· 

Erste eindrücke in der Türkei

Am nächsten Morgen erwachen wir bei strahlend blauem Himmel, sodass wir uns gleich auf den Weg machen, dieses Kriegerdenkmal mit Friedhof zu besichtigen.

Im Hintergrund sehen wir eine Holztreppe, die zu einem Plateau führt. Als wir oben stehen, fragen wir uns, was das soll, denn die Aussicht ist nicht spektakulär. Einzig, es hat ein ungepflegtes, mit Unkraut überwuchertes, eingezäuntes Areal mit Steinen drin. Irgendwie könnte man fast meinen, dass es sich hier um einen Friedhof handelt. Aber auch wenn es sich hier um unbekannte Soldaten handeln würde, warum liegen sie denn nicht auch da unten in Reih und Glied bei den andern? Fragen über Fragen. So gehen wir die Treppe wieder nach unten, wo wir dann auch den Wegweiser sehen. Da kommt doch gleich Olivers Lieblingsspruch, wer lesen kann hat Vorteile, zum Zuge. 

Da immer mehr Leute kommen, beschliessen wir, nicht hier zu frühstücken und machen uns auf die Socken.  Bei der nächsten guten Parkmöglichkeit, direkt am Meer, halten wir um zu Frühstücken und sehen erst nachher, dass es sich hierbei auch wieder um ein Soldatendenkmal mit Friedhof handelt. Gut gestärkt, können wir jetzt ohne Probleme auf die Fähre. Denn Moni wollte nicht mit leerem Magen aufs Schiff. 

Bei diesem herrlichen Wetter macht doch so eine kleine Schifffahrt viel mehr Spass. 

 

Jetzt sind es nur ein paar Kilometer bis nach Troja. Welches unser erstes Ziel in der Türkei ist. Wer kennt sie nicht, die Geschichte des Trojanischen Pferdes. (Und wer sie nicht kennt, Google weiss allesJ) So nehmen wir die Einfahrt zum riesigen gratis Parkplatz des Museums. Eigentlich fast schade bei diesem Wetter. Aber es lohnt sich wirklich. Es ist ein moderner, offener Bau, der uns sehr gut gefällt. 

Die Luft und die Atmosphäre sind super. Was uns besonders angetan hat, sind die kleinen, fein geformten Spielzeugfiguren und der äusserst filigrane Schmuck.

Der grosse Sarkophag hat es Oliver am meisten angetan. Auch hat es immer wieder sehr bequeme Sitzgelegenheit, um dann die Sachen noch ein bisschen länger zu geniessen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gut gerüstet mit den vielen Informationen des Museums beschliessen wir, mit Willi zum nächsten Parkplatz zu fahren, um dort die Ruinen von Troja und das nachgebaute Pferdchen zu besichtigen. Dieses Mal kostet der Parkplatz 20 Lira und die Besichtigung kostet 35 Lira pro Person.

Gleich beim Eingang befindet sich das grosse Holzpferd. 

Moni will unbedingt rein. Doch Oliver meint, muss das sein? Das ist doch Kindersache, kommt dann aber doch mit. Die Treppe ist echt steil. 

So laufen wir noch durch die Ruinen der ehemaligen Stadt Troja und erfreuen uns nicht nur an den alten Steinen, sondern auch an den herzigen Eichhörnchen.

Für heute haben wir genug. Also machen wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz. Zu Beginn, in einem neuen Land, ist es immer etwas schwieriger, weil wir nicht wissen, wie die Leute reagieren. So fahren wir einen abgeschiedenen Weg der in eine Waldlichtung führt und kommen dort zu einer ehemaligen Militärfestung. Mit herrlichem Blick über das Meer bis nach Griechenland. 

Moni und Laila schlafen tief und fest, während Oliver mitten in der Nacht von Gewehrschüssen wach wird. Auf was wohl in der Dunkelheit geschossen wird? 

Zum Glück nicht auf uns. 

 

Da sich unsere Körper noch nicht an die Zeitumstellung gewöhnt haben, ist es schon halb 9 Uhr als wir erwachen. Wieder bei schönstem Wetter machen wir uns weiter, immer der Küste entlang allgemeine Richtung Izmir. Unterwegs kauft Moni bei einem Dorflädeli ein grosses Brot, ein Brötchen, eine Bretzel und eine Zitrone für sage und schreibe umgerechnet 1 Euro. Wir müssen unbedingt wieder einen Bankomaten suchen, denn hier in der Türkei wird immer noch überall bar bezahlt. Sogar im Vodafon-Shop und an der Tankstelle. 

 

In Ezine entdecken wir wieder Ruinen, die man gratis besichtigen kann, obwohl es eine Aufsichtsperson hat. Auf einem Plan sehen wir, dass es hier noch mehr zu besichtigen gibt. 

So fahren wir ein bisschen weiter, und schauen uns auch noch das ehemalige Bad an. Das muss ja gewaltig gewesen sein, schon nur, wenn man die riesigen Torbogen betrachtet. Wir finden es super, dass hier die Ruinen noch so gepflegt und erhalten werden. 

Nach diesen Eindrücken geht es gleich weiter zur nächsten Sehenswürdigkeit.

Smintheion Tempel zu Ehren von Apollo. Um den Touristen etwas Abwechslung zu bieten, haben sie an der Ecke des restaurierten Tempels eine Ratten Plage inszeniert. Na ja, wer es mag.

Auf der Suche nach einem Schlafplatz enden wir auf einer Piazza. Da es einen kleinen Markt hat und eine grosse Burg, parkieren wir und decken uns mit Gemüse ein. An diese Preise müssen wir uns erst noch gewöhnen. Wir bezahlen umgerechnet 2 Euro für 4 grosse Tomaten, 3 Auberginen, 4 grosse Lauchstängel, 1 Salatkopf und 1 Kiwi. Die Burg ist relativ neu wiederaufgebaut worden. 

 

 

So, für heute ist jetzt wirklich Schluss. Wir fahren noch zum kleinen Hafen, in der Hoffnung dort zu übernachten. Aber wir fahren dann doch lieber weiter.

 

Wir finden einen schönen Platz, mit Seeanschluss und Aussicht über die schönen, grünen Wälder.

Am nächsten Morgen geht Moni bereits um 8 Uhr auf die Morgenrunde und wird mit einem herrlichen Sonnenaufgang belohnt. 

Leider wurde Oliver von einer ganz fiesen Grippe heimgesucht, sodass er nicht fahren mag. Da wir aber nicht 2 Tage am gleichen Ort stehen möchten, fährt Moni ein bisschen weiter. Schliesslich hat sie ja in Marokko gesagt, sie fahre nur noch, wenn Oliver sich ein Bein bricht, oder sonst nicht kann. (Da Oliver, wie so mancher Mann, während der Fahrt immer ihren Fahrstil kritisiert. Welche Frau kennt das nicht.) So kommt Oliver zu einer gemütlichen Fahrt durch die wunderschöne Gegend bis nach Ayvacik. Das gibt ihm gerade noch den Rest. 

Dafür bekommt er jetzt ein warmes Süppchen und ein Tee und ganz viel Pflege. 

Und Moni hofft, dass er Morgen wieder fit ist. Leider ist dem nicht so. So fährt sie wieder ein kleines Stückchen weiter und hält dann bei einem schönen Platz am Meer. Am nächsten Tag fährt Oliver dann wieder, da es Moni jetzt erwischt hat. Ist halt auch schwierig auf so kleinem Raum den anderen nicht anzustecken. 

 

Trotzdem fahren wir langsam Richtung Bergama, wo wir dann die Stadt und die Sehenswürdigkeiten besichtigen. 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    s'Tanti (Sonntag, 10 Februar 2019 19:22)

    Hey, recht gute Besserung, Euch beiden. Werde für Euch einen grossen Schluck Kräuter trinken. Prost.....
    Ui, ui, ui, Oliver, war die Fahrt wirklich so gemütlich !?! Tschuldigung Monika, war ein Spässchen !
    Ja da habt Ihr ja wieder viele interessante Sachen angetroffen, gesehen und erlebt. Manchmal denke ich, unsere heutige, abgehobene Gesellschaft unterschätzt total unsere Vorfahren, die uns nicht nur sehr grosse Bauwerke hinterlassen haben, sondern auch als Künstler und Handwerker wunderschöne Ideen hatten und erschufen. Nur schon das Pferd von Troja und die Geschichte dahinter lässt uns erahnen, was da für grandiose Gedanken dahinter steckten.

  • #2

    Marianne (Sonntag, 03 März 2019 23:41)

    Den Worten von Tanti Silvia kann ich nur beipflichten.