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Ephesus I

Am späteren Nachmittag treffen wir in Ephesus ein. Zuerst geht es an einem Militär-Check- Point vorbei, zu einer kleinen Zahlstation. Für den Parkplatz werden hier 10 TR fällig. Der Kassier weist uns an, ganz nach hinten zu fahren um dort zu parkieren. Was wir auch gleichmachen. Schon von weitem winkt uns ein Mann und deutet uns, dass es da hinten noch Platz gibt. Also fahren wir da hin. 

Als wir auf seiner Höhe sind, spricht er uns an mit, willkommen Zürich. Okay. Das ist Oliver immer suspekt, aber gut, man soll ja nicht voreingenommen sein. Nachdem wir parkiert haben, zeigt er uns gleich sein Geschäft und erklärt uns die verschiedenen Sehenswürdigkeiten von Ephesus mit einem schönen Buch. Wir beschliessen das Buch zu kaufen, da es uns wirklich sehr gefällt. 

Sultan, so der Name des Händlers meint, es mache keinen Sinn jetzt noch ein Ticket zu kaufen. Wir sollen bessererst morgen Ephesos besichtigen und dann organisiere er uns einen Fahrer, der uns auf die andere Seite fahre, sodass wir dann ganz gemütlich die 6 Km von oben nach unten, durch die vielen Sachen gehen können. Für heute würde er uns nur noch zu einem Teppich Basar bringen, das sei ganz interessant. Da zeigen sie einem, wie die teuren Seiden-Teppiche geknüpft werden. Das koste uns nichts und man müsse auch nichts kaufen. Das sei einfach, Part of the Game, wie er meinte. Also gut, machen wir das. Wir lassen uns zu dem Basar fahren und schauen uns das an. Ja wirklich, wunderschöne seidene Teppiche präsentieren sie uns da. Doch zu ihrer Enttäuschung kaufen wir nichts. Der Herr der uns geführt hat meint nur, das mache nichts. Es sei ja nicht sein Geschäft, na in dem Fall. Zurück bei Willi und Laila ist Sultan schon wieder bei uns und quatscht uns schon wieder voll. Wir sagen ihm, dass wir morgen früh dann zu ihm kommen, um uns fahren zu lassen. Wir haben Hunger und kochen uns jetzt erstmal was, aber wie könnte es anders sein, schon bald steht unser Freund wieder da. Dieses Mal mit Tomaten aus seinem Garten, die habe ihm seine Frau für uns gegebenen. Ja aber sicher doch. Er merkt, dass, es uns beim Essen nur halb interessiert und beschliesst wieder zu gehen. Er müsse jetzt noch auf den Berg, graben gehen, mit seinem Metall Detektor. Ok, viel Erfolg.

Wir beschliessen unsere Dusche anzuwerfen, da es hier Wasser gibt und das erst noch mit so viel Druck, dass das Füllen unseres Tanks innert nützlicher Frist von statten geht. 

Also nichts wie unter die Dusche. Ach nein. Nicht schon wieder. Oliver ist noch voll unterm Wasser und da klopft schon wieder unser Freund an die Türe. Moni meint, jetzt geht es nicht, Oliver sei am Duschen.  Kein Problem für Sultan, er meint: „Also gut, dann komme ich in 10 Minuten wieder.“

Doch zehn Minuten sind ein weiter Begriff, denn es reicht Oliver nicht einmal, sich von der Seife zu befreien und schon steht er wieder da. Also lässt ihn Moni rein und bietet ihm einen Kaffee an. Das möchte er aber nicht. Er habe gerade auf dem Berg etwas getrunken. Ja das riecht und sieht man, das sieht aber schon nach etwas mehr aus. Oliver beeilt sich so gut es geht und kommt frisch geduscht in unseren Salon. Nun fängt Sultan an, über die Türken zu reden, dass die meisten ungebildet sind und keine „Kultür“ haben.  Das Wort „Kultür“ ist eines seiner Lieblings Worte, denn er wiederholt es am Laufmeter. Auch an der Regierung lässt er kein gutes Haar, die machen die Türkei komplett kaputt. Alles werde immer teurer, der einzige der profitiere und immer reicher werde, sei der da Oben. Ja, das können wir gut nachvollziehen und verstehen seinen Weltschmerz nur zu gut. Auf einmal legt er ein altes T-Shirt auf den Tisch und meint, er habe uns nur seine Ausbeute von heute Abend zeigen wollen. Zwei perfekte kleine Statuen, ein Kopf und eine Öllampe aus Metall. Und alles blitze blank und sauber, wie frisch aus der Produktion. Oliver meint, das sind aber schöne Stücke, aber wir kaufen sie nicht. Da meint Sultan, hast Du nichts zum Tauschen, Schuhe oder Elektrosachen. Aber Oliver sagt, zum Tauschen haben wir nichts, wir haben schon alle Schuhe und Elektro-Sachen in Marokko getauscht. Zudem sei es ja streng verboten antike Sachen aus der Türkei mit zu nehmen. Doch Sultan meint, nein, nein, das ist bei diesen Sachen kein Problem, sonst würde ich sie Dir nicht anbieten. Ja klar ist es bei diesen Sachen kein Problem, denn sie sind ja auch nicht echt, denkt sich Oliver. Doch da hat Sultan sich schon Monika zu gewandt und meint: „Er hat keinen Sinn für Kunst!“ Doch auch bei Monika beisst er auf Granit, denn sie hat viel zu viel Angst um etwas zu Schmuggeln. Also beschliesst er wieder ab zu zotteln mit seinen Sachen. So, nun endlich haben wir Ruhe und Moni kann Duschen gehen, dass sollte man mindestens meinen. Denn schon steht er wieder da, jetzt noch viel Betrunkener als zu vor. Er meint, er habe noch ein spezielles Geschenk für uns, einen Sack voller Safran Fäden und einen Beutel Kurkuma. Oliver meint, dass er ihm keinen Safran abkaufen wolle, da wir nie mit Safran kochen. Was zwar nicht stimmt, aber wir kennen die Qualität hier. Nein, nein, das ist ein Geschenk, meint er und ob Oliver ihm vielleicht schon das Geld für den Taxidienst für Morgen geben könnte, da er den Fahrer schon früh reservieren müsse. Es koste nur 160 TR. Wow! Das ist aber teuer, meint Oliver und schaut nach dem Geld, denn offensichtlich braucht er jetzt einfach Geld. Da Oliver nur noch zwei Hunderter hat, sagt er zu ihm, du kannst mir die restlichen 40TR Morgen dann zurückgeben. Was er auch bejaht und meint kein Problem, machen wir so, Morgen. Am nächsten Morgen, schon sehr früh, kommt er schon wieder und ruft uns, doch wir geben keine Antwort. Wir liegen ja noch im Bett und wollen zuerst noch in aller Ruhe Frühstücken und mit Laila spazieren gehen. Als wir zurückkommen überfällt er uns mit, wann er nun den Fahrer rufen könne, wir meinten ca. eine halbe Stunde brauchen wir noch, dann können wir gehen. Von den 40TR kein Wort. Als wir so weit sind sagt er, dass der Fahrer nicht da sei und er uns selber kurz fahren werde. Doch wie ein Wunder kreuzt da doch noch ein Fahrer auf und fährt uns zum Oberen Eingang, wo wir unseren Kultur Tag in Ephesos beginnen können. 


Da wir ja, wie Ihr alle wisst, immer ein Gewichtsproblem haben (Willi), möchten wir dieses Buch jemanden schenken, der es gerne haben möchte. Da wir davon ausgehen müssen, dass sich Millionen Leute darum reissen, dachten wir uns, dass wir es unter denjenigen, die einen Kommentar hinterlassen, verlosen werden. Viel Glück Tanti und Vreni. 

Achtung Kleingedrucktes, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Kommentare: 5
  • #1

    Marielle (Samstag, 16 Februar 2019 21:48)

    Ich bin au no da! =D

  • #2

    Vreni (Samstag, 16 Februar 2019 22:44)

    ICH nehme das BUCH !!! ha ha ha .... gewonnen !!!

  • #3

    Vreni (Sonntag, 17 Februar 2019 13:35)

    ...och.... jetzt sehe ich gerade, dass Marielle schneller war....Sie bekommt das Buch.

  • #4

    s'Tanti (Mittwoch, 20 Februar 2019 09:01)

    Scheisse, wir waren eine Woche weg. Ist mein Zug nun abgefahren ?
    Meine einzige Chance wird nun wohl sein: Alter vor Schönheit - hab ich recht !?!?

  • #5

    Marianne (Sonntag, 03 März 2019 21:43)

    ..... und ich war mit den Skiern unterwegs, weshalb ich nicht täglich die Reiseberichte lese....

    Aber Mariella lehnt das Buch vielleicht zu Lesen aus :-)