Brest

 

 

Heute, am 2. April sind wir in Brest. Eigentlich hätten wir mehr erwartet, denn richtig viel hat die Stadt ja nicht zu bieten. Trotzdem geniessen wir es sehr, dass es nicht regnet und dass die Temperatur mit 14 Grad einigermassen angenehm ist. Wir finden unten am Hafen einen grossen Parkplatz auf dem wir unseren Willi deponieren und begeben uns über die grosse Treppe aus dem Jahr 1867 in die Stadt.

Es muss beeindruckend gewesen sein, wenn man die Stadt vom Schiff her, über diese grosse Treppe betreten hat. Oben angekommen steht man schon vor der grossen Festungs-Anlage, in dem das Militär beheimatet ist. Leider kann man diesen Teil der Festung nicht besichtigen und der andere, den man besichtigen könnte, hat geschlossen. Also machen wir uns weiter auf den Weg in die Stadt. Von der Pont de Recouvrance hat man einen guten Überblick auf die vielen Marine Boote und den Helikopter der irgendwie quer in der Landschaft steht.  

Ein wenig weiter hinten hat es eine Luftseilbahn die quer über den Meeresarm geht. Leider ist diese eher hässlich, sodass es uns nicht wirklich anmacht damit zu fahren. Wir gehen weiter die Einkaufsmeile von Brest entlang und staunen über die extrem günstigen Wohnungen und Häuser die man hier kaufen kann. So sehen wir ein 10 Zimmer Landhaus mit 400m2 Wohnfläche und 9000m2 Land für nur 200’000€. Unglaublich und auf dem Foto sieht es auch so aus, als ob es gut im Schuss sei. Bei den Mieten staunen wir aber diesmal in die andere Richtung. Eine 56m2 2 Zimmerwohnung kostet im Monat 560€. Das ist doch sehr teuer, wenn man bedenkt, für wie wenig man eine Wohnung kaufen kann.

 

 

Beim Weitergehen, treffen wir auf die Wohl hässlichste Kirche die wir in letzter Zeit gesehen haben.    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch von innen ist sie ganz erträglich, zumindest ist sie nicht so sinnlos mit Schmuck überhäuft wie die anderen Kirchen.

Da wir nicht wirklich viel sehen das uns den Ärmel so richtig reinnimmt, beschliessen wir, uns auf den Rückweg zumachen, durch den Kennedy Park, um immerhin noch ein Foto davon an Valentin zusenden.

Nun müssen wir aber Vollgas geben, da die Blase voll ist und dank Ostern ja alles geschlossen ist und leider auch nirgends ein öffentliches WC in Sicht ist. Also nichts wie zurück zu Willi.

Bedeutend gemütlicher machen wir uns nochmals auf, diesmal in Richtung Hafen, da wir einen Duft von gebratener Bratwurst riechen. Na ja, oder so was Ähnlichem, zumindest hat unsere Nase davon geträumt. Denn wir finden nichts, das nur annähernd einer Bratwurst entsprechen würde. Doch es hat viele kleine Restaurants die dem Hafen entlang, wie an einer Schnur aufgereiht sind und alle voll mit Leuten die den Osterschmaus im Kreise der Familie und Freunde geniessen.

 

Wir hingegen machen uns auf Richtung Norden an die Küste. Wir brauchen noch dringend Wasser und Diesel, die Tankuhr leuchtet schon seit gestern und wir haben sie bis jetzt gut ignorieren können doch langsam wird es Zeit uns darum zu kümmern. Wie es halt so ist, es hat weit und breit keine Tankstelle und die, die angegeben wurde, existiert schon seit langem nicht mehr. So fahren wir immer weiter mit dem unguten Gefühl vielleicht doch irgendwo stehen zu bleiben, was natürlich nur halb so schlimm wäre, da wir ja noch einen 20l Diesel Kanister in der Garage haben.

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