Tintagel Castle

Am Samstag, geht es nach Tintagel. Für alle diejenigen, die nichts mit Tintagel in Verbindung bringen können, es geht um die Legende von König Artus und seine Ritter der Tafelrunde. Mehr dazu unter: http://www.mystisches-england.de. Also, da wir nun alle in etwa denselben Stand haben, gehen wir weiter Richtung Tintagel, zum Schloss von König Artus. Natürlich freuen wir uns auf die Begegnung mit dem mystischen, alten England. Schon die Anfahrt durch die vielen, kleinen und engen Strassen, bringt einem ein wenig in Stimmung, denn man weiss ja nie, was sich gerade hinter der nächsten Kurve verbirgt. Na, meistens ist es ein Auto, das uns viel zu schnell entgegenkommt und wir dann alle so ein abruptes Bremsmanöver vollziehen dürfen. Als wir endlich das Dorf Tintagel erreichen, stehen wir in einer Kolonne und warten, dass wir in einen der grossen Parkplätze fahren können, um da einen geeigneten Parkplatz für uns zu finden. Im Informations-Center bekommen wir einen Lageplan mit dem Hinweis, dass wir das Eintrittsticket weiter unten kaufen können, so wie, dass man den Hund mit auf das Schloss nehmen dürfe.  Also gut, wir machen uns auf durch das kleine Dorf und die tausenden Touristen, die alle genau die gleiche Idee am heutigen Tag haben. Bei der Verkaufsstelle wird Oliver von einem jungen Mann bedient, der nach der Frage, woher wir sind, auf Deutsch weiterspricht. Nach kurzer Zeit fragt er ganz leise, sprechen sie überhaupt Deutsch oder kommen sie aus dem französischen Teil der Schweiz? Oliver muss lachen, kann es aber unterlassen einen Scherz zumachen, obwohl er gerne gesagt hätte, nein, nur Italienisch. 

Aber gut, der junge Mann erklärt Oliver lang und breit, dass es einen England Pass gibt, mit dem wir, falls wir zum Beispiel Stonehenge anschauen gehen, schon 1£ sparen könnten. 

Ja da merkt Oliver das er älter wird. So schnell kann er sich nun doch nicht entscheiden. Der junge Mann meint: „Sie können ja mal Tintagel anschauen und falls sie es sich überlegt haben, danach bei mir den Pass machen lassen. Ich werde ihnen den vollen Betrag dann anrechnen.“ He super, das ist doch mal ein Angebot, zumal er das ja zuerst mit Moni besprechen will. Auf dem Weg erzählt er die ganze Geschichte und wir beschliessen einen solchen Pass zu machen. Endlich kommen wir an der Eingangs-Pforte der Ruine an und sehen die lange Treppe, vor der sich eine riesen Kolonne gebildet hat, da man auf ihr nicht kreuzen kann und es der einzige Zugang zum Burg Felsen ist. 

Die Höhenunterschiede der Treppenstufen sind enorm, so dass Laila zum Teil richtig springen muss. Wir machen uns schon jetzt Sorgen um unsere Knie, wenn wir da wieder runter müssen. Ja, für Kinder und kleinere Hunde als Laila, ist es echt schwierig. So auch für die Kinder vor uns, doch nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir durch das mystische Tor, durch das ja schon Merlin geschritten ist.

Was für ein Gefühl.


Ansonsten ist die Aussicht super schön, was einem ein wenig darüber hinweg tröstet, dass es sonst nicht wirklich viel hergibt.

Zudem hat es nun angefangen in englischer Manier zu nieseln, was einen Engländer kein bisschen zu irritieren vermag. Doch bei uns ist dem nicht so, wir können uns an dieses Wetter nicht wirklich gewöhnen. Wir fragen uns auch immer wieder, wie die Filme von Rosamunde Pilcher gedreht werden. Bei denen scheint immer die Sonne und bei uns hat es am Morgen immer Nebel und Nieselregen und am Nachmittag, wenn es aufhört zu nieseln wird es schwül und leicht tropisch, bis es wieder nieselt und der Nebel von neuem aufzieht. Auf dem Rückweg geht Oliver nochmals in den Ticket Shop um den Pass zu machen. 16 Tage für 67.- £ und wie versprochen werden ihm die 21.-£ anstandslos angerechnet. Nun können wir alle Sehenswürdigkeiten anschauen, ohne ab zu wiegen ob es sich lohnt oder nicht. Zufrieden sitzen wir auf einer Mauer, mit vielen anderen Leuten, und geniessen unser soeben erstandenes Glace, noch bevor der Nebel wiederkommt und die schöne Aussicht verschlingt. 

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