halt wenigstens einen Spaziergang mit Laila, bis wir sehen, dass wir ja ohne es zu wissen beim Parque de la Magdalena sind. Es gibt ein Touristenbähndli, mit dem man einmal rundherum fahren kann, aber da die Sonne wieder mal scheint, laufen wir gemütlich den Rundweg. Den Palacio de la Magdalena kann man nicht besichtigen, aber er ist auch von aussen sehr schön und auf dem Rückweg kommen wir noch an einem kleinen Zoo vorbei.

Dieses Foto hat Moni zur Abschreckung an den Kühlschrank gehängt.

Wir brauchen noch ein paar Kleinigkeiten, daher gibt es noch einen kleinen Zwischenstopp.


Gegen Abend sind wir in Bilbao. Eine gigantische Stadt, wir freuen uns richtig, aber leider finden wir nirgends einen Parkplatz. Das kann doch nicht sein. Immer wieder fahren wir quer durch die Stadt, sehen das Guggenheim Museum, und viele schöne Gebäude, aber nichts. So fahren wir raus, und finden am Strand auch gleich einen Schlafplatz. Wir werden es morgen nochmals versuchen. Vielleicht hat es ja am Morgen nicht so viele Leute. 

Es wäre zu schön um wahr zu sein. Leider ist es unmöglich einen Parkplatz zu finden und das Wetter lässt auch zu wünschen übrig. Aber durch die vielen Stadtrundfahrten haben wir ja eigentlich Bilbao gesehen. Also fahren wir weiter Richtung Pamplona.

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    s'Tanti (Sonntag, 08 April 2018 15:57)

    Wow, wiederum eine wunderschöne Teilstrecke von Eurem Weg. Und diese vielen und schönen Fotos. Was für interessante Erlebnisse !
    Warum wurde das Bild von den ruhenden Seelöwen als Abschreckung an den Kühlschrank geklebt. So sieht man doch eindeutig aus, wenn man vollgefressen und zufrieden sein Mittagsschläfchen macht !
    Hey, ich frage mich, ob das immer noch dieselben Blumen sind, die den riesigen Hund Puppy vor dem Guggenheim Museum in Bilbao schmücken. Er sah schon vor Jahren so aus !!!