Zurück auf dem Festland

Nach der entspannenden Fahrt mit der Fähre von Stornoway nach Ullapool sind wir 

wieder zurück in Schottland. Wir müssen sagen, sämtliche Fähren zu den Hebriden und auch die kleinen zwischen den Inseln, befinden sich in einem super Zustand und kommen äusserst gepflegt daher und das erst noch zu einem Preis, der in keinem Verhältnis steht zu den wirklich schmutzigen Fähren, die von Calais nach Dover fahren. Auf der letzten hätten wir sogar noch duschen können, in einer super schönen und sauberen Dusche.


Weit fahren wir nicht, denn das Wetter ist herrlich, und wir haben ja Zeit. Beim ersten schönen Platz, der sich auch als Schlafplatz eignet, halten wir und packen die Liegestühle aus. Im Hintergrund wunderschöne Berge, die Moni so ziemlich reizen. 

Nach dem Abendessen macht sie sich auf den Weg. Schon ziemlich weit oben trifft sie auf Rehe, die sie erstaunt anschauen. 

Die Abendstimmung ist herrlich und die Aussicht entschädigt sie für den Aufstieg. 

Am nächsten Morgen fahren wir auch nicht wirklich weit, denn wir finden wieder mal ein Strässchen, das zu einem kleinen See führt. Perfekt. Es ist warm und windstill, sodass wir wieder die Liegestühle auspacken und Laila kann das Planschen im See geniessen.

Am nächsten Morgen wachen wir auf und sind total zerstochen. Oliver’s Blut muss besser sein, er hat mindestens hundert Mückenstiche. Moni versichert ihm zwar glaubwürdig, dass sie ihm nachts nicht die Decke weggezogen hat. Schliesslich hat sie auch einiges abbekommen. Wir können uns nicht vorstellen, wann das Massaker passiert ist. Denn so richtige Mücken haben wir nicht gesehen. Aber es hat draussen und auch im Willi so kleine fliegende Dinger, sehen aus wie diese kleinen Fruchtfliegen, oder diese fiesen Fliegen, die manchmal die Pflanzen in der Wohnung heimsuchen. Aber, dass diese Dinger stechen, wussten wir am Anfang noch nicht und hören kann man sie auch nicht. Das Schlimme ist, die sind so klein, die kommen bei jedem Mückennetz durch und kommen sogar bei der Kühlschranklüftung rein. Das ist echt eine Plage.

Hat jemand eine Idee? Für kreative Vorschläge sind wir offen. Aber bitte bevor wir eine Bluttransfusion brauchen. Laila lässt das ganze kalt. Die wird auch nicht angegriffen. Vielleicht sollten wir uns auch ein Fell wachsen lassen. Nicht duschen nützt nichts, das haben wir schon probiert. Hi Hi.

 

 

Am nächsten Tag fahren wir mal ein bisschen weiter. Dann sehen wir einen Wegweiser zu einem Wasserfall. Also los, nichts wie hin. Es ist sehr schön gemacht, es hat so eine kleine Minigolfanlage und ein paar Hinweistafeln, auf denen steht, warum das hier gebaut wurde. 

Danach besichtigen wir den Wasserfall. Das Wasser sieht aus, wie wenn man sich ein Glas Coca Cola einschenkt. Und anscheinend sieht man hier ab Juli die Lachse heraufspringen. 

Es hat auch noch einen Waldlehrpfad. Also, es ist wirklich ein schöner Wald und auch das Waldwegli ist herzig, aber es ist nirgends was angeschrieben. Oliver findet, das ist doch kein Lehrpfad, also übernimmt Moni den Part des Lehrers und fragt ihn ständig: „Wer weiss was das für ein Baum ist? Und was für Tiere leben in diesem Teich?“ Aber Oliver findet das nicht lustig. 

Er meint, es ist paradox, wenn man unten beim Restaurant Tafeln anbringt, an denen steht wie wichtig ein intakter Wald ist, und man vom Lehrpfad aus, an gerodete Waldstücke sieht, die nicht aufgeräumt und auch nicht neu aufgeforstet werden. Oder ein paar Mal hat es so Sachen, wo man dem Spieltrieb seinen Lauf lassen kann. Moni ist da voll dabei, aber Oliver findet, die müssten doch schreiben was man hier machen muss. 

Also gehen wir wieder zum Willi zurück und fahren noch ein kleines Stück, bis wir wieder einen Platz finden um den angebrochenen Tag zu verbringen. Heute bleiben wir im Willi, obwohl es eigentlich schön ist, aber es hat uns einfach zu viele stechende Flugobjekte. Am Nachmittag genehmigen wir uns ein Mittagschläfchen. Ja das wird für uns eine Umstellung, wenn wir dann Schottland mit unseren Freunden erkunden. 

 

Also, da wir echt ein Problem mit den kleinen Biestern haben und nicht auf Deine Mithilfe warten können, haben wir uns im Internet schlaugemacht. Die Dinger heissen Midges, und kommen bei den normalen Mückennetzen problemlos durch und man empfiehlt, nicht zwischen April und Oktober nach Schottland zu fahren. Ha Ha. 

Wir haben jetzt in einem Laden Mückenspray gekauft, da unser von zu Hause bei diesen beisswütigen Mücken nicht hilft. Übrigens, die Dinger stechen nicht, die beissen.

Den Smidge-Spray haben wir in einem Coop gekauft für 6.99Pfund.

Nach heutiger Zählung aller Bisse, die Oliver erwischt hat, sind es über 300. So haben wir auch noch gerade 2 Salben gekauft, da unser alt bewährtes Fenistil nur begrenzt hilft. 

Wir fahren nun also von Ullapool quer durch Schottland nach Edinburgh. Immer wieder sehen wir im Wald riesige Rhododendron-Bäume. Das sind keine Pflanzen oder Büsche mehr, sondern richtige Bäume. Es gibt sie fast in allen Farben. Richtig schön, wie sie so leuchten.

Wir sehen in Corrimony wieder einmal einen braunen Wegweiser und finden, wir gehen der Sache nach. Als wir zum Parkplatz kommen, hat es bereits einen Reise Car dort, und wir denken uns: „Hei cool, dann muss es ja sehenswert sein.“ Wir laufen ein kleines Stück und sehen von weitem wieder einmal nur einen Steinhaufen. Ach wieder nur Steine. Aber wir gehen es trotzdem genauer besichtigen und zu unserer Überraschung ist es ein Steinhaufen mit grossem Loch, das als Grabkammer diente. Ja, hier haben Sie sich früher echt Mühe gegeben, wenn jemand gestorben ist.

Als wir zum Loch Ness kommen, müssen wir doch ein bisschen schmunzeln. Das Nessie wird hier wirklich gross vermarktet. 

So halten wir auf einem Parkplatz direkt am See und lassen unsere Augen über den See schweifen. Nach Stundenlangem beobachten, sehen wir weit hinten so kleine Wellen im Wasser, die immer grösser werden. 

Wir trauen unseren Augen nicht, das sind ja zwei. Jööö, endlich ist es nicht mehr alleine. Und wir haben sie entdeckt.

Im Cairngorms National Park, erstaunt es uns wieder einmal, dass es so wenig Parkplätze zur Verfügung hat. So parkieren die Wanderer ihre Autos halt einfach am Strassenrand. Schade. Wobei wir auch staunen, dass es so viele schöne Wohnhäuser hat und natürlich, wie schon so oft in Schottland gesehen, einen grossen Golfplatz und das mitten im Nationalpark.

Auf der Weiterfahrt, sehen wir in Kingussi schon von weitem eine Ruine. Das müssen wir uns genauer anschauen. Die sieht echt gut aus, und Parkplatz hat es auch genügend. Also parkieren wir gleich so, dass wir auch über Nacht hierbleiben können. Es wurmt uns richtig, dass wir keine Drohne mehr haben. Es wäre hier so toll in der Vogelperspektive zu filmen. Aber nicht mehr lange, und dann haben wir wieder eine, die wurde nämlich schon in der Schweiz geliefert und muss jetzt nur noch nach Edinborgh gebracht werden. 

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Kommentare: 1
  • #1

    s'Tanti (Dienstag, 12 Juni 2018 18:22)

    Ui, ui, ui, Männerbeine und was für wüste !!!! Hat das fest gebissen ?
    Ha,ha, haaaa, gute Aufnahmen von den zwei Nessis, wir haben auf unsere Reise trotz tagelangem auf den See gucken nichts gesehen. Gratulation !