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Rotterdam

Am Montag fahren wir kurz vor Mittag durch das riesige Hafenareal von Rotterdam. Sogleich wissen wir wieder, warum wir hier noch nie länger geblieben sind. 

Das einzige was Oliver im Internet findet, was uns noch gefallen könnte, ist die neue Markthalle und der lustige Wohnpark mit den Kubushäusern. Mal schauen, ob wir es bis dorthin aushalten, denn der Verkehr und die Strassen die einfach ohne Umfahrungsangaben gesperrt sind, machen es einem hier echt schwer. Nach einer gefühlten Ewigkeit, fahren wir an der Markthalle vorbei. So, jetzt nur noch einen Parkplatz finden. Tatsächlich finden wir gleich in einer Nebenstrasse einen. Beim Aussteigen wird uns auch klar warum hier alles frei ist. Weiter vorne wird ein grosses Gebäude abgebrochen, ohne Staubnetz und wie könnte es auch anders sein, der fiese Wind fegt uns den ganzen Staub in die Augen und in die offene Türe. Super! Oliver lacht nur, aber er hat ja auch eine Brille als Staubfänger. Beim Betreten der Halle werden wir von feinen Gerüchen empfangen. Da meldet sich doch bei uns gleich der Gluscht. Wir fragen uns, ob das rentiert, eine ganze Halle voll mit verschiedenen Essensständen, da ist ja die Konkurrenz gigantisch. Zudem erschwert es einem eine Auswahl zu treffen.

Ansonsten hat es zwei Weinhandlungen, einen Käse und einen Wurststand so wie eine Metzgerei. Am Wurststand gibt es so viele verschiedene Würste. Und wie könnte es anders sein, wir probieren ein paar, und kaufen dann den halben Stand leer. Dafür haben wir jetzt wieder einen feinen Vorrat. 

Die Markthalle ist gewaltig gross und in der Ummantelung sind alles Wohnungen. Die sind wirklich sehr mutig mit Ihrer Architektur. Gleich beim Ausgang sehen wir schon diese Kubushäuser. Das sieht ja spannend aus, rund um den Platz hat es viele architektonisch spannende Häuser. Das Riesenrad das unmittelbar neben der Markthalle steht, wirkt gerade etwas klein neben dem Riesenbau. 

Oliver sagt, so eine Wohnung würde er jetzt gerne von innen sehen. Da meint Moni, irgendwo habe sie ein Schild gesehen, vielleicht heisst das ja, man kann eine besichtigen. Und tatsächlich. Für 3 Euro kann man eine möblierte Wohnung anschauen. Also in jungen Jahren, wäre das sicher eine coole Wohnung gewesen. 

Aber wenn wir uns vorstellen, diese schmale und steile Treppe hinauf, mit 2 grossen Einkaufstaschen, dann ist das wohl nichts mehr für uns. Nach dieser ausführlichen Besichtigung machen wir uns mit unserem feinen Wurstsack zurück zum Willi um die Stadt mit gemischten Gefühlen zu verlassen. Einerseits die vielen hässlichen, grossen Neubauten die nicht wirklich unseren Geschmack treffen und anderseits diese mutige, eigenwillige Architektur die uns doch sehr imponiert hat. Im Grossen und Ganzen ist Rotterdam jedoch eine riesige Baustelle und ein noch grösserer Hafen mit unendlich vielen Industriegebieten

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Kommentare: 1
  • #1

    Vreni (Samstag, 27 Oktober 2018 20:02)

    .....also diese kubischen Häuser und Wohnungen wecken bei mir einen Drehschwindel !