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Bergamon

Bei schönem Wetter treffen wir in Bergamon ein. Die kleinen Strassen und Geschäfte erinnern uns wieder mal an Marokko. 

Wir parkieren gleich auf einem grossen Platz neben einer riesigen Ruine. Laila lassen wir zur Sicherheit im Willi, da es hier nur so von Hunden wimmelt. Diese grosse Backsteinruine nennt sich die Rote Halle oder auch Rote Basilika. Der Mann im Eingangshäuschen winkt uns durch. So laufen wir über einen grossen Platz und kommen an ein Tickethäuschen. Die Frau steht gerade draussen und ist am Rauchen. Oliver deutet ihr, dass es nicht Eile. In der Zwischenzeit schauen wir uns die Eintrittspreise an. Da steht Free-Entry mit dem Zeichen >6. Also dürfen wir gratis rein? Die Frau geht mit samt Zigarette ins Häuschen, telefoniert und trinkt Tee. Da meint Oliver, also so war das nicht gedacht, mit dem lass dir Zeit. So beenden wir die Pause, in dem wir mit dem Portemonnaie in der Hand vor dem Schalter winken. Ohne ihr Telefonat zu unterbrechen bekommen wir unsere Tickets und gehen rein. Der Eintritt kostet nur gerade 1 Euro. 

Wir sehen schon von hier aus die kleine Gondelbahn, die hinaufführt zu den Ruinen auf dem Berg und fahren mal zum anderen Parkplatz. Hier hat es bereits 3 Cars, und die vielen Chinesen werden gerade in Gruppen aufgeteilt. So fragen wir den Parkplatzwächter, ob es möglich sei direkt hinaufzufahren. Er meint es sei kein Problem, es ist einfach sehr steil. Aber das schafft Oliver mit Willi sicher ohne Probleme. So bezahlen wir die 35 Lira pro Person und besichtigen diese altehrwürdige Stätte. Das imposante Theater aus dem 3 Jhd. v. Chr. das damals Platz für 10'000 Besucher hatte, sticht uns sofort ins Auge. 

Hier wollen wir uns auf die Treppe setzen und uns vorstellen, wie das war, mit dieser traumhaften Aussicht im Hintergrund. Es ist einfach genial. 

Moni fragt, ob die Fotos von unten nicht noch imposanter aussehen würden? Oliver meint, ja, wenn Du meinst, ich mach dann ein Foto, wenn Du unten bist. Na ja, von oben sieht es schon besser aus, wie Du selber auf den Fotos sehen kannst.

Das Ganze Areal ist mit einem Holzweg versehen und sehr gepflegt. Es macht echt Spass, hier alles auszukundschaften. 

So fahren wir quer durch die Berge Richtung Izmir. Es ist eine wunderschöne Gegend, leider macht das Wetter nicht so mit, es regnet und ist neblig. 

 

Immer wieder treffen wir auf brandmagere Hunde, was dann meistens eine riesige Diskussion auslöst, füttern oder nicht? Moni ist der Meinung, wenigsten einen Tag verbringen ohne Hunger, aber Oliver meint, das sei Tierquälerei, so müssen die Hunde nur noch länger leiden. Ja, was ist denn jetzt richtig? Wir finden einen Platz im Wald, und eigentlich hätte man hier sicher eine gute Aussicht. Aber wir sehen nur dicken Nebel. Als wir zu später Stunde nochmals mit Laila rausgehen, haben wir eine fantastische Aussicht auf die Stadt Manisa. Ja, dann sind wir ja mal gespannt, vor allem auf die viel erwähnten Strände von Izmir.

Am nächsten Morgen sind die Regentropfen schon so schwer, dass nicht mehr viel fehlt und es schneien würde. Und tatsächlich als wir weiterfahren, kommen wir noch in den Schnee. Schnee, irgendwie kommen wir in jedem Land in den Schnee, dabei wollten wir doch der Sonne nach. Also schnell wieder runter ans Meer. 

 

Izmir, wir kommen. Oder auch nicht. Es ist eine Millionenstadt. Ihr könnt es Euch ja schon denken, oder? Ja genau, wir fahren einmal quer durch und finden, wir haben es gesehen. Aber eben, es ist halt auch immer eine Frage des Parkplatzes. Die viel gepriesenen Strände, entpuppen sich als schöne Strandpromenade, genau neben der vierspurigen Autostrasse. Der Strand selber ist sehr, sehr klein.

Eine Besonderheit von Izmir oder besser gesagt, wir haben das ausser hier noch nie gesehen. Bei den Ampeln leuchten die ganzen Stangen mit, echt witzig. 

Wir möchten zu diesen Kreidefelsen. Aber hier ist es für uns unmöglich zu bleiben. Wir werden nicht gerade freundlich begrüsst. Es hat hier dutzende von Hunden, vom Welpen bis zum alten Hund und alle sehr gut genährt. Wir wissen jetzt auch warum. Überall hat es Hundehütten, mit Decken und Kissen, Wasserbehälter und überall liegt Hundefutter rum. 

 Also hier gibt es garantiert Ärger, wenn wir mit Laila rausgehen. So fahren wir weiter und fragen uns, ob das jetzt gut ist oder nicht. So haben sie wenigstens keinen Hunger, aber als Lösung? Wir finden ein bisschen weiter weg einen einsamen Strand. Vermeintlich einsam, denn immer wieder parkiert ein Auto und Leute kommen und gehen. Auch die Polizei stellt sich um 16 Uhr mit Blaulicht vor den Willi, geht dann aber an den Strand. Es ist ja auch wirklich schön hier. Um 19.30 Uhr kommen sie wieder mit Blaulicht, aber gehen dann wieder. Wir liegen bereits im Bett als es um 22 Uhr an die Seitentüre klopft. Sogar Laila hört es und beginnt zu bellen. Oliver macht das Aussenlicht an und schon ruft es von draussen, Police. Ja, es erinnert uns immer wieder an Marokko. Sie kontrollieren unsere Pässe und dann gehen sie wieder. Am nächsten Morgen fragen wir uns, ob wir hierbleiben oder weiterfahren, aber da wir ja jetzt schon kontrolliert wurden, können wir ja gut hierbleiben. Wir geniessen diesen wunderschönen Platz und machen uns einen gemütlichen Tag. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Marielle (Samstag, 16 Februar 2019 21:22)

    Gseht wunderschön us!

  • #2

    Marianne (Sonntag, 03 März 2019 23:31)

    Im letzten Bild kann man einen schützenden Engel sehen. Die Bucht ist ja mega schön, da hätte ich es mir auch noch gemütlich gemacht.