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Von Höhlengräbern bis zur Höhlenstadt

Myra ist auch wieder ein geschichtsträchtiger Ort, der sogar als Wallfahrtsort gilt. Von hier kommt anscheinend auch unser beliebter Nikolaus-Brauch. So möchten wir also die bekannten Felsengräber besichtigen. Wir sind ein bisschen enttäuscht, da wir dachten, wir können wenigsten eines besichtigen. Aber leider ist der ganze Teil abgesperrt, so dass man nur von einiger Distanz, die Gräber besichtigen kann. Es ist schon sehr eindrücklich, wenn man sich vorstellt, wie diese Gräber ca. 400 v. Chr. gebaut wurden, und sie die Toten dann noch dort hinauftragen mussten. Die Lykier glaubten, dass die Seele eines Verstorbenen in den Himmel gelangt, mit Hilfe von Vogeldämonen, deshalb wurden die Grabstätten möglichst hoch angelegt, was den heutigen Touristen nun die Besichtigung leider verunmöglicht. 

Im gleichen Areal hat es noch ein Amphitheater. Als wir näherkommen, hören wir jemanden singen. Anscheinend stören wir, denn sie hört sogleich auf, als sie uns entdeckt. Die Amerikanerin steht in der Mitte des Theaters und ihr Partner ganz oben, auf den Zuschauerrängen und ist am Filmen. Aber da wir ja nicht wissen, wie lange sie da singen will, machen wir uns trotzdem auf, unsere Fotos zu machen und das Theater zu besichtigen. Danach verschwinden wir dann wieder. 

Wir schlafen in der Nähe von Finike an einer wunderschönen Steilküste, unweit von einem kleinen Lokal. Wir geniessen die Ruhe und die herrliche Aussicht, bei einem fantastisch grossen Mond über dem Meer.

 

Dass Wetter und die Temperaturen sind herrlich, sodass wir uns zwischendurch immer wieder zu Pausen im Liegestuhl verleiten lassen und die Sonne in vollen Zügen geniessen. 

 

Am 21. Februar fahren wir durch Antalya und staunen. Während es in den anderen Orten noch keine Touristen hat, wimmelt es hier nur so von ihnen. Viele Hotels sehen aus wie in Las Vegas, so Themen orientiert. Die Strände sind nur den Hotelgästen vorbehalten, sodass wir nirgends an den Strand kommen, ausser an ein paar wenigen Orten. Doch da sieht es meist eher gruslig aus. Wir stellen uns vor, wie es hier in der Hochsaison aussieht und fahren dann schnell weiter in der Hoffnung, es möge besser werden.

Die Polizei Präsents in diesem Land ist enorm. Immer wieder hat es Strassensperren, und überall sehen wir diese Polizeiautoattrappen. Zum Glück lassen sie die Touristen meist in Ruhe und winken einem durch. Ausser, wenn sie einem mit einem Einheimischen verwechseln, dann bemerken sie aber den Fehler spätestens beim Sprechen und schicken einem dann weiter, da die Polizisten meist keine Fremdsprachen sprechen und es sowieso zu kompliziert ist mit diesen Touristen.

Was uns hier in den südlichen Ländern auch auffällt, hier haben sie auf den Dächern oft Solarzellen und den Wasserboiler. Sieht teilweise zwar schlimm aus, ist aber eine gute Sache.

 

In Alanya parkieren wir, und besuchen einen grossen Gemüsemarkt. Herrlich wie das hier duftet. Wir kaufen uns 1 Kilo frische Erdbeeren, die wir dann später mit Schlagrahm als Dessert essen und aus dem Rest machen wir frische Konfitüre, die endlich mal nicht so süss sein wird, wie die aus dem Laden. Wir freuen uns jetzt schon auf unser nächstes Frühstück. 

Es ist angenehm warm und so schlendern wir noch ein wenig durch die Hafenpromenade. Oliver gönnt sich noch einen Döner, der zwar sehr günstig ist, aber ausser dem Brot auch nicht viel zu bieten hat. 

Was wir bisher nur in der Türkei gesehen haben ist, dass es nie nur ein Bankomat von einer Bank hat. Nein, hier stehen immer eine ganze Reihe von Bankomaten, von diversen verschiedenen Banken. Was die Entscheidung für uns immer etwas komplizierter macht, denn wir wissen ja gar nicht, wer wieviel Spesen verlangt und bis wir die Abrechnung haben vergehen ja meist einige Tage und bis wir die anschauen, vergehen meist einige Wochen. So nehmen wir immer den, an dem keine Leute sind, sodass wir nicht anstehen müssen wie die Einheimischen.

Unser Weg führt uns weiter nach Mersin, wo wir dann gegen Abend noch kurz in der MiGROS einkaufen gehen, um unsere Vorräte mal wiederaufzufrischen. Wie zum Beispiel Mineral Wasser mit Kohlensäure. Offensichtlich trinken Türken meistens nur stilles Wasser, denn Blubber Wasser gibt es nicht überall oder nur ein paar verstaubte alte Flaschen in denen das Wasser mehr Still als Blubber ist. Dieser grosse Einkaufswagen imponiert uns, denn so sieht unser Willi aus wie ein kleines Spielzeugauto. 

Auf der Suche nach einem Schlafplatz fahren wir an sehr schönen und originellen Strassenlaternen vorbei, die wir natürlich gleich für dich fotografiert haben.

Wir suchen einen Schlafplatz und so fahren wir zur grossen Strandpromenade, wo wir gleich am Strassenrand übernachten. Was ein riesen Fehler war, denn die ganze Nacht ist da ein Auto Verkehr, dass zumindest Oliver so gut wie kein Auge zu machen kann. In der Türkei hat es auch an vielen Orten, meistens gleich neben dem Spielplatz, Fitnessgeräte. Welche aber immer leer sind und nur von Moni genutzt werden. 

Etwas weiter vorne sehen wir ein gestrandetes Schiff, dass mit einer Öl-Sperre gesichert ist. 

Wie das wohl passieren konnte?

Auch für die herrenlosen Katzen wird hier gesorgt. Sie haben ein eigenes Katzenhaus mit Kratzbaum, Futter und Wasserstellen und Schlafplätzen. 

Am nächsten Morgen sind wir schon sehr früh wach, wegen dem Strassenverkehr und beschliessen gleich mit Laila spazieren zu gehen. Wir staunen nicht schlecht. Morgens um 7 Uhr hat es bereits sehr viele ältere Leute, die an der Strandpromenade laufen, joggen, und wir staunen, die Fitnessgeräte werden rege benutzen. 

So kann ja ein Tag nur schön beginnen. Wir fahren weiter Richtung Derinkuyu, wo wir dann am nächsten Morgen die Unterirdische Stadt besichtigen wollen. Hier mit Laila zu spazieren geht nur mit Hundeeskorte. Aber zum Glück sind hier die Hunde sehr friedlich. 

Am 27. Februar besichtigen wir also ganz alleine die Unterirdische Stadt. Es geht immer tiefer und tiefer, und Oliver meint auf einmal, hoffentlich geht der Strom nicht aus, denn sonst ist es hier drinnenstockdunkel.

Wir sind überwältigt, wie tief hinunter, dass es hier geht. Mit einem ausgeklügelten Lüftungssystem, und riesigen runden Steinen, die als Türen dienten. Gewaltig das Ganze und wenn man sich vorstellt, dass die noch keine elektrische Bergbau Geräte hatten, erst recht. Hut ab vor denen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Marielle (Mittwoch, 13 März 2019 18:19)

    Schöni Föteli und en spannende bricht.

  • #2

    Marianne (Freitag, 15 März 2019 14:55)

    Danke für die schönen Fotos von der unterirdischen Stadt, den Herzen zur Aussichtsplattform, den Strassenlampen an der Strandpromenade, der lustigen Delfin-Telefonkabine und last but not least, die herrliche Mond-Aufnahme.