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Saturina

Am Donnerstag, 25. Oktober 2018 fahren wir wieder einmal ein bisschen weiter. 

Unser Ziel ist Saturina, das ist ein Thermalort. Hier sollen sich schon die Römer vergnügt haben. Was für ein Anblick. Hier sprudelt 37 Grad warmes, sehr schwefelhaltiges Wasser aus dem Berg. 

Wir freuen uns schon bei diesem Anblick. Also noch schnell den Berg hinunter und rein ins Vergnügen. Wir sehen schon von weitem einen Parkplatz. Cool, es hat fast keine Autos. Dafür eine Höhenbeschränkung. Aber es hat noch weitere Parkplätze. Beim nächsten hat es schon am Anfang der Strasse eine Tafel mit der Höhenbeschränkung. Oliver will gar nicht da runterfahren, aber Moni meint: „Die ist ja vielleicht offen, es ist ja keine Saison mehr.“ So fährt Oliver gegen seinen Willen runter und gleich darauf bereut er es. Tja, es hätte ja sein können. Ist es aber nicht. Also weiter. Alle Parkplätze sind mit Höhenbegrenzung. Aber es hat ja einen Camper Parkplatz. Also suchen wir den. Das glauben wir jetzt aber nicht. Etwa 2 km weiter entfernt hat es einen Campingplatz. Vier Stunden kosten 8 Euro oder über Nacht bleiben kostet 14 Euro. Das nervt Oliver gewaltig. Die Camper werden immer ausquartiert, können dann noch weit laufen und müssen auch noch bezahlen, im Gegensatz zu den anderen Parkplätzen die gratis sind. Das kann doch nicht sein. So fahren wir wieder zurück und parkieren auf der anderen Seite des Flusses am Strassenrand, schön im Schatten der Bäume. 

Wir packen unsere 7 Sachen und laufen dann über den leeren Autoparkplatz zum Fluss. Es hat ein paar Leute, die sitzen da in diesem Flussbett. Wir finden, lieber hier fast alleine, als unten bei den vielen Leuten. Obwohl es gar nicht so viele sind. 

Ui, das riecht aber schon sehr stark nach faulen Eiern. Aber diese Wärme, einfach himmlisch. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die Strömung ist ziemlich stark, haben wir dann beide eine Sitzgelegenheit gefunden. Und so nach und nach stellt sich ein entspanntes, ruhiges und gelassenes Gefühl ein. Irgendwann, steigen wir aus unserer Sitzsprudelwanne aus und laufen wieder zum Willi zurück. Moni meint, poh, da stinkt ja unser ganzer Willi nach faulen Eiern, aber Oliver ist überzeugt, das hat ja sicher auch eine heilende Wirkung, das lassen wir jetzt so. Und vielleicht gehen wir ja nochmals in den Fluss. Aber irgendwie sind wir so geschafft vom Baden, so suchen wir uns einen Schlafplatz und heizen unser Wasser. Denn Moni legt das Veto ein, so stinkig gehen wir nicht ins Bett. 

Leider hatten wir das Natel nicht dabei, darum gibt es keine Fotos. Aber Google kennt alles und hat schöne Fotos davon. 

 

Am nächsten Tag möchte Moni nochmals in diese wunderschöne Naturquelle. Da Oliver findet, ihm habe es nicht so gutgetan, geht Moni heute alleine. Natürlich mit Natel bewaffnet. So erkundet sie die ganze Anlage, steigt überall mal ins Wasser, aber beschliesst dann doch nochmals bei der gestrigen Stelle das Wasser zu geniessen. 

Als sie sich gerade auf den Rückweg machen will, wird sie von Oliver und Laila abgeholt. Zurück im Willi dann der grosse Schreck. Unter dem Bikini haben sich ein paar Dutzend von kleinen, roten, ca. 1cm langen Würmern niedergelassen. Äcki Pfui, was nun? Bis unser Wasser im Willi mit dem Boost warm ist, geht es sicher 15 Minuten, aber solange kann Moni sicher nicht warten. So fängt sie schon mit kaltem Wasser mit ihrer langen Duschaktion an. Nachher alles gut putzen, und wer Moni kennt, weiss, dass jetzt auch gleich noch eine Waschstation für die Kleider gesucht wird. Also der Heileffekt dieser Aktion ist ganz bestimmt ins Wasser gefallen. Oliver findet in Pitigliano eine Lavanderia. So fahren wir natürlich sofort dort hin. Nach dem waschen machen wir uns auf die Besichtigungstour von diesem herzigen Bergdörfli. Das haben wir uns jetzt redlich verdient.

So stolpern wir über eine Wildschwein-Salumeria, wo wir vom Lockstoff dieser Würste magisch angezogen werden. Keine Frage, mit einer vollen Papiertüte verlassen wir den Laden wieder. 

In der Kirche begeistert uns dann der Duft der vielen frischen Blumen. Das hat jetzt nach diesem Stress wirklich gutgetan. 

So fahren wir noch bis zum Lago di Bolsena. Direkt am See haben wir einen wunderschönen Schlafplatz. Und das Beste, während dem Abendspaziergang finden wir sogar einen Wasserhahn. Also füllen wir auch gerade noch den fast leeren Wassertank.

 

Es ist hier so schön, dass wir beschliessen, hier zu bleiben, wieder mal was für Dich zu schreiben, und die pure Natur zu geniessen. (Natürlich bis auf weiteres ohne Baden.)

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