Fahrt nach Edinborgh

Wir hatten jetzt wirklich immer super Wetter, darum wollten wir Willi was Gutes tun, und haben ihn gestern so richtig schön geschruppt, damit das ganze Meersalz mal abgewaschen wird. Ist ja klar, und einen Tag später, wie könnte es auch anders sein, regnet es. Zum Glück haben wir noch Fotos gemacht, als Beweis, dass er doch zwischen durch auch aussen mal geputzt wird.

Ja und leider fahren wir am nächsten Tag durch solche Strassen. Aber ehrlich gesagt, finden wir Willi auch schöner, wenn er so dreckig ist, denn sauber und glänzend passt einfach nicht zu ihm.

Wir haben jetzt beschlossen, wenn wir einen Schlafplatz finden, zuerst Laila rundherum schnüffeln zu lassen. Denn sie findet alles, was wir sonst erst später sehen oder riechen würden. Einmal war es ein toter Dachs und einmal ein Tier, was vor lauter Maden nicht mehr erkenntlich war. Da haben wir aber extra keine Fotos gemacht, sondern sind ganz schnell weitergefahren. Ja so mit der Zeit, weiss man auf was man achten muss, für einen guten Schlafplatz.

 

 

 

 

Am Anfang dachten wir, jö, immer wieder diese herzigen, alten, roten Telefonkabinen mitten im Wald.  Die haben noch Freude an Sachen von früher. Aber jetzt müssen wir das korrigieren. Diese Telefonkabinen sind wirklich alle noch in Betrieb, und wir wissen jetzt auch warum. Das Internetnetz ist hier in Schottland absolut noch nicht ausgebaut. Mal hat man Netz, und dann wieder sehr lange keines. Das ist eigentlich sehr erstaunlich, in Marokko war das Netz super ausgebaut, sogar in den Wüsten gab es Verbindung. Darum, wenn man hier mal eine Panne hat, kann man zur nächsten Telefonkabine laufen und sofern man Münzen hat, Hilfe anfordern. Ohne Münzen, keine Hilfe. Dann bleibst Du halt im Wald stehen.


 

 

Während wir so an saftig, grünen Wiesen vorbeifahren und durch dichte dunkle Wälder fahren, sehen wir auf einmal ein Rudel Hirsche, die gemütlich unter einem Baum liegen. Sowas haben wir noch nie gesehen, und es sind keine Zuchthirsche, denn sie sind auch nicht eingezäunt. Aber als wir zwei Kurven weiterfahren, wird uns alles klar. Hinter einem riesigen Zaun, auf einer grossen Wiese, stehen sicher hundert Rehe zum Teil mit ihren Jungen. 

Da ist der natürliche Trieb anscheinend grösser als die Angst vor den Menschen. Wobei wir hier bis jetzt auch noch nie einem Jäger begegnet sind. Hier Fischen die Menschen lieber.  

In ‎Aberfeldy müssen wir wieder einmal unseren Kühlschrank füllen. Es hat extra einen separaten Parkplatz für grosse Auto’s und Lastwagen. Also parkieren wir Willi dort und schauen uns unseren Parkplatznachbar ein bisschen genauer an. Das ist ja cool. Das ist eine fahrende Bank. So wie bei uns früher der Migroswagen. Da wir noch, von einem früheren Aufenthalt in England eine 5 Pfund Note haben, die in den Läden nicht mehr genommen wird, geht Moni rein und wechselt die Note. Leider dürfen wir nur von aussen den Bus fotografieren. 

Schon erstaunlich, eine Frau sitzt vorne hinter dem Lenkrad, dann ein Vorhang, der nur halb zugezogen ist, und dann eine Frau, einfach hinter einem Schreibtisch und ein Sitzbänkli für die Wartenden hat es auch noch. Super, so müssen die Leute für ihre Bankgeschäfte nicht in die grossen Städte fahren. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0