St. Michaels Mount

St. Michaels Mount, hier hat uns Philippe hingeschickt.

Am Sontag kommen wir nach St. Michaels Mount, das ist eine kleine Insel ca. 50m vor der Küste. Bei Ebbe kann man auf dem Steinweg hinüber spazieren und bei Flut kostet die Überfahrt 2 £ pro Nase. Wir parkieren in Marazion, das ist das Dorf an der Küste zum 

St. Michaels Mount. Es hat unheimlich viele Leute und der Parkplatz ist schon so voll, dass wir nur mit viel Glück eine Nische finden wo Willi nicht im Wege steht. Sogleich machen wir uns auf, in Richtung der Insel, die wir schon von weitem gesehen haben. Als wir am Strand, gegenüber der Insel ankommen, ist da ein grosses Dorffest, das wir uns nicht entgehen lassen können. Hier gibt es Live Musik, diverse Futterstände und einen kleinen Markt und natürlich sehr viele Leute.

Moni will unbedingt die vielen Marktstände abklappern. Na ja, da muss Mann eben durch, was soll’s. Die meisten Stände verkaufen irgendwelche gebastelten Sachen von denen man sich wünscht, dass man sie auf keinen Fall geschenkt bekommt. Die einzige Möglichkeit wie man sich über so etwas freuen kann ist, wenn es die eigenen Kinder gebastelt haben und das noch im Kindergarten wo man sie als Eltern sowieso in die Hochbegabten Ecke stellen möchte. Aber selbst da überlegt man sich im Stillen, wie man die Sachen entsorgen kann ohne jemanden zu Verletzen. (Hier gehen die Meinungen der Schreibenden auseinander.) Nun gut, es soll ja Leute geben die sich über selbstgemalte T-Shirts freuen. Kinder lassen sich das Gesicht bemalen oder vielleicht besser gesagt verschmieren, denn die meisten sehen eher schlimm aus. Das witzigste ist ein Töpfer-Schnellkurs. Das ist wirklich lustig, da zuzusehen wie ein Mann eine kleine Vase formt und je höher sie wird, desto instabiler wird sie, bis sie wieder zusammenfällt und er von neuem beginnt. 

Am Stand der ewigen Grossmütter kauft Moni sich einen Streusel Kuchen und wie es ebenso ist, machen Grossmütter schlicht den besten Kuchen, zumindest behauptet das Moni. Leider ist das Kuchenstück zu klein, dass Oliver auch noch zum Gaumencheck kommen könnte. So enthält er sich eines Kommentares. Aber für 50 Pence kann man ja auch nicht eine ganze Torte erwarten, oder? Wir geniessen die Musik und die angenehme Atmosphäre und die äusserst friedliche Stimmung, die uns so in den Bann zieht, dass wir schlicht vergessen in die lange Warte-Schlange zustehen, um auf ein Boot zur Überfahrt auf den Mount zu gelangen. Irgendwann ist der Wasserstand zu niedrig für die Boote und zu hoch um zu Fuss rüber zu gehen. So müssen wir armen, uns mit einer Glace trösten und vom Ufer aus, auf den St. Michaels Mount rüber schauen, ohne ihn zu betreten. 

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