Dublin

Da es leicht nieselt ist unser erstes Ziel in Dublin das bekannte Gefängnis Kilmainham Gaol. Offensichtlich sind wir nicht die einzigen die das mässige Wetter so austricksen wollen. Da man das Gefängnis ausschliesslich geführt in Gruppen besichtigen kann, muss man wohl oder übel auf einen freien Termin warten und dies kann, wie in unserem Fall, schon mal 2 bis 3 Stunden dauern. 

Wir überbrücken die Zeit bis zu unserer Führung in einem Pub, bei einem kühlen Bier, mit Fish & Chips. Für uns ist es jetzt auch mal spannend zu sehen, was die Iren an einem Sonntagnachmittag so treiben. Die ganze Familie sitzt im Pub. Mit kleinen Kindern und aber auch mit den schon jungen Erwachsenen und schauen Fussball, trinken Bier und machen zwischen durch mal derbe Witze, die wir nur halb verstehen. Zum einen, wegen der doch etwas speziellen Aussprache und zum anderen, der Humor, der sich doch ein klein wenig von unserem unterscheidet.

 

Doch hurra, so geht die Zeit wie im Flug vorbei und wir können endlich das Gefängnis unter die Lupe nehmen. Wir sind eine Gruppe von ca. 30 Leuten und der Guide ist ein echter Theatraliker. So überschwänglich wie er die Geschichte erzählt, könnte man meinen, dass er ganz persönlich dabei war und unter dieser immer noch stark leidet.  

Ja, die Geschichte ist schon schlimm, das stimmt, so wird uns erzählt, dass dies ein hoch modernes Gefängnis war zu dieser Zeit, da jeder Insasse theoretisch eine eigene Zelle hatte und nicht mehr alle, Kinder, Frauen, Mörder, Diebe und was es sonst noch alles so gab, in einer Zelle sassen. Der jüngste Insasse war ein Dieb und war gerade mal 5 Jahre alt. Auch erfahren wir, dass es bei der grossen Hungersnot viele gab, die ein Verbrechen begingen um ins Gefängnis zu kommen, da der Staat ihnen Essen und Trinken geben musste. Das Gefängnis war mal für hundert Leute ausgelegt und musste zu Spitzenzeiten bis 9000 Menschen aufnehmen. Das Gefängnis kommt uns gleich sehr bekannt vor, weil man es aus vielen Filmen kennt. 

Am Abend streifen wir durch die Gassen des bekannten Temple Bar Quartiers und geniessen die fröhliche Atmosphäre, und die Irische Life Musik die aus den Pub’s kommt.

Moni wird von der lauten Musik magisch angezogen und Oliver eher abgestossen. Doch irgendwie kommt jeder auf seine Rechnung. In den lauten, wo so richtig die Post abgeht, geht Moni kurz rein, zieht sich die Partyatmosphäre schnell rein, während Oliver draussen wartet. Für sie, (kurze Zeit) für ihn (na endlich) laufen wir weiter.

Um 21.30 Uhr stehen wir vor dem Hotel wo Marielle und Kevin einquartiert sind. So schreibt Oliver: „Jetzt stehen wir gerade vor eurem Hotel.“ Kurze Zeit später schreibt Marielle retour: „Und wo seid ihr jetzt? Kommt ihr noch auf ein Bier?“ Da wir nur gerade im Tesco gegenüber sind, um Kleingeld für die Parkuhr zu wechseln, sind wir ja noch nicht viel weitergekommen und so treffen wir Marielle und Kevin noch zum Schlummertrunk, in einem Pub mit ruhigerer Life Musik.

Am nächsten Tag geht das Dublin Programm weiter mit dem Trinity College, Old Library, St. Andrews Church und nochmals das bekannte Quartier Temple Bar, dieses Mal bei Tage. 

Dann weiter zum Dublin Castle und im St. Patricks Park machen wir Pause mit Kaffee und Kuchen. Während wir so dasitzen, sehen wir, wie eine junge Frau ihren Begleiter in die Toilette reisst. Einige Zeit später kommen sie zerzaust und mit roten Backen wieder raus. Ist schon spannend, wenn man Zeit hat, um die Leute zu beobachten.

Und immer wieder begegnen wir einer etwas speziellen Tafel in Dublin. Wir haben bis heute nicht herausgefunden, was es genau bedeutet.

Nach einer halb ruhigen Nacht, mitten in Dublin, machen wir uns am 17. Juli morgens um 7.30 Uhr auf zum vereinbarten Treffpunkt, da wir Marielle und Kevin zu Ihrem Wohnmobil Autoverleiher fahren. 

Die Übergabe des Gefährtes geht ruckzuck und wir können uns gleich Richtung Belfast auf den Weg machen.

Oliver fragt die Vermieterin noch, ob sie uns noch gerade ein: „Musst see“, in der Umgebung weiss. Sie meint: „Ja, auf jeden Fall muss man die prähistorischen Stätten von Slane-Knowth besuchen.“ Also nichts wie hin. Das muss ja eine grössere Sache sein, denn es gibt ein Museum und zwei etwas weiter entfernte Grab und Kultstätte, die man mit einem Bus erreicht. Wir beschliessen das gesamte Packet mit allem zu erwerben und machen uns nach einem kleinen Imbiss sogleich auf zur ersten Busfahrt, die ca. 10 Minuten in Anspruch nimmt.  

Hier befinden sich mehrere Steinhügel in allen Grössen und aussen, rund um das Hauptgebäude, sind schön verzierte Felsblöcke drapiert.  Drei davon sind auf unerklärliche Weise verschwunden, erzählt man uns. Wie man solche Steine klauen kann ist uns ein Rätsel. Nach einer Stunde werden wir wieder zurückgefahren, wo wir dann gleich in den nächsten Bus umsteigen können. 

Dieser Steinhaufen ist noch grösser und mit weissen Steinen verziert. Das muss zu dieser Zeit ein echt imposantes Gebäude gewesen sein. Hier darf man sogar in den Stein-Wall hinein und in der Mitte befindet sich ein relativ grosser Raum mit 4 Nischen, in jede Himmelsrichtung eine. Der Eingangs-Pfad wird während der Sonnenwende vom 21. Dezember vom Sonnenlicht geflutet, das man uns nun mit einer simplen Lampe demonstriert.

Dieser Steinhaufen ist noch grösser und mit weissen Steinen verziert. Das muss zu dieser Zeit ein echt imposantes Gebäude gewesen sein. Hier darf man sogar in den Stein-Wall hinein und in der Mitte befindet sich ein relativ grosser Raum mit 4 Nischen, in jede Himmelsrichtung eine. Der Eingangs-Pfad wird während der Sonnenwende vom 21. Dezember vom Sonnenlicht geflutet, das man uns nun mit einer simplen Lampe demonstriert.

Zu guter Letzt können wir noch bei einer Verlosung mitmachen. Der Hauptgewinn ist, wie könnte es anders sein, ein Freiticket für den 21.12.2018 um das Spektakel selber in echt mit zu erleben. Ja, zugegeben, die Begeisterung hält sich bei uns in Grenzen, zumal die Chance, dass die Sonne, falls sie dann gerade scheint, bis in das Innere des Steinhaufens eindringen kann, ist mehr als nur fraglich. So beschliessen wir, diese einmalige Chance sausen zulassen und weiterhin ohne diesen überwältigenden Eindruck weiter zu leben.  

In Annagassan finden wir unseren ersten gemeinsamen Schlafplatz. In einem herzigen Hafen und sogar mit Wasseranschluss. Gegen Abend kommen nochmals zwei Wohnmobile. Aber der Platz ist ja gross genug. Wir sehen ein, hmm, wir sagen jetzt mal selbstgebautes Schiff, das mit der nächsten Flut ausläuft. Die Besitzer winken uns freudig zu. 

Allerdings sehen wir am nächsten Morgen, dass sie nicht sehr weit gekommen sind. Also entweder hat sich das Meer schneller zurückgezogen als das Schiff vorangekommen ist. Auf jeden Fall stehen sie jetzt ein bisschen ausserhalb des Hafens, völlig schräg im Meeresschlick.

Als wir in Belfast ankommen, machen wir uns sogleich auf ins Titanic Museum. Ein sehr moderner Bau, genau an der Stelle, wo einst dieses Prachtteil gebaut wurde. Und auch hier werden die Menschenmassen nur gestaffelt ins Museum gelassen. Was aber nicht viel nützt, denn der Andrang ist so enorm und es gibt so viel zu Lesen, dass sich vor jeder Tafel eine Menschen Traube bildet, in der Hoffnung etwas vom Text lesen zu können. 

Es hat sogar eine Art Gondelbahn, die einem durch die Geschichte des Baues der Titanic führt. Wir werden von einer Person gefragt, in welcher Sprache wir die Geschichte hören möchten, doch leider stellt die Person, die das einsteigen der Gondel überwacht einfach automatisch auf Englisch um. Da es viele Nebengeräusche hat, und sehr schnell gesprochen wird, muss man sich richtig anstrengen um möglichst viel mitzubekommen. Doch alles in allem ist es ganz unterhaltsam und lehrreich. 

Auch die Besichtigung der SS-Nomadic ist interessant. Sie ist das letzte Schiff der White Star Line. Schade, dass der Maschinenraum nicht auch zu besichtigen ist.

Am nächsten Tag schlendern wir noch durch Belfast, das heisst Marielle, Kevin und Monika. Oliver bleibt mit Laila im Willi und muss zur richtigen Zeit die beiden Parkuhren wieder füttern. Ja und so nebenbei muss er noch ein bisschen Arbeiten. So sehen wir das Grand Opera House, und die bekannte Crown Bar, das ist ja ganz edel. 

Gemütlich schlendern wir durch die Strassen. Hier werden die Häuser zum Teil alt mit neu gemischt.

Donegall Square und die Belfast City Hall, diese können wir sogar besichtigen. So ganz nebenbei laufen wir am Eingang zur Quenn’s Arcade vorbei, mit ihren noblen Geschäften.

Hier gibt es auch sehr viele Alkohol freie Zonen, wo es Bussen bis 500 Pfund gibt, wenn man an der Öffentlichkeit Alkohol konsumiert.

Der Victoria Square. Ein Einkaufshaus mit Glaskuppel. Man kann sogar gratis mit dem Lift ganz nach Oben fahren und dort die Aussicht geniessen. Das Ganze ist echt edel gemacht. Es hat sogar eine Hinweistafel, dass es neu auch Toiletten gibt, aber leider sind die nicht zu finden. So fragt Moni einen Sicherheitsbeauftragten, ob er wisse, wo sich die Toiletten befinden. Oh Schreck, der Gute begleitet sie über 2 Stockwerke bis genau vor die Türe und Moni hat schon Angst, dass er sie noch ganz begleiten will, aber nach dem er ihr die Türe aufgehalten hat, lässt er sie zum Glück alleine.

Der St. George’s Market ist leider nur jeden Freitag und Samstag geöffnet. Wäre sicher noch interessant gewesen, so durch die Stände zu schlendern.

Und natürlich noch die Kirche von Belfast

Nach dieser Städtebegehung laufen wir wieder zu Oliver, wo dieser gerade fertig ist. Das passt ja wunderbar. So fahren wir noch zur bekannten Falls Road, in das Quartier der Katholiken, mit den vielen Wandgemälden, die den Protest der Katholiken und den Protestanten zeigen. Das ist so eindrücklich, dass wir parkieren um das Ganze zu Fuss zu besichtigen. Wahnsinn, und das in der heutigen Zeit, im Jahre 2018! Auch heute noch finden Protestmärsche statt, wo dann die Polizei die Quartiere mit diesen schweren Eisentoren abriegelt um die Menschen voreinander zu schützen. 

Zum Teil sind diese Gemälde richtige Kunstwerke.

Unser Schlafplatz beim Carickfergus Castle, auf einem grossen Parkplatz, ist nicht der Schönste, aber ganz OK für eine Nacht. Während der Abendrunde mit Laila, führt uns unser Weg zufälligerweise genau an einem Mac Donalds vorbei und so kommen wir noch in den Genuss eines Soft-Ice. 

Giants Causeway, wer kennt sie nicht, diese sehr spannenden Steinformationen. Alle Steine sind 5-8 eckig und wie Säulen aneinander gestapelt. Übrigens, es würde keinen Eintritt kosten, auch wenn einem der Mann beim Parkplatz dies so vermittelt. Eigentlich kostet nur der Besuch des Indore Museums und das ist das Geld unserer Ansicht nach nicht wert.  Einfach Parkieren und runter gehen zu den Steinen, die lohnen sich auf jeden Fall. 

Auch der Weg oben entlang der Klippe ist faszinierend. Wenn man mal oben ist, hat man eine super Aussicht über die gesamten Steinformationen. Und das Beste daran ist, da es viele Tritte hat, die nach oben führen, ist es den meisten Besuchern zu anstrengend, und so können wir es ganz für uns alleine geniessen.

Am Abend zelebrieren wir wieder das gemeinsame Kochen, was uns allen viel Spass macht und die perfekt geformten Hamburgerli von Marielle sind ein Genuss.

 

Übrigens bei den Einkaufscentern von Tesco, finden wir jedes Mal eine riesige Auswahl an Einkaufswagen. Hier geht man wirklich auf das Bedürfnis der Menschen ein. Normale Einkaufswagen, wo nur der obere Teil zum Einkaufen gedacht ist, oder riesige Wagen, die sind so tief, dass kleine Menschen fast in den Wagen plumsen, wenn sie ihre Einkäufe rausnehmen wollen.

Für behinderte Menschen ist der Wagen so gebaut, dass man ihn beim Rollstuhl einklinken kann. Und für Familien hat es für ein Kind zum Sitzen, oder für zwei Kinder zum Sitzen, oder eine Babyschale und ein Sitz oder zwei Babyschalen, oder nur einen, mit speziellem Ablagefach für den Maxi Cosi, natürlich mit Sicherheitsgurte.  Also in jeder erdenklichen Konstellation. Wahnsinn. Doch trotz all den super Optionen wollen wir ja keine Kinder mehr. Es gibt zum Teil sogar so eine Art elektrischer Rollstuhl mit Einkaufswagen. Hier wird wirklich auf die Bedürfnisse aller eingegangen.

 

In Malin Head, westlichster Zipfel von Irland, geniessen wir die schöne Aussicht und fragen uns, was es wohl in sich hat mit diesem grossen 80 EIRE. 

Bis wir die Tafel sehen, dies ist noch aus der Kriegszeit des 2. Weltkrieges, um damit Flieger zu informieren, dass es sich um Irland, welches ein neutrales Land ist, handelt. Hier gibt es sogar einen Verkaufswagen mit Kaffee und selbstgemachtem Kuchen. Anscheinend läuft der Laden gut, der Kuchen duftet wie frisch aus dem Ofen, sodass wir keine Chance haben, um den nicht zu kaufen. So gibt es schon kurze Zeit später einen neuen Halt, mit Kaffee und 4 verschiedenen Kuchen.  

Immer wieder halten wir an, um Fotos zu machen. Die farbenfrohen Häuser, die Landschaft, und die Farben, einfach schön.

In Carrigart-Meenformal finden wir wieder einen ruhigen, schönen Schlafplatz.  So gibt es noch einen Spaziergang durch die pure Natur. Die Aussicht ist traumhaft. Hier kommt jetzt das Irische Grün perfekt zur Geltung. So stellen wir uns Irland vor. Genau wie auf den Reiseprospekten. 

Es ist nicht so einfach wie in Schottland, aber trotzdem finden wir immer wieder super schöne Plätze.

Wir geniessen es, die Zeit zu viert zu verbringen und freuen uns, dass Marielle und Kevin ihre Ferien mit uns zusammen verbringen.

 

Die Strassen sind zum Teil schmaler als in Schottland und vor allem schlechter. Man könnte meinen, die kippen einfach ein wenig Teer auf die Erde und gut ist’s. Da hat Marokko zum Teil schon die besseren Strassen. Die Autofahrer sind ziemlich egoistisch. Hier werden Kurven in rasantem Tempo geschnitten, ohne Rücksicht auf Verluste. 

Einmal hätte es fast um Haaresbreite eine Frontalkollision mit einem Lastwagen gegeben, weil dieser in einer engen, unübersichtlichen Kurve noch einen Velofahrer überholte.  Aber zum Glück hat Oliver so geistesgegenwärtig reagiert. Nur leider waren es nicht nur Büsche und Sträucher, es hatte hinter dem Grünzeug eine Mauer mit verschieden dicken Steinen. Kurz gesagt, das heisst, unser Willi musste wieder leiden, aber immer noch besser als einen Frontalcrash zu kassieren und die Welt nur noch von oben anzuschauen.

 

Immer wieder sehen wir weisse Sandstrände, wo wir einfach anhalten und ein wenig die Füsse baden.

In Dunkineely-Killultan haben wir wieder einen Schlafplatz direkt am Meer. Wahnsinn wieviel Meter hier Ebbe und Flut ausmachen. Das müssen über 2 Meter sein. 

In Largydonell-Cloontyprughlish werden wir wieder einmal magisch von einem Berg angezogen. Der Wegweiser weißt uns zum Eagles Rock. Moni packt es wieder einmal, und will wissen, ob sich ihr tägliches Training auch lohnt, und macht sich sogleich auf die Socken, alleine da rauf zu marschieren.  Als sie retour kommt, schwärmt sie von der tollen Aussicht da oben. 

Am Abend grillieren wir, trotz Irischem Wetter und geniessen wieder einen gemeinsamen Abend mit jassen, reden und gemütlichem zusammen sein. Es ist schön, zu hören, was in der Schweiz so alles läuft. 

Am nächsten Morgen wollen sich Marielle, Kevin und Oliver die Aussicht auch noch genauer anschauen und machen sich auf den Weg. 

Moni wartet schon mit einer stärkenden Mahlzeit auf sie und danach fahren wir weiter. 

 

In Sligo-Carrowmore sieht Oliver wieder eine Anhäufung von Steinen. Also entschliesst er sich kurzfristig für einen Zwischenstopp. Als wir beim Ticketschalter ankommen, heisst es, Laila darf nicht auf das Gelände. Moni meint schnell, kein Problem, ich warte mit Laila. Aber Oliver meint, Laila kann auch alleine warten, und so lange dauert es ja nicht. Also bringt sie Laila zum Willi und muss nun doch Steine anschauen. Als sie retour kommt, meint Oliver, wir dürfen zum Familienpreis auf das Gelände und müssen nicht für 4 Erwachsene bezahlen. Da jetzt Marielle und Kevin Geschwister sind, unterbindet Moni sofort jegliches fingerlen. Na ja, unsere Begeisterung hält sich in Grenzen, und für die nächste Zeit haben wir unseren Bedarf an interessanten Steinen definitiv gedeckt. 

Wir mussten noch nie in einem Land so oft eine Vollbremsung machen, weil es sonst geknallt hätte. Sie schneiden die Kurven, überholen trotz Gegenverkehr und das Beste, sie machen dir einen Parkschaden, obwohl du neben dem Fahrzeug stehst, und sagen noch, obwohl wir zu viert den Crash gesehen haben: „Was? Ich habe nichts gemerkt!“ Ziemliche Ignoranten.

 

 

Die Klippen bei Ballycastle-Glenurla sind auch nicht ohne. So stehen wir hier und bestaunen dieses Werk der Natur. Die Klippen in Irland sind wirklich fantastisch.

Auch in Irland wird Torf gestochen. Aber hier machen sie so, ca. 30cm lange und 5cm im Durchmesser, runde Stangen. Wie es für uns scheint, stechen sie hier wahllos darauf los. In Schottland hat es so ausgesehen, als ob sie immerhin ein gewisses Konzept hätten. 

Die Gegend um Ballycroy-Dooghill ist traumhaft. Im Allgemeinen sind die Farben und die Natur sehr schön hier.

Unser Schlafplatz am Murrisk-Lecanvey Pier lädt zum Spazieren und meditieren ein. Ob das 3 Himmelsanbeter sind oder eine neue Jogaübung, aber sieht cool aus. Vor allem der erleuchtete Kevin macht sich gut. Aber genützt hat es nichts, es wird eine extrem stürmische und unruhige Nacht.

Am Donnerstag, 26. Juli steht die Kylemore Abbey auf dem Programm. Es hat sehr viele Touristen, und wir sind froh, sind wir schon um 11 Uhr dort, denn als wir gehen, stehen bereits mehr als 20 Cars auf dem Parkplatz. Wir sind ein bisschen enttäuscht, denn man kann nicht so viele Räume besichtigen und es hat einfach zu viele Leute.

Der Spaziergang zur Kirche für uns durch den Wald mit imposanten, alten Bäumen, der trotz den vielen Menschen eine gewisse Ruhe ausstrahlt.

Es gibt sogar einen Shuttle-Bus der uns zum Garten fährt.  

Wir alle sind uns einig, wir würden das Chef-Gärtner Häusschen nehmen. Dort macht der Gärtner im Cheminée gerade ein Feuer mit Torf, welches eine angenehme Wärme ausstrahlt. Der spezielle Geruch des Torfs finden wir ganz angenehm. 

Am Abend dann übertreffen wir uns selber mit unserem Menu. Es gibt ein Fleischfondue mit chinesischen Nudeln und fünf selbstgemachten Saucen, (Knoblauch, Tartar, Cocktail, 5 Gewürze, Koriander-Mango-Curry,) und schnippeln allerlei Gemüse, das in einer Panne zusammen mit einer feinen Flasche Rotwein gekocht wird. Die Holzspiesse ersetzen die Fleischgabeln. Und der kleine Gasherd vom Mietauto passt von der Grösse her perfekt. Da wir bis jetzt aus Gewichtsgründen nur 2 kleine Rüstmesser und ein Brotmesser dabeihatten, haben wir jetzt doch noch ein grosses Fleischmesser gekauft, und Kevin konnte es gleich ausprobieren, und musste das ganze Fleisch fein schneiden. Ja, man sieht schon, dass die zwei sehr viel miteinander kochen, das ist ein eingespieltes Team. So essen und plaudern wir den ganzen Abend bis alles weg ist. Ein echt gemütlicher Abend. So dass uns allen die kleine Nachtrunde mit Laila vor dem Schlafen gehen guttut und sich unsere überfüllten Mägen wieder ein wenig beruhigen.

Am Freitag sind wir dann schon in Galway. Ein sehr hübsches Dorf, zwar auch sehr Touristisch aber dennoch mit einem gewissen Charme. Leider fängt es an zu regnen und wir erwischen nur einen 2 Stunden Parkplatz, den wir dann nochmals um 2 Stunden verlängern.

Die Kirche ist auch ein Hingucker. Mal ganz was anderes, und in so schönen, warmen Farben.

Die Kirche ist auch ein Hingucker. Mal ganz was anderes, und in so schönen, warmen Farben.

Es ist schon verrückt, wie schnell zwei Wochen vorbei sind. So machen wir uns am Samstag auf den Weg Richtung Dublin. Um 15 Uhr müssen Marielle und Kevin ihren Caddy wieder abgeben. Wir staunen nicht schlecht, die Abgabe ist noch fast schneller gegangen als die Übernahme. Völlig locker und unkompliziert. Jetzt aber nichts wie los zum Flughafen. Wir haben noch eine zusätzliche Stunde als Staureserve eingeplant. Aber lieber zu früh als den Flieger verpassen. Und schon heisst es wieder Abschied zu nehmen. Für uns waren es schöne zwei Wochen die wir mit Euch verbringen durften. Herzlichen Dank für Euren Besuch.

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Kommentare: 3
  • #1

    Marielle (Mittwoch, 08 August 2018 20:55)

    Danke eu vielmal für die schöni Zämefässig vo eusne Ferie! Ish mega lässig gsi mit eu :D

  • #2

    Kevin (Mittwoch, 08 August 2018 22:22)

    Mega coole Bricht! Danke eu vielmal, sind zwei super Wuche gsi :D

  • #3

    s'Tanti (Donnerstag, 30 August 2018 09:54)

    So ein super schöner Reisebericht von Nordirland. Wunderschöne und interessante Fotos mit vielen Details. So macht es richtig Spass, in die Reiseerlebnisse von anderen hinein zu gucken.