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Peloponnes

Am 13.12.2018 fahren wir nach einem gemeinsamen Frühstück mit Natsuda und Andreas nach Patras, wo wir das erste Mal eine Griechisch-Orthodoxe Kirche besichtigen, die dem Heiligen Andreas gewidmet ist. Jetzt wissen wir auch woher der Ausdruck „Andreas Kreuz“ bei den Verkehrsschildern kommt. Denn der Heilige Andreas wurde gekreuzigt, aber nicht wie Jesus, sondern an einem X-Kreuz.  

Es ist eine gewaltige Kirche und es kommen immer wieder Einheimische, um zu beten oder eine Kerze anzuzünden. Hier darf man so viele Kerzen nehmen, wie man möchte und so viel bezahlen, wie man kann. Das haben wir so, in dieser Form noch nirgends gesehen. Über den Kerzen hat es einen riesigen Dampfabzug, damit die Kirche nicht mit dem Kerzenruss verschmutzt wird. Der ist aber sehr schön mit Holz verkleidet und stört optisch überhaupt nicht.

Wir sehen gleich neben dem Parkplatz noch einen Einkaufsladen, den wir auch noch kurz beglücken. 

Nach einem letzten Kaffee mit Guetzli heisst es Abschied zu nehmen. Hier trennen sich unsere Wege wieder. Unsere Weggefährten überraschen uns noch mit einem super Abschiedsgeschenk. Wir bekommen ein Käse-Fondue und dazu einen feinen Weisswein aus Frankreich. Aber das coolste ist die tolle Tasche.

Hei, ihr zwei, wir wünschen Euch gute Fahrt, mit tollen Erlebnissen und vielen schönen Bekanntschaften. Es war eine super Zeit mit Euch. Bis bald wieder einmal.

 

So fahren wir weiter Richtung Olympia. Wieder bei bestem Wetter dürfen wir die Geburtsstädte der Olympischen Spiele besichtigen. 

Das Museum ist wirklich sehr spannend. Diese vielen kleinen Figuren, Teller, Statuen, und wenn man sich die Statuen am Giebel des Zeustempels ansieht, kann man sich vorstellen, was für ein gigantischer Tempel das gewesen sein muss. 

In Skillounta finden wir wieder einen wunderschönen ruhigen Schlafplatz. Während der Morgenrunde mit Laila begegnet Moni zwei Jägern mit ihren 8 Hunden. Laila wird kurz von allen Seiten beschnuppert und als nicht Hase und somit nicht jag bar definiert und dann marschiert das Rudel bellend davon. 

Gemütlich fahren wir dann Richtung Bassae, wo wir den Tempel Apollon Epicurius besichtigen möchten. Auf dem Weg dorthin sehen wir einen Brunnen. Wasser ist immer gut, so beschliessen wir auch gerade noch den Wassertank zu füllen. Da es nicht so viel Druck hat und so das füllen einige Zeit in Anspruch nimmt, genehmigen wir uns an der Sonne eine kleine Zwischenverpflegung und geniessen die Aussicht.

So fahren wir gemütlich weiter, als wir wieder einen schönen Platz sehen, der geradezu einlädt, die Drohne auszupacken und ein bisschen die Gegend zu filmen.

Als wir dann endlich den Tempel finden, schnappen wir uns den Fotoapparat und machen uns auf zum Ticket-Häuschen. Er meint, wir sollen uns aber beeilen, denn um 15 Uhr werde die Alarmanlage eingeschaltet. Wir haben gar nicht daran gedacht, dass hier in Griechenland die meisten Sehenswürdigkeiten um 15 Uhr schliessen. So haben wir also genau 3 Minuten um schnell einen Blick in diese historische Stätte zu werfen. Dafür müssen wir aber auch keinen Eintritt bezahlen. 

Für heute haben wir genug Kultur gehabt, jetzt suchen wir uns wieder einen schönen Schlafplatz. So begegnen wir wieder einmal einem Schild, dass zu einem Wasserfall führt. Also auf zum Wasserfall. Der schliesst ja nicht um 15 Uhr. Wir fahren und fahren und fahren. Die Strassen werden schmaler, die Dörfer immer enger, aber dennoch sehen wir immer wieder mal einen Wegweiser. Aber dieses Dorf schlägt dem Fass den Boden raus. Da hat es 3 Einheimische, die uns entgeistert anschauen, aber keine Anstalten machen, uns aufzuhalten. Deshalb fahren wir die steile, enge Strasse hinunter, zirkeln um die Hausecken und um die Balkone, die meistens genau unsere Dach-Höhe haben und sind dankbar, dass unser Willi so klein ist. Als Olivers Adrenalinspiegel schon den höchsten Pegel erreicht hat, müssen wir mit Schrecken feststellen, dass unsere Strasse eine Sackgasse ist. Mit Millimeterarbeit wenden wir Willi und müssen also alles wieder zurück. So fertig Wasserfall. Jetzt suchen wir einen Schlafplatz, den wir auch problemlos finden. 

Am Morgen sehen wir dann, dass es ein guter Entscheid war, nicht mehr weiterzufahren. Denn die Strasse ist fast überall, ziemlich unterhöhlt. Und wenn wir dann da mit Willi drüber fahren.... Für alle, die unseren Adventskalender gesehen haben, die Fotos kennst Du ja schon. 

Da wir ja hier in Griechenland noch lange Zeit haben, sind wir also sehr gemächlich unterwegs. Es ist hier aber auch traumhaft. Immer wieder finden wir schöne Orte, wo wir dann finden, ach wir bleiben doch hier. Genauso ist es auch in Pylos. Wir finden den Voidokilia Beach. Dieser wunderschöne Sandstrand in Form des griechischen Buchstabens Omega ist im Sommer ein beliebter Strand, der umgeben ist von einem Naturreservat für Vögel. Wir sehen auch einige, unter anderem Flamingos. Daher hat es hier auch ein Campingverbot. Was wir auch verstehen und respektieren.

In Pylos finden wir am Hafen einen super Parkplatz und erst noch mit Wasser ganz in der Nähe. Wir haben sogar, zwar nur ein schwaches, aber immerhin, Free Wifi von einem Hotel. Dieses Dörfchen lädt uns geradezu dazu ein, ein wenig hier zu bleiben. 

So schlendern wir durch die Gassen, kaufen Gemüse, Fleisch und sonst noch wichtige Dinge, und staunen nicht schlecht, dass hier sogar deutsche Zeitungen und Klatschheftchen verkauft werden. Für nur 3 Euro pro Person besichtigen wir noch das Schloss. 

Uns beeindruckt die Ausstellung am meisten. 

Und natürlich der riesige Zitronenbaum im Schlosspark. Der hat zum Teil Zitronen, so gross wie Grapefruits. 

Und auch die wunderschöne Schnecke hat es Moni angetan. Ja, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht man solche „Kunstwerke“.

Nach zwei Tagen fahren wir 10 Minuten weiter. Wow, was für ein genialer Platz. Hier kann Oliver seine Drohne fliegen lassen. Schöne Umgebung und weit und breit keine Menschenseele. 

Wir spazieren noch hinauf zur Schlossruine. Das Wetter ist perfekt, aber leider windet es ziemlich stark. Trotzdem lässt Oliver seine Drohne steigen, aber es wird dann doch schwierig die Drohne wieder zu landen bei diesem Wind und bei unwegsamen Gelände. Aber es lohnt sich. 

Am nächsten Morgen ist es windstill, und so sitzen wir um 10 Uhr morgens im T’shirt draussen und geniessen unser Frühstück.

So fahren wir weiter und sind einfach nur begeistert von Griechenland. Schau Dir nur mal diese Natur an. 

In Karavostasi halten wir kurz an der Strasse, weil wir ein Schild zu einem Free-Camper-Parkplatz sehen und überlegen uns, ob wir dort vielleicht Wasser bekommen. In dem Moment hält ein Grieche neben uns an und meint: „Der Parkplatz ist gleich da hinten, Duschen kann man in der Taverne, Wasser, Wifi und Parkplatz ist alles gratis.“ 

So gehen wir mal schauen. Etwas ausserhalb des Dorfes ist eine grosse Wiese als Parkplatz angeschrieben. Moni schnappt sich Laila, und macht gleich eine Runde durch die paar Häuser. Der nette Herr von vorhin, stellt sich als Tavernen-Besitzer heraus, und fängt mit ihr an zu plaudern. So lässt sie sich gleich die Karte zeigen. Ja, damit kann sie Oliver sicher begeistern. Das Wifi wird natürlich auch noch gleich ausgiebig getestet. Als auf einmal Oliver eine Such-Aktion startet, weil Moni so lange wegbleibt. Aber mit der Aussicht auf eine feine Fischplatte ist alles gut. Als der Tavernen-Besitzer uns sieht, kommt er und will wissen, ob Moni ihm schon erzählt hat, was er so alles auf der Speisekarte hat. So machen wir auf den frühen Abend ab und gehen gemeinsam weiter. Laila hat schon Bekanntschaft mit zwei Griechen gemacht und bringt diese auch gleich mit nach Hause. Sie ist da sehr unkompliziert. Und uns stört es auch nicht, wenn da 3 so süsse Nasen vor dem Eingang sitzen.

So, jetzt wird es aber langsam Zeit. Also nichts wie los. Wir möchten gerne zur Vorspeise die gefüllten Weinblätter haben, aber leider sind ihm diese ausgegangen. Für Oliver bricht eine Welt zusammen. Schade, aber es hat noch so viel zur Auswahl, dass wir halt 2 andere Sachen wählen, und dann natürlich die Fischplatte. Kurze Zeit später kommt er mit einem freudestrahlenden Gesicht wieder, und meint, er hat bei seiner Mutter frische, gefüllte Weinblätter geholt, die sie eigentlich für die Weihnachten mit der Familie gemacht hat und dazu noch unsere 2 anderen Vorspeisen. Wow, das freut uns jetzt riesig, obwohl wir jetzt doch fast ein schlechtes Gewissen haben. Aber es ist der Hammer. Hmm, so fein. Und nach der riesigen Fischplatte genehmigen wir uns noch einen griechischen Kaffee und ein griechisches Dessert. 

Nach diesem Festschmaus schlendern wir noch dem Meer entlang und gucken uns die Sterne an. 

Laila’s neue Freunde sind natürlich auch dabei. Und am Morgen als wir die Türe aufmachen, begrüssen sie uns auch schon wieder freudig.

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Kommentare: 3
  • #1

    Vreni (Montag, 31 Dezember 2018 18:28)

    So - jetzt pack ich und chume au !!!!!!!!

  • #2

    s'Tanti (Freitag, 04 Januar 2019 18:47)

    ....und ich au !!!!

    Wieder ein super interessanter Reisebericht. Beneidenswert.

  • #3

    Marielle (Freitag, 04 Januar 2019 22:10)

    Griecheland gseht super schön us und so wies tönt sind d lüt au u lieb :D