Warwick Castel

In unserem Reisewunsch Buch werden wir nach Warwick Castel geschickt, was nicht gerade auf unserer Route liegt. Aber da wir ja keiner fixen Route folgen müssen, bauen wir Warwick kurzerhand ein. Warwick ist ein kleines Städtchen in Mittel England, das einen sehr beschaulichen Eindruck macht. Wir finden in einem Park einen Schatten Parkplatz, wo wir Willi und Laila für vier Stunden alleine lassen, zumindest haben wir mal für diese Zeit bezahlt.

Wasser haben wir natürlich auch in genügender Menge bereitgestellt und das WC-Fenster haben wir auch geöffnet, so steht unserer Besichtigungs-Tour nichts mehr im Wege.

 

Schon beim Überqueren der Brücke haben wir eine fantastische Sicht auf das Schloss.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Weg zum Schloss ist traumhaft, stell Dir mal vor, wie das getönt hat, wenn die Pferde hier durch diese Gasse hochgekommen sind. DasHufgeklapper muss ohrenbetäubend gewesen sein. 

Beim Schloss angekommen, wie könnte es auch anders sein, kommt zuerst mal das Zahlhäuschen. Die Frau hinter der Glasscheibe ist nicht sehr gut zu verstehen, und zum ersten Mal seit wir in England sind, wird sich auch nicht Mühe gegeben um etwas deutlicher und lauter zu sprechen. So sagt Oliver einfach ja ja undes erscheint ein Preis auf dem Display. Also, eigentlich wollen wir es nur besichtigen, und nicht gleich hier einziehen. Aber so wie es aussieht, haben wir jetzt das komplette Angebot mit allem Drum und Dran gekauft.Na dann nichts wie los, damit wir auch ja nichts verpassen.

So gehen wir gleich als erstes ins Castle Dungeon. Keine Ahnung was uns hier erwartet. Doch das erfahren wir schneller als uns lieb ist. Oh je, als erstes kommen wir in ein Ritterzelt. Jetzt stell Dir die Freude von Oliver vor, die wollen tatsächlich gestellte Fotos von uns machen. Das kommt gar nicht gut an. Na ja, als er sieht, dass die Frau Moni an den Pranger stellt und er Moni dann Köpfen darf, macht er doch mit vollem Elan mit. Haha. Nun müssen wir warten, bis ein Grüppchen von etwa 20 Leuten zusammen ist. Wenigstens wissen wir jetzt was hier abgehen soll. Also, das ist eine Gruselshow mit echten Menschen, mit dem Ziel uns in Angst und Schrecken zu versetzen. So werden wir dann von Zimmer zu Zimmer geführt, und in jedem wird eine andere Szene aus der düsteren Ritterzeit nachgestellt. Es ist wirklich echt gut und witzig gemacht. Zum Beispiel wird einem aus unserer Gruppe das Ohr abgehackt und um es noch echter wirken zulassen, spritzt dabei Wasser ins Publikum. Oder bei der Schlosshexe sitzen alle so auf Bänkli. Das ganze wird mit viel Licht und Spezialeffekten, Wind und Lärm aufgmotzt. Auf einmal wird es dunkel, dann wieder hell und da steht die Hexe direkt vor dir und schreit dir etwas entgegen, dann wieder kurz dunkel, die Bänke kippen nach vorne, wieder hell und die Mutter der Hexe, die auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, erscheint. Schon wird es wieder Dunkel und die Bänke kippen nach vorne. In den Bänken bewegen sich so Kugeln. Oliver springt fast vom Hocker vor Schreck, man könnte meinen, es will dich einer an den Eiern packen. Für die Frauen ist es eher eine Massage....

Ja, es ist wirklich witzig gemacht. Danach gehen wir zum nächsten Gebäude, da heisst es rette die Prinzessin in ihrem Turm. Moni will unbedingt die Prinzessin spielen, als wir sehen, dass es nur für Kinder von 3 bis 8 Jahren ist. Was für eine Diskriminierung, zum Glück gibt es noch andere Sachen zusehen, bei denen wir nicht ausgeschlossen werden. Also weiter. 

 

Zwischendurch erklimmen wir einen der Türme, wo wir eine super Rundsicht geniessen, und erst noch Willi im Auge haben. Aber er steht immer noch schön im Schatten.

Das ganze Schloss ist möbliert. Und in allen Zimmern sind mit Wachsfiguren alltägliche Situationen nachgestellt. Es ist wirklich sehr schön gemacht. Vor allem kann man sich so gut vorstellen, wie das damals zu dieser Zeit so war.

In einem anderen Gebäude sind die Stallungen und Küche, Schmiede, Sattlerei usw. nachgestellt Also wirklich, sogar im Pferdestall hat es nach Stall gerochen. Das Pferd hat gewiehert und den Schweif bewegt und das grösste, mit dem Auge gezwinkert. Auch die anderen Räume sind super eingerichtet, immer mit Musik oder auch Dialogen zwischen den Figuren.

 

Es gibt auch noch eine Show, Flight oft The Eagles. Wow, so schöne Tiere. Nach der Show will Moni sehen, wo sie Untergebracht sind. Das hätte sie allerdings besser sein lassen. Das ist ja so deprimierend, so schöne, stolze Tiere. Jedes der Adler, Eulen usw. hat ein eigenes kleines, halbes Häuschen, mit einer Stange wo es draufsitzen kann und einem Wasserbecken. Angebunden an einem 50cm langen Lederband. Und das nur um angeglotzt zu werden. Ja ok, sie dürfen immerhin während den Flugshows frei herumfliegen, könnten ja theoretisch auch abhauen, was sie ja nicht machen. Na ja. Oliver meint, dass ist halt immer das Problem bei solchen Tiershows. Aber man könnte sie ja auch anders halten.

Wir kaufen uns eine Glace und machen uns auf, die Türme zu erklimmen. Es wird zwar gross angeschrieben, dass es über 500 Tritte sind, und nichts für Schwangere, alte und herzkranke Menschen ist. Da wir das ja alles nicht sind, haha, machen wir uns voller Elan an die erste Treppe. Also los. Bald merken wir schon, dass der Hinweis nicht ganz unberechtigt ist. Es ist eng und die Stufen sind unterschiedlich hoch und einmal in diese Richtung oder in die andere schräg, was es nur noch anstrengender macht. Immerhin ist es eine Einbahnroute und es gibt somit keinen Gegenverkehr der einem in den engen Türmen entgegenkommt. Ja, für heute hätte sich Moni ihr tägliches Training sparen können. Die Aussicht aber belohnt uns umso mehr. Wir sehen wieder bis zum Willi, der immer noch schön im Schatten steht. 

Leider sind die vier Stunden schon fast um. Hier könnte man wirklich problemlos den ganzen Tag verbringen, wie das so viele machen, mit Picknick im Park. Aber ehrlich gesagt, merken wir jetzt doch, dass wir halt auch schon zu den älteren Semestern gehören. So machen wir uns langsam gemütlich auf den Rückweg zu Laila, die sich auch freut, dass sie mit uns noch ein wenig draussen im Park spielen kann.

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