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Ein paar subjektive Eindrücke von Griechenland

Am Dienstag, fahren wir also weiter. Unser Ziel sind die 3 Halbinseln von Chalkidiki. Wir finden, die erste gibt nicht viel her. Hier sieht man doch, dass es den Griechen nicht mehr so gut geht. Die Strassen und Häuser sind nicht mehr so gut im Schuss, auch hat es vermehrt Abfall am Strassenrand. So sind wir gespannt auf Sithonia. Das ist die mittlere der drei Halbinseln. Sie empfängt uns mit viel Wald und einsamen Buchten. Herrlich diese Ruhe. 

Wir wären hier in Griechenland schon so oft gerne in das glasklare, türkisfarbene Meer gehüpft. Aber dafür ist es einfach zu kalt. Mit unserem letzten Bericht aus Griechenland möchten wir Dir einmal zeigen, wie unsere Filme und Berichte entstehen. 

Ist das nicht schön? So ganz ohne Druck, einfach nur geniessen. Ha ha. Hast Du wirklich gedacht, dass sei so einfach. Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Wir überlassen jetzt Deiner Fantasie die Vorstellung, wie das bei uns zu und hergeht.

 

In Xanthi sehen wir einen ziemlich alten, kaum leserlichen Wegweiser zu einer Therme. 

Nichts wie hin. Es sieht aus wie eine Geisterstadt. Was sicherlich einst ein renommierter Heilkurort war, sieht heute ziemlich verwahrlost aus. 

Dennoch sehen wir Autos. Für 3 Euro gibt es ein Frauenbad und ein separates Männerbad. Schön weit auseinander. 

Oliver lehnt dankend ab und Moni meint, nützt es nichts, so schadet es auch nichts. Dieses Mal ist das Wasser eine Eisen-Schwefel Mischung.

Ja und schon bald heisst es Abschied nehmen von Griechenland. In Komotini können wir bei Easy Wash endlich unsere Sachen waschen. Und nun stehen wir kurz vor der Türkischen Grenze bei Ipsala und hoffen wir können ohne grössere Zwischenfälle durchfahren. Die Drohne haben wir dieses Mal zur Sicherheit versteckt. Eigentlich steht, wir müssen für Laila ein aktuelles Arztzeugnis haben, aber wir haben jetzt schon so viele, da fragt es sich wirklich, ob wir jetzt von Griechenland auch noch eins brauchen. Wir werden es sehen, und sonst fahren wir halt zurück nach Alexandropolis und holen uns eines. Nachher in Georgien ist es dann kein Problem. Auch wegen der Drohne sind wir im Internet am Suchen, aber es erzählt halt doch jeder etwas Anderes, genauso mit den Datenkärtchen für das Telefon. Daher unser neues Moto, wir werden sehen. 

 

Wir durften hier in Griechenland 58 Tage verbringen. Tage mit viel Sonnenschein, Regen und Schnee. Wir haben uns bewusst nur auf dem Festland aufgehalten, da wir einige Touristeninseln von früheren Ferien kennen, und wir ganz ehrlich gesagt, fasziniert sind vom Festland von Griechenland. Was unsere über 4200 Fotos bestätigen. Wir haben überall problemlos Wasser bekommen und fanden immer wunderschöne Schlafplätze

Wir sind 4259 Kilometer gefahren, haben 671 Liter Diesel und 13,2 Liter Ad Blue verbraucht. Unser durchschnittlicher Dieselverbrauch von 12 Litern, konnten wir hier nicht halten, zum einen wegen der Dieselqualität und zum anderen, weil wir doch sehr viel geheizt haben. So haben wir im Schnitt 15,7 Liter verbraucht. Die Griechen sind herzliche und hilfsbereite Menschen und wir können Dir eine Reise aufs Festland wirklich nur empfehlen. Uns persönlich hat der Peloponnes am besten gefallen. Das ist das erste Mal auf unserer Reise, wo wir gesagt haben, hier könnten wir uns vorstellen, uns wieder niederzulassen. Aber wir haben ja noch so viel vor uns und wer weiss, was da noch Schönes auf uns wartet. 

 

Wir zeigen Dir hier noch eine Auswahl von Ikonostasen, die uns ja vom ersten Tag an immer begleitet haben. 

So viele streunende Hunde wie hier, haben wir bis jetzt noch in keinem Land gesehen. An einem unserer Schlafplätze hat es zwei Hunde gehabt, beide brandmager und sehr lieb. Wir haben sie dann gefüttert, was Laila natürlich nicht so gepasst hat. 

Der eine hat tatsächlich unter dem Willi übernachtet, obwohl es die ganze Nacht geregnet hat und der Boden tief nass war.  Dafür hat er dann am Morgen ganz viel Futter gekriegt, bevor wir wieder abgefahren sind. Eigentlich sind diese Strassenhunde schon sehr intelligent, denn auch vor den Einkaufscentern gibt es manchmal Hunde, die einfach vor der Türe sitzen und warten bis die Leute nach dem Einkaufen etwas hinwerfen. Wenn dann die vielen Touristen wieder hier sind, geht es den Hunden auch wieder besser. 

 

Je näher wir Richtung Türkei fahren, umso schlimmer werden die Strassen. Unterführungen ohne Höhen und Breitenangaben.

Strassen die einfach abgebrochen sind, werden gesperrt und man fährt dann einfach nebenan auf einem Strässchen weiter.

Wir sehen hier auch vermehrt Militärfahrzeuge, was wir bisher kein einziges Mal sahen.

 

In Alexandropolis füllen wir nochmals unseren Dieseltank, Ad Blue, Gas, Wasser und unsere Vorräte auf. So können wir unserem wunderschönen Gastland nochmals etwas zurückgeben. 

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Kommentare: 3
  • #1

    Vreni (Freitag, 01 Februar 2019 19:21)

    auf zu neuen Abenteuern ! Gute Fahrt in der Türkei !

  • #2

    s'Tanti (Montag, 04 Februar 2019 17:04)

    Wow, wieder viele schöne Föteli und interessante Begebenheiten, samt Unterführung nach Mass.
    Hi, hi, hiii, fast so viele Heiligenhäuschen wie im Kanton Uri !

  • #3

    Marianne (Montag, 04 März 2019 15:29)

    Sehr schöne Bilder, vor allem jenes mit der Palme und dem Schnee :-)