Wir geniessen die Hebriden

Wir geniessen die Hebriden und die extreme Freiheit hier sehr. Eigentlich egal wo man hier ist, man darf überall hin, wo man will. Niemand sagt etwas oder nervt sich über Touristen, die mit Ihrem Wohnmobil die schönsten Plätze am Meer suchen und hier haben wir mit Willi wieder mal einen riesen Vorteil. Erstens, dass wir an die schönsten Plätze gelangen und zweitens, weil sich die Einheimischen immer freuen, wenn sie ihn sehen. Fast immer geht ein Daumen nach oben, wenn uns jemand sieht. 

Wir spazieren stundenlang an den einsamen Stränden entlang, kochen uns was Feines, geniessen die Aussicht und die Ruhe. Einmal am Tag machen wir uns ein wenig weiter Richtung Norden, meistens aber nur für wenige Kilometer, denn da hat es ja gerade einen optimalen Rastplatz mit Aussicht, einen wunderschönen Weg zum Laufen, Tiere zum Beobachten oder schlicht ein paar halb wilde Ponys zum Streicheln. 

So vergehen die Tage wie im Flug und Moni meint immer wieder, wir sollten mal etwas weiterfahren, damit wir dann auch sicher am 15. Juni wieder in Edinburgh sind.

Uns überrascht es, dass es in dem kleinen Provinz-Laden eine riesen Auswahl an Wein hat und es werden erst noch alle Weissweine in einem Weinkühler auf Trinktemperatur gebracht

Weniger erstaunt hat uns, dass es eine Riesenauswahl an Whiskeys gibt. Auch die Auswahl an Gemüse und Früchte ist sehr gut. Nur die Preise sind etwas höher als auf dem Festland. Beim Diesel merken wir das ganz extrem, da kostet der Liter schon mal knapp 1.90 CHF im Gegensatz zum Festland wo wir meistens so um die 1.70 CHF bezahlt haben.

Was uns persönlich sehr stört ist, dass der Schotte offensichtlich nicht viel von fachgerechter Entsorgung hält und so überall alte Fischernetze, Fangkörbe, bis alte Autos und Pneu’s einfach in der Landschaft entsorgt werden. Die denken sich vielleicht, wir haben ja genügend Natur.

Ja das kennen wir ja schon von den meisten anderen Ländern, nur in Marokko kann man das noch halbwegs nachvollziehen, aber hier in Schottland fällt uns das massiv schwerer. Denn hier sind die Leute nicht so arm, dass sie sich in erster Linie um ihr eigenes Leben kümmern müssen. Zumindest reicht es bei vielen für einen grossen SUV, wie den Porsche Cayenne oder einen Range Rover und wie sie alle heissen. Also wirklich arm ist der Schotte nicht, umso trauriger wie sie hier mit der Natur umgehen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Leve (Dienstag, 22 Mai 2018 10:08)

    Dann fotografiert den Abfall, wie er herumliegt und auf Facebook damit. Wenn wir das alle teilen reagiert der schottische Tourismus Verein wahrscheinlich darauf.