Saint Malo / Mont Saint Michel

Nach der kurvenreichen Strecke am Meer entlang, erscheint wie aus dem nichts, von weitem die Stadtmauer von Saint Malo. Wir fahren also schnell um die Bucht, um die Stadt von nahem zu begutachten. Sehr eindrücklich. Eine riesige Stadtmauer, die sich um die ganze Altstadt, inklusive Meerseite begibt. Spannender weise ist der Hafen höher als der Meeresspiegel, was dazu führt, dass alle Schiffe durch die Schleuse müssen. Zu unserem Glück ist gerade ein Englisches Schulschiff in der Schleuse um in den Hafen zu gelangen.

Nach diesem Spektakel machen wir uns auf zur Stadtmauer. Da man fast die ganze Stadt auf der Mauer umrunden kann, machen wir uns so, quasi von oben, über die Stadt her. Absolut beeindruckend, die riesigen Stadthäuser mit den unendlich gross scheinenden Fenstern und den innen angebrachten Fensterläden. Leider sind viele davon geschlossen, sodass man nicht in die gute Stube „spienzeln“ kann, wirklich schade.

Diese Tour hat uns doch ein wenig hungrig gemacht und so beschliessen wir etwas essen zu gehen. Leider sind die meisten Restaurants, „nach Oliver“ Touristenfallen, denn das was wir auf den Tellern sehen, entspricht nicht unserer Vorstellung von der feinen Französischen Küche und bei den Restaurants, die auch Oliver begeistern könnten, findet er, dass wir absolut underdressedseien und die aus diesem Grunde nicht in Frage kommen. Also plagt uns der Hunger immer weiter, bis wir uns durchringen in eine Pizzeria zu gehen, denn da können sie nicht viel falsch machen und unsere Kleidung ist dafür auch Ok. Und siehe da, so ist es. Wir bekommen eine sehr feine Pizza und zum Dessert gibt es oben drein noch ein Tiramisu und eine Crème brûlée. Sehr zufrieden machen wir uns wieder auf, den Rest der Stadt zu besichtigen, was sich absolut lohnt.

Nun wird es aber langsam Zeit, dass wir uns weiter auf den Weg machen in Richtung le Mont-Saint-Michel, der unser nächstes Ziel ist. Wir fahren dahin mit einem halb guten Gefühl, denn es soll ja eines der grössten Touristen Attraktionen von Frankreich sein. Unterwegs schauen wir immer nach Schlafmöglichkeiten und so sehen wir eine kleine Mühle die man besichtigen kann. Da wird es ja sicher auch einen Parkplatz haben auf dem wir übernachten können, oder? Gesagt getan. Wir fahren zur Mühle und ja wirklich, es hat einen Parkplatz, doch leider darf man den nur von 8.00- 20.00h benutzen. Super, immer dasselbe. Nichts desto trotz machen wir eine Mühlen-Besichtigung. Wir bekommen sogar ein auf Deutsch geschriebenes Blatt auf dem alles erklärt wird, wirklich sehr herzig.

Schlafplatz zu suchen. Doch weit und breit nichts. Auf einmal sehen wir den Mont-Saint-Michel am Horizont und „schwupsdiebub“ sind wir ohne es gemerkt zuhaben in den Fängen des riesigen Parkplatzareals und wie immer sind die Wohnmobil Parkplätze zuhinterst und kosten dafür am meisten. Hier kann man nur für 24 Stunden lösen, nicht wie bei den Autos, wo es zweistunden weise geht. Entweder 24 Stunden oder gar nicht. Grosszügiger weise bekommt man eine halbe Stunde Bedenkzeit in der das Parkieren gratis ist. Nein, das reicht bei weitem nicht um den Mont-Saint-Michel zu besichtigen. 

Denn nur schon der Weg bis zum Shuttle Bus ist fast so weit. Also denken wir uns, was soll’s, schlafen wir eben hier. Wir stellen uns so weit wie möglich weg von den anderen Wohnmobilen, sodass wir immerhin das Gefühl haben das „Geschnarche“ der anderen nicht mitzubekommen. Oder vielleicht auch, damit die anderen unser „Geschnarche“ nicht ertragen müssen, das sei so mal dahingestellt. Da es immer noch schön hell ist, machen wir uns auf in Richtung Shuttle Bus, der ist Gratis und wirklich zu empfehlen. Denn es ist eine echte Strecke von der hintersten Ecke des Parkplatzes zum Mont. Zudem sind es witzige Büsse, die besitzen kein Hinterteil nur zwei Forderteile und die Fahrer müssen an jedem Ende der Strecke die Fahrerhauskabine wechseln, das heisst, sie steigen aus, gehen um den Bus herum und steigen wieder ein und das bei jedem Wetter. Sehr wahrscheinlich hat die Französische Bus Gewerkschaft gesagt, dass die Chauffeure zu wenig Bewegung hätten und das ist nun vielleicht die Antwort. Wir beschliessen, obwohl es schon 18 Uhr ist, den Shuttle Bus zu nehmen und die Stadt zu besichtigen. Eine weise Entscheidung, denn als wir die kleinen Gassen sehen mit den vielen Souvenir Läden, können wir uns vorstellen wie es aussieht, wenn Millionen von Touris die Stadt stürmen und man kaum noch Platz zum Atmen hat. Aber so ist sie richtig herzig, die meisten Läden sind bereits geschlossen, dafür kann man Fotos machen und die Aussicht in Ruhe geniessen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    s'Tanti (Montag, 23 April 2018 19:10)

    Wunderschöne, stimmungsvolle Fotos. Wirklich zum Träumen und abhängen.
    Hey Monika, warum sitzt Du nicht in diesem Gezeitenbad ? Das hätte das Foto noch interessanter gemacht !
    Was für eine tolle Aufnahme des startenden oder landenden riesen Vogels, gut gelungen, Oliver.