Dune du Pyla / La Rochelle

Wir finden in Biscarrasse in einem Pinienwäldchen einen super Schlafplatz.

Da uns ein riesen Hunger quält, wird zuerst einmal was gekocht, und ausserdem ist es ja Sonntag, da bleibt uns nichts Anderes übrig als ein Sonntagsmenu zu kochen.

Nach dem Essen möchte Moni gleich den Abwasch machen, aber Oliver meint, er möchte lieber jetzt noch ans Meer solange es noch so schön hell ist und die Sonne zeigt sich ja jetzt auch noch kurz.

Also los. Am Strand rennt Laila schnurstracks los und frisst wieder was. Alles rufen nützt nichts und als wir bei Ihr sind, sehen wir, dass sie an einer angeschwemmten Qualle knabbert. Es hat sie in verschiedenen Grössen angeschwemmt, aber so einem Prachtskerl wie diesem, möchten wir beim Schwimmen nicht begegnen.

Leider muss da draussen im Meer irgendein Tankfrachter seine Öltanks gereinigt haben, denn an einigen Stellen ist der Sand schwarz verfärbt und es liegen überall so schwarze Sandklumpen herum.

Müde vom Essen und vom Strandspaziergang kehren wir zum Willi zurück, wo jetzt noch der ganze Abwasch auf uns wartet. Moni ärgert sich, dass sie das nicht noch vorher gemacht hat, denn jetzt ist alles eingetrocknet und so dauert der Abwasch noch länger.

Zum Schreiben sind wir auf jeden Fall beide zu faul, und so machen wir noch einen Jass und dann ab ins Bett. Wobei wir uns eigentlich gar nicht so auf unser Bett freuen, denn die Matratze wird immer schlimmer und wir freuen uns jetzt schon auf die Neue.

Am Morgen fragt Oliver nach Kaffee, doch Moni meint, sicher nicht, es ist ja noch dunkel. Bis Oliver ihr sagt, wie spät es ist. Also raus aus den Federn. Zumindest für Moni, das ist so unser Morgenritual, Oliver erhält den Kaffee im Bett und liest online Zeitung, sonst ist er nicht geniessbar. Doch heute wird nichts daraus, sein Telefon klingelt und so muss er aus den Federn und sich an die Arbeit machen. Moni und Laila geniessen einen schönen Morgenspaziergang im Pinienwald und so sind alle zufrieden.

Nachher fahren wir zur Düne, Dune du Pyla. Hier muss man um die Natur anzuschauen bezahlen. Nein, nein, kein Eintritt, dafür Parkplatzgebühr. 8 Euro für 2 Stunden. Es hat sehr viele Souvenirläden und Restaurants. Laila wird vom Platzeigenen Boxerrüden eskortiert und belästigt, bis Moni der Kragen platzt und sie ihn auf Französisch nach Hause schickt. Oliver guckt ganz erstaunt und meint: „Hei, der hat dich voll verstanden und haut ab.“ Der Aufstieg durch den Sand ist beschwerlich, aber anscheinend gibt es hier normalerweise eine Treppe, leider haben sie sie unten an der Düne erst bereitgelegt und der Wind bläst uns, je höher wir kommen, den Sand um die Ohren.

 

 

 

 

 

 

 

Aber schliesslich haben wir ja Kapuzen, zumindest Moni, Oliver findet das doof, also alles kein Problem.

Es ist wirklich gewaltig was die Natur alles hervorzaubern kann. Der Rückweg ist lustig, sogar Laila slidet im Sand den Berg hinunter. 

Beim Willi angekommen, leeren wir unsere Schuhe und beschliessen auf die andere Seite der Bucht zu fahren um diese riesige Düne nochmals zu fotografieren. Oliver jammert den ganzen Tag wo er überall Sand hat, in den Ohren, hinter den Ohren, zwischen den Füdlibacken, einfach überall wo sich der Sand absetzen kann. Ja das ist halt, wenn man die Kapuze nicht raufzieht.

 

So fahren wir auf die andere Seite der Bucht und spazieren dem Strand entlang durch das Villenviertel. Leider kann man nirgends ans Meer, aber die Sicht ist wunderschön und zur Abwechslung regnet es mal nicht.

 

 

 

 

 

Wir fahren gleich weiter zum Leuchtturm von Cardouan. Dieser Wunsch steht auch auf unserem Reise-PDF.

Aber als wir dort ankommen, sehen wir nur ein so ziemlich ausgestorbenes Dörfchen mit einem nicht wirklich imposanten Leuchtturm. Das kann doch nicht sein, wegen so einem Leuchtturm fahren wir hier hin. Also nehmen wir mal unser Reisebuch zur Hand. Das sieht ja echt super aus. Aber nein, im Buch steht, die Schiffe fahren von Ostern bis Allerheiligen. Oliver meint, ja dann fahren wir weiter. Aber  Moni glaubt es wieder einmal nicht, und will es mit eigenen Augen sehen, es könnte ja sein, dass die Angaben in unserem Buch nicht mehr stimmen. Oliver nervt sich, und Moni läuft durch das verlassene Dorf. Leider ist es tatsächlich so, wir sind eine Woche zu früh dran. Das wurmt Moni jetzt grausam, aber es ist so. Also zurück zum Willi und auf zu neuen Abenteuern.

Wir diskutieren noch, ob wir die Fähre nach Royan nehmen, oder ob wir retour und dann über Bordeaux fahren, aber wir finden, wir haben ja Zeit und sparen uns die rund 50 Euro für die Fähre.

So fahren wir also Richtung Royan. In Bordeaux sind einige Strassen gesperrt, doch unser Navi findet immer wieder den Weg. Doch irgendwann hat Oliver, unser alter Pfadfinder das Gefühl, hier stimmt doch was nicht. Jetzt führt uns dieses dämliche Teil doch tatsächlich zurück und will mit der Fähre nach Royan.

Oliver ist stinksauer. Da wir jetzt eh schon so lange unterwegs sind, beschliessen wir die Fähre von Lamarque nach Blaye zu nehmen. Wir haben Glück, und es fährt in 20 Minuten eine. Hier fahren die Fähren nur am Morgen und am Abend.

 

Also fahren wir nach Royan und gehen unseren Frust in der schönen Markhalle ausleben. So feine Sachen. Da geht es uns doch gleich wieder besser. Leider kauft da das Auge mit, und das ist dann immer mehr als unser Magen verträgt.

 

Also schnell einen Schlafplatz suchen und dann fein kochen.

 

 

Am nächsten Morgen, Donnerstag den 29. März,  geht’s nach La Rochelle. 

Wobei es eigentlich eher Mittag ist, denn wir haben uns noch nicht an die Sommerzeit gewöhnt, das heisst am Abend schon, nur am Morgen noch nicht. Also sind wir immer ein bisschen spät unterwegs. Aber was soll’s. Wir finden also in einer Nebenstrasse einen guten Platz und machen uns auf zur Stadtbesichtigung.

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Kommentare: 1
  • #1

    s'Tanti (Montag, 23 April 2018 18:47)

    Wow, da habt Ihr ja wieder eine tolle Wegstrecke abgefahren. So viele interessante Sachen innerhalb von ein paar Kilometern.
    Ich schaue immer zuerst die Bilder und Videos an, dann habe ich gestaunt. Hey, die haben ja einen Bären gesehen !!!! Ich habe mir dann das Bild vergrössert und musste erkennen, das ist ja die Laila. Aber auf den ersten Blick hat die Silhouette von Laila ausgesehen wie ein Bär.
    Diese Riesenqualle, wie schön muss die im Wasser ausgesehen haben.
    So schade, dass der Leuchtturm noch nicht zugänglich war. Nicht nur von aussen eine Wucht, auch das Innere ist sehr sehenswert. Vreni hat geschrieben, dass man beim Steg aufpassen sollte, da glitschig. Sie hat aber nicht geschrieben, dass sie selber ausgerutscht ist und ein nasses «Höschen» hatte !

    Wieder ein toller Reisebericht. Danke