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Gent, Belgien

Wir sind begeistert von Gent. Es erinnert uns an Amsterdam, ausser dass es viel weniger Touristen hat. Die Städte können einem schon leidtun mit diesen vielen Touristen. Wir haben oft das Gefühl, dass gerade die sehr beliebten Städte zu einem Einheitsbrei verkommen und ihren ursprünglichen Scharm und Identität verlieren. Auch für die Einheimischen muss es ein Horror sein, wenn sie am Abend keinen Platz in den Bars und Restaurants finden, weil die Touristen alles belagern.   

Gleich in der Altstadt finden wir einen super Parkplatz und lösen für das Maximum von 3 Stunden. Das kostet uns 10 €. Wir fragen uns manchmal, wenn wir so Reiseblogs lesen wo sie schreiben mit wie wenig Geld sie auskommen, was wir falsch machen. Wir haben heute gerade mal für 130.42 € wieder unseren Willi mit Diesel gefüttert. Wobei wir halt doch relativ zügig unterwegs sind. Wir fahren im Durchschnitt ca. 100km pro Tag. Aber schliesslich wollen wir ja auch was sehen von dieser schönen Welt. 

Also zurück nach Gent. Es hat überall sehr viele Blumen und es herrscht eine ruhige Atmosphäre in den Gassen und Kanälen. Überall hat es herzige kleine Strassenkaffee’s und viele Velofahrer.

Auf einem grossen Platz macht ein Mann mit seiner selbstgebastelten Schnur und einem Kessel Seifenwasser wunderschöne Seifenblasen. 

Während wir so diese Stimmung in uns aufsaugen und verträumt den Seifenblasen nachschauen, hören wir sanfte Klaviermusik. Ein wenig verzaubert folgen wir ihr und finden einen Flügel, der auf einem Anhänger steht. Es ist ein Mann, der hier so wunderschön spielt. Wir bleiben stehen und geniessen das Konzert, dass auf diesem überdachten Platz einfach himmlisch klingt. Auch Passanten dürfen ihr Können hier unter Beweis stellen. Was auch rege genutzt wird zur Freude der Anderen. 

Die Kathedrale und die Kirche haben wir natürlich auch noch besichtigt. Das hat sich zu einem Muss für uns entwickelt, denn die Unterschiede zwischen den vielen Kirchen die wir nun schon besichtigt haben sind riesig. Die einen sind gross und prunkvoll, die anderen schlicht und einfach, wieder andere sind mit viel Verzierung oder man hat das Gefühl, dass man in ein Kaffee kommt. Leider sind immer mehr Kirchen kostenpflichtig, was uns sehr stört, denn so wird ein grosser Teil der Leute ausgeschlossen. Bei dieser Kirche wird die Schlichtheit des Gebäudes durch die Höhe wieder wettgemacht. Im Hintergrund hören wir Musik aus den vielen verteilten Lautsprechern. Was uns bis jetzt so noch selten begegnet ist. 

Die Wasserburg Gravensteen sieht von aussen sehr imposant aus, aber wir finden, jetzt haben wir so viele Schlösser und Burgen gesehen, dass wir uns den Eintritt von 20 € sparen. 

Die 3 Stunden sind wie im Flug vergangen, also nichts wie zurück zum Willi.

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Kommentare: 1
  • #1

    Marielle (Freitag, 14 September 2018 12:38)

    Coole Bricht =D