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Peloponnes II

Heute, am Sonntag, 23.12.2018 geht’s weiter nach Diros. Dort hat es eine riesige Grotte, die man per Boot besichtigen kann. Da sind wir ja mal gespannt. 

Es kostet 13 Euro pro Person, der Parkplatz ist riesig und kostenlos. Wir haben Glück, wir bekommen gleich eine Schwimmweste und können zu forderst in eines der kleinen Boote klettern. Gleich nach uns kommt noch ein griechisches Paar und schon geht’s los. Wow, am Anfang dachten wir noch, hoffentlich ist nicht die ganze Grotte mit dieser kitschigen Weihnachtsbeleuchtung ausgestattet. Aber nein, nur der Eingangsbereich ist so, und das finden wir auch sehr gut. 

 

Moni muss Oliver immer wieder vor den Felsen warnen. Denn es ist zum Teil sehr niedrig und eng und vor lauter fotografieren, vergisst er sich und achtet nicht auf die Höhe. Wir staunen, unser Bootsführer schrammt keine einzige Ecke. Wir geniessen hier die absolute Ruhe, nur ab und an hört man ein blub eines Tropfens der ins Wasser fällt, das ruhige und gleichmässig sanfte paddeln und ab und zu seine äusserst monotone Stimme, die uns auf Griechisch etwas erzählt, was wir leider nicht verstehen. Zum Glück finden es die anderen anscheinend auch schöner, ohne viel zu sprechen. So tauchen wir ab in eine total andere Welt. Ruhe und Gelassenheit fliessen ein.

Nach knapp einer Stunde sehen wir wieder den strahlend blauen Himmel. Heute ist es absolut windstill und deshalb herrlich warm.  Unser nächstes Ziel ist die Ruine auf dem Cape Tigani.

So laufen wir den sehr schmalen und steinigen Pfad, gesäumt von Sträuchern, Blumen und stacheligen Dingern, langsam hinunter. Wir sehen eine Oma mit ihrer Tochter und deren ca. 3-Jährigen Tochter, im unwegsamen Gelände etwas sammeln. Die Kleine winkt freundlich und ruft etwas auf Griechisch, wir nehmen jetzt mal an, Hallo. Auf unser Hallo ruft die kleine freudig ein englisches „Hello“ zurück. Unterwegs treffen wir noch auf einen Tausendfüssler. Das haben wir nun doch schon lange nicht mehr gesehen. 

Es wird immer mühsamer und steiniger und vor allem viel zu heiss. Nur im T-Shirt, läuft uns der Schweiss trotzdem die Stirn herunter. Auf der langen Ebene, beschliesst Moni, hier mit Laila zu warten, schliesslich ist sie ja nicht mehr die jüngste, also Laila ist hier gemeint. Oliver geht mit der Kamera bewaffnet weiter. So lässt sich Moni mit Laila bei der alten Steinhütte nieder und geniesst das süsse nichts tun. Obwohl sie immer mal wieder zur Ruine schaut, um dann zum richtigen Zeitpunkt ein Foto von Oliver zu machen.

Laila und Moni geniessen die Pause und warten auf die Fotos, die Oliver mitbringen wird. 

Nach dem anstrengenden Rückmarsch sind wir froh, dass wir bald darauf einen schönen Nachtplatz finden. Obwohl, hier ist es ja kein Problem. Es gibt hier so viele wunderschöne Plätze. 

Bei der Morgenrunde mit Laila fährt ein sehr altes Auto an Moni und Laila vorbei, hält weiter vorne an und wendet. Ein etwas ungepflegter Mann, mit wenig Zähnen, hält neben Moni und gestikuliert aufgeregt. Moni schaut ihn an und sagt dann nur: „Ähm sorry.“ Aber anscheinend versteht er das. Denn nun fragt er auf Englisch: „Man, Man?“ Ähm nein, einen Mann habe ich schon, was will der nur, denkt sich Moni. Als er dann endlich auf Laila zeigt und „Man, Man“ sagt. Ja jetzt ist alles klar. Aber es wäre jetzt auch schon zu spät, denn in diesem Moment kommt ein stattlicher Rüde daher gerannt. Poh, Glück gehabt, Laila ist ja friedlich, und kein „Man“!

So fahren wir dann also weiter, immer der Küste nach, bis uns ein altes gestrandetes Schiff in die Augen sticht. 

Das müssen wir uns doch genauer anschauen. Oliver packt die Drohne und weg ist er. Voller Freude lässt er sie starten und fliegt solange um das Schiff, bis alle Akkus leer sind. So, jetzt hat er sicher genügend Filmmaterial um was halbwegs Brauchbares daraus zu machen.

Aber schau es Dir doch selber an.

An Weihnachten telefoniert Moni schon am Nachmittag, zum Leidwesen von Oliver, mit all den Lieben zu Hause und am Abend stillen wir unser Heimweh mit dem Fondue und dem feinen Wein von Natsuda und Andreas. 

Wir sind absolut begeistert von der Halbinsel Peloponnes. Die Leute, die Natur, einfach wunderschön. 

Hier wäre ein Ort um sich nieder zu lassen. Vielleicht haben wir auch einfach zu viel Zeit, denn wir machen uns wieder einmal einen gemütlichen Morgen im Bett, mit Kaffee und Gesprächen und schauen uns dabei die Liegenschaften im Internet an. Wenn wir da so sehen, dass man zum Preis von unserem Willi, eine Liegenschaft mit Restaurant und schönem Haus, mit Schlafzimmern und 3 Badezimmern, auf einem Grundstück von 18’500m2, mit 950 Oliven- und Orangen- und Zitronenbäumen bekommt.... Nicht übel.

So fahren wir weiter Richtung Nafplio. Es ist ein herziges Städtchen, und so beschliessen wir, auf dem grossen Parkplatzareal am Hafen zu übernachten, und schlendern dann am Abend durch die kleinen Gassen mit ihrer Weihnachtsbeleuchtung und der sanften Musik, die überall aus den kleinen Restaurants zu hören ist. Die Nacht hier ist uns eindeutig zu laut gewesen, und so fahren wir ein bisschen weiter und geniessen dann den Tag in einer einsamen Bucht. Wo dementsprechend auch die Nacht ruhiger ist. Aber Nafplio wäre sicher noch eine Option für den Silvesterabend. Mal schauen wohin es uns treibt. Wir wünschen Dir für’s neue Jahr von Herzen gute Gesundheit, viel Freude und alles Glück dieser Welt. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Marianne (Donnerstag, 03 Januar 2019 15:31)

    Hoi mitenand, weil der Lac Soutterein in St. Léonard im Dezember 2015 geschlossen ward, konntet ihr diese Grotte nicht besuchen. Aber wenn ich mir die Bilder von eurem Besuch der Grotte "Caves of Diros" ansehe, habt ihr definitiv nichts verpasst. Wunderschöne Bilder auch die Aufnahmen mit der Drohne, smile. Wir hoffen, ihr hattet einen guten Start ins 2019 und könnt die Wärme in Griechenland so richtig geniessen.
    Liebi Grüess us em Wallis. Emil und Marianne

  • #2

    s'Tanti (Freitag, 04 Januar 2019 19:29)

    Was für eine wunderschöne Grotte ! Diese Aufnahmen durch die vielen Durchgänge, einfach nur herrlich. Das muss bombastisch gewesen sein. Da wäre ich gerne mal für ein paar Jahre Grottenmolch !!