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Ephesus III

Nach dem sehr schönen, überdachten Teil, machen wir uns auf zur Haupt-Attraktion von Ephesus die Celus Bibliothek oder das was noch von ihr übrig ist. Das war mal ein sehr beeindruckender Bau. Die unglaublich filigranen Verzierungen an Decken und Wänden muss die Leute, früher genauso wie heute, in ihren Bann gezogen haben.  

Und schon geht es wieder weiter zur nächsten spannenden Ecke, das Theater. Die schiere Grösse überwältigt einem, wenn man unten auf der Theater Boden steht. Es soll ja eines der grössten Theater der Antike gewesen sein. Auch die Akustik ist imposant. Man versteht jedes Wort das gesprochen wird, das heisst, wenn man die Sprache verstehen würde, denn wir verstanden nur Bahnhof von dem was die Chinesen da unten miteinander Sprachen.

Die Hafenstrasse, die zu keinem Hafen mehr führt, da das Meer heute 4 Km weiter draussen liegt als in der Antike. Das muss ein Treiben und Handel gewesen sein. Da säumten sich hunderte von kleinen Läden auf beiden Seiten der Strasse. 

Irgendwie hat sich nicht viel verändert in den letzten zweitausend Jahren. Beim Ein- und Ausgang sind auch heute noch dutzende von kleinen Läden, die den Touristen ihren Kitsch verkaufen wollen. Leider haben wir davon keine Fotos, da wir es als nicht so attraktiv erachtet haben. 

 

Ja dieser Tag hat sich gelohnt, das kann man wirklich so sagen. Wir haben sicherlich über 10 Km zu Fuss zurückgelegt, ohne es wirklich zu merken, da es so vieles zu sehen gab. Doch nun, als wir beim Ausgang sind merken wir, dass wir den ganzen Tag weder gegessen noch getrunken haben. So beschliessen wir uns rasch im Restaurant zu verpflegen. Das machen wir sonst nie an diesen Touristen Orten, da das Essen immer viel zu teuer und meist eher schlecht als recht ist. Doch es ist ganz Ok, zumal wir ja fast am verdursten und verhungern sind.

 

Ein älterer Herr bringt uns die Speisekarten und fängt mit uns an zu sprechen, ja sein Geschäft mit Gold laufe überhaupt nicht mehr, da der Goldpreis in der Türkei viel zu hoch sei und sein Silbergeschäft gehe auch nicht. Aber wir sollen doch nach dem Essen kurz in seinen Laden kommen, er wolle uns einen Sultaninen-Stein zeigen. Der wechselt je nach Licht die Farbe. Oliver findet es nur halb lustig, alle wollen immer was verkaufen und ihm fällt es so schwer nein zu sagen, da er ja auch Mitleid mit den Leuten hat. Doch heute wird er sicher nicht schwach, denn Sultan hat immer noch nichts dergleichen getan, wegen den 40 TR die er ihm noch schuldet. Also gehen wir nach dem Essen in den Laden. Als er merkt, dass wir deutsch sprechen, fängt er auch an mit uns deutsch zu sprechen. Er erklärt uns die verschiedenen Steine und seinen Schmuck, den er selber in vierter Generation fertigt.  Monis Augen fangen an zu glänzen als sie einen Opal sieht. Der nette Mann meint, das wäre doch ein schönes Geburtstagsgeschenk, doch Oliver ist stur wie ein Esel, er schenkt keinen Ring, das ist viel zu gefährlich und macht sich aus dem Laden. 

 

Doch Moni kommt mit einem Ring, ach schau mal wie schön der aussieht. Ja, ja, können wir nun gehen oder kaufst du ihn? Was kostet er denn? Der Händler meint, er müsse ihn zuerst wiegen. 360 TL, aber weil er den ganzen Tag nichts verkauft habe und nun schon bald den Laden schliessen werde und im Moni so sympathisch sei, würde er ihn für 200TL geben. Moni meint, das ist ja genau gleich viel, wie Du Sultan gegeben hast. Das wäre dann ausgleichende Gerechtigkeit, schliesslich hat Oliver sich ja auch 200 TL abknöpfen lassen. Moni packt schnell ihr Portemonnaie hervor und kommt so zu einem wunderschönen Ring. 

200 TL sind übrigens 35 Fr. Also gut, nun müssen wir noch ein wenig fahren, da wir nicht noch eine Nacht hierbleiben wollen, da Oliver meint, Sultan kommt heute Abend sicher wieder, wenn er betrunken ist und will was von uns. 

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Kommentare: 4
  • #1

    Marielle (Samstag, 16 Februar 2019)

    Sehr imposant die bilder!
    Schöne ring hesh da pöschtelet moni =D

  • #2

    Vreni (Samstag, 16 Februar 2019 23:44)

    wow, sehr interessant, dieses Ephesus ! und sehr schön der Ring Monika.... man gönnt sich sonst ja nichts.

  • #3

    s'Tanti (Sonntag, 24 Februar 2019 19:47)

    Hey, Monika, sehr schöner Ring, Kompliment.

    Habe den Bericht zweimal oder mehr gelesen, hat Oliver den Restbetrag von dem Schnorri vom Wegesrand noch erhalten ?

    Sehr interessant die drei Kapitel von Ephesus. Schöne Aufnahmen von den Ruinen, der Prachtstrasse zur Bibliothek, dem Theater und den Mosaiken. Wow, da wäre ich auch gerne dabei gewesen. Diese Geschichte muss ich unbedingt mal noch googeln. Wir als Kinder in der Klosterschule erfuhren in Geschichte nur von den Römern. Der Tempel der Artemis war wohl zu weit weg !

  • #4

    Marianne (Sonntag, 03 März 2019 21:31)

    Dieses Theater ist ja der reine Wahnsinn, so schön.

    Gell, Monika, gewisse Sachen muss man sich einfach selber kaufen. Der Ring passt perfekt an deine Hand, wirklich sehr schön.