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Assisi

Heute machen wir uns auf den Weg nach Assisi, da Moni sich hier die absolute Heilung erhofft. Moni glaubt, wenn sie 10 Kerzen anzündet ist alles wieder gut, nachdem das Schwefelbad mit den roten Würmli nichts gebracht hat. Doch Oliver hat vorgesorgt und hat ihr das Sackgeld gekürzt (nur ein Scherz Oliver ist nicht so böse). Von weitem sehen wir auf einem Hügel Assisi thronen. 

Zuunterst ist natürlich wieder der Wohnmobilparkplatz, worauf wir beschliessen, doch weiter ins Dorf hinauf zu fahren. Was sich auch als Lucky Punch herausstellt. Dort oben hat es nämlich einen grossen Busparkplatz auf dem auch Wohnmobile parkiert sind. So stehen wir also an der Schranke und da es zwei verschiedene Ticketausgaben hat, will Oliver das zuerst in Ruhe lesen, um zu wissen, was er denn jetzt drücken muss. Doch da hupt so ein ungeduldiger Car-Chauffeur hinter uns, so dass Oliver einfach was drückt und reinfährt. Wir packen unsere Regenjacken und machen uns mit Laila auf den Weg zur Rolltreppe, wo sich viele Chinesen unmittelbar davor aufhalten und so allen anderen den Zugang versperren. Oliver pfadet sich den Weg frei durch die chinesische Reisegruppe und los geht’s mit der Rolltreppe Richtung Himmel, äh nein, Richtung Dorf. Schon das Eingangstor von Assisi gibt einem ein erhabenes Gefühl. 

So schlendern wir gemütlich durch die schönen Gassen, vorbei an den vielen Kirchensouvenirläden Richtung Kirche. 

Es ist wunderbar sauber, die Häuser sind gut im Schuss, aber das Ganze wirkt sehr Touristisch. Da das Wetter heute nicht gut ist und es schon späterer Nachmittag ist, haltet es sich aber mit den Touristen in Grenzen. So machen wir uns auf, die erste Kirche zu besichtigen. 

Hier in diesem Dorf wimmelt es ja nur so von Kirchen, da haben wir noch einiges vor uns. Zum Glück haben wir Laila dabei, so müssen wir die Kirchen getrennt besichtigen. So dass Moni sich die Zeit nehmen kann um Kerzen anzuzünden, was sie aber Oliver natürlich nicht verrät. Oliver fragt nach seiner Besichtigung, ob sie denn jetzt auch so ein elektrisches Kerzli für 2 Euro angeknipst hat, was Moni natürlich ohne zu lügen verneint. Es waren ja schliesslich echte Kerzen. So laufen wir durch die herzigen Gässchen und geniessen das fantastische Licht, da es zwischendurch immer wieder für eine Minute regnet und dann wieder die Sonne scheint. 

In der obersten Kirche wurde anscheinend die neue Kirche auf die alte gebaut, denn dort hat es jetzt in der alten ein kleines Museum und die Kapelle in der der Heilige Franziskus von Assisi damals gebetet hat. 

So machen wir uns gemütlich auf den Rückweg, dieses Mal allerdings zu Fuss, da es keine Rolltreppen nach unten gibt. Dann der grosse Schock beim Tickethäuschen. Der Mann will 88 Euro von uns. Wir beide: „Was? Das kann nicht sein!“ Anscheinend versteht der Mann uns auch auf „Schwizerdütsch“, oder anhand unserer geschockten Gesichter. Er fragt, ob wir einen Bus haben. Natürlich nicht, nur einen Camper. So bezahlen wir dann also sichtlich erleichtert die 4 Euro Parkgebühr und wissen nun, wenn Oliver mit Hupen bedrängt wird, drückt er die falschen Knöpfe. So ist es mittlerweile schon am ein dunkeln und wir machen uns auf die Suche nach einem Schlafplatz. Wir fahren und fahren und finden nichts, bis wir dann bei einer grossen Ausbuchtung anhalten und schlafen.  

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Kommentare: 1
  • #1

    Vreni (Montag, 26 November 2018 18:25)

    Als Dank für Moni's viele Kerzen hat euch Franz von Assisi bei den Parkgebühren geholfen....