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Rückblicke auf Usbekistan

Wir sind am 25. Mai 2019 eingereist und nach 20 Tagen wieder ausgereist. In dieser Zeit sind wir 2309 Km gefahren. Wir haben für die obligatorische Autoversicherung, Simkarte mit 70GB Daten, Diesel, die vielen Eintritte, und das Essen 7'291'862 SUM ausgegeben. Nicht erschrecken! Das sind 758 Euro oder 850 CHF.

Gerne möchten wir Dir noch ein paar Rückblicke zeigen, die wir während unserer Reise erlebt haben.

 

In Usbekistan wird immer nur mit kleinen Besen gewischt, damit man sicher auch am Abend noch was davon hat. Ganze Putztrupps reinigen die Strassen und die schönen Plätze, und auch die Blumenbeete werden in Schwung gehalten.  

Auf den Feldern wird noch alles von Hand gehackt. Die Wiesen werden mit einer Handsichel gemäht, sogar das Korn wird so geerntet. Nur bei den wirklich grossen Feldern, sehen wir zum Teil kleine Traktoren auf dem Feld.

Die Touristeninformation in Samarkand war gerade nicht besetzt.

Das Ferganatal ist für die Augen ein wahrer Schmaus. Leider ohne Parkmöglichkeit.

Im Reiseführer von Matthias steht, dass Wasser hier ein rares Gut ist. Dass wir hier Mühe haben, Wasser zu finden, das wissen wir, aber die Einheimischen haben anscheinend noch nichts davon gehört. Hier wird Wasser zum kühlen von Getränken verschleudert, Gärten so üppig getränkt, dass das Wasser auf die Strasse läuft. Dafür ist aber auch alles herrlich grün und überall blühen Blumen.

Auf den kleinen, alten Auto’s wird so ziemlich alles transportiert.

Auch heute noch denken wir, wenn wir etwas kaufen, uhhh, das ist aber teuer. Dabei haben sie hier auf den Geldnoten einfach viel zu viele Nullen. Die Menschen gehen mit riesigen Geldbündeln in der Hand einkaufen. Die Händler haben meistens eine grosse Kartonschachtel oder eine riesige Tasche, wo sie ihr Geld verstauen.

Was auch noch sehr interessant ist, in ganz Usbekistan konnten wir unsere Alarmanlage nie einschalten, denn schon nach kurzer Zeit ging sie immer gleich los. Und ab der Grenze nach Kirgistan funktionierte sie wieder einwandfrei.

 

Was wir auch noch speziell finden, hier werden die Autos aussen und innen sehr gepflegt. Aber der Fahrstil der Usbeken verlangt den Autos doch einiges ab. Da wird über Löcher und Bodenwellen gefetzt, dass wir manchmal dachten, jetzt ist die Achse gebrochen. Oder hirnrissige Überholmanöver, um dann kurz nachher rechts an den Strassenrand zu fahren und Pause zu machen. 

 

Das Problem mit dem Diesel verstehen wir irgendwie auch noch nicht. Der Diesel auf dem Schwarzmarkt wird sogar noch billiger verkauft als an den Tankstellen. Der Bedarf an Diesel ist ja anscheinend da, denn sonst wäre er ja nicht überall ausverkauft. Also warum wird dann nicht mehr importiert? Aber unser heikler Willi hat erstaunlicherweise den Usbekischen Schwarzmarkt Diesel gerne. 

Das persönliche Distanz Gefühl kennen sie hier auch nicht. Was uns eigentlich schon fast wieder irritiert. Einer Frau die Hand zu geben, das dürfen viele Männer hier nicht, aber an der Kasse im Einkaufsladen musste Oliver flüchten, weil ihm eine ältere Frau so nahe aufgerückt ist, dass er ihren heissen Atem, also den Atem, nicht den heissen Körper, im Genick spürte. War es jetzt die Wärme in diesem Land die ihn flüchten lies, oder die fremde, alte Frau?

 

Früher war es für Moni die Hölle, wenn einfach irgendwann einer kam und unseren Willi anschauen wollte und wir den Abwasch noch nicht gemacht hatten. Heute gehört das zur Tagesordnung und sie hat sich daran gewöhnt. Also nicht, dass wir nicht mehr abwaschen, sondern, dass die Leute einfach vor der Tür stehen und fragen, ob sie reindürfen.

 

In diesem Land hat es sehr wenige alte Auto’s, dafür sind es vielfach weisse, kleine Chevrolets ohne jegliche Sicherheitssysteme wie ABS usw. Was man immer wieder bei den Lichtsignalen sehen kann, wenn sie mit blockierenden Rädern, quietschend anhalten. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Marielle (Freitag, 21 Juni 2019 20:25)

    Lässigi zämefassig vo eune erfahrige und erläbnis in usbekistan!

  • #2

    s'Tanti (Sonntag, 23 Juni 2019 16:19)

    Interessante Rückblicke von Usbekistan.
    Andere Länder, andere Sitten und Bräuche - das macht Eure Reiseberichte so lesenswert. Danke, dass wir daran teilhaben dürfen.