· 

Lanzarote

Wir fahren weiter zu einem schwarzen Sandstrand wo wir parkieren und dann zu den Salinenfeldern laufen. Herrlich, dieser Kontrast der Farben.

Doch von oben sieht das Ganze noch viel schöner aus. Hier kommen die wunderschönen Farben der verschiedenen Wasserfelder noch viel besser zur Geltung. 

Unsere weitere Fahrt bringt uns nach Los Hervideros. Bei hohem Wellengang schiesst hier das Meerwasser aus den natürlichen Felshöhlen nach oben. Doch leider ist gerade heute nur mässiger Wellengang und das Wasserspektakel bleibt aus. Aber wir haben wieder viel zu lachen ab den vielen Selfietouristen.

Unweit davon, parkieren wir noch einmal und gehen auf die Suche nach halb Edelsteinen. Wir werden auch gleich fündig, und führen diese Steine zum Leidwesen von Oliver immer noch mit dem Willi in der Weltgeschichte herum. (Gewicht)

Weiter führt uns die Strasse durch die vielen schwarzen Lavafelder nach El Golfo zur Lagune Verde. Auch hier wieder das prächtige Farbenspiel.

Nun aber zum gemütlichen Teil dieser Inselbesichtigung. Wir fahren durch den Parque Nacional de Timanfaya und wollen in eine Bodega zur Weindegustation. Der hiesige Wein soll ja so speziell sein. 

So halten wir bei einer kleinen herzigen Bodega in la Geria, mit einer herrlichen Terrasse mit Blick über die Weite. Oliver bestellt sich einen trockenen Weisswein und die anderen drei, einen süsslichen. Der süssliche Weisswein entpuppt sich als sehr süssen Apero-Wein und der trockene mundet auch keinem von uns. Vor allem tun wir uns schwer damit, denn das kann unmöglich eine Wein-Degustation sein, das Glas ist bis zum Rand gefüllt! Zumal zwei von uns noch fahren müssen, kann man ja gar nicht weitere Weine probieren. Die Frage ist, ob sie überhaupt noch weitere Weine hätten. Aber das Zvieriplättli ist umso erfreulicher. Eine für die Inseln typische Waschweiber Suppe, mit Kichererbsen, Chorizo und Wochenrückblick, aber super fein. Tomaten, Salami, Schinken, Käse, frisches Brot und diese Aussicht, was will man mehr?

Nach dieser gemütlichen Pause suchen wir uns jetzt aber doch noch eine Bodega zum Wein degustieren, denn Eveline und Stefan möchten noch Wein kaufen. Unweit von der kleinen, hat es eine grosse Bodega. Aber auch bei der grossen werden die Gläser vollgemacht und natürlich auch normal berechnet.  Schade eigentlich, denn so kann man die grosse Auswahl die sie hier haben wirklich nicht probieren. Zum Glück bestellt jeder von uns eine andere Sorte und so hat man dann doch die Auswahl zwischen vier Weinen. Der Tag neigt sich leider schon wieder dem Ende zu und so fahren wir zurück zum Hotel. Da am Mittwoch der letzte Ferientag der beiden ist, möchte Eveline noch einmal einen Strandtag machen. Gleich in der Nähe ihres Hotels sind die bekannten Papageienstrände. So fahren wir schon heute Abend zu einem dieser Strände und werden sie dann morgen hier wieder treffen. Die Sonne scheint und Eveline geht trotz Wind noch ein letztes Mal im Meer schwimmen. Aber was uns wirklich erstaunt sind die vielen FKK-ler. Obwohl dies ja ein Familienstrand ist, gibt es doch einige die hier einfach so am Strand entlanglaufen. Am Abend spazieren wir dann noch gemeinsam durch das Dorf und suchen uns ein Restaurant, was sich gar nicht als so einfach entpuppt, da es doch viele gibt, die geschlossen sind. Trotzdem werden wir fündig und geniessen es, im November gemeinsam draussen zu essen. Leider sind die Tage schnell vorbei und am nächsten Morgen heisst es bereits wieder Abschiednehmen. Doch nicht für lange, denn Eveline kommt uns im Februar besuchen, wo auch immer wir dann sind. Wir werden voraussichtlich auf einer der kleinen Inseln sein, wo es dann für uns alle, neues zu entdecken gibt.

 

Aber zuerst wollen wir jetzt noch ein wenig Lanzarote geniessen. Wir besuchen die Cueva de los Verdes. An alle, die diese Höhle auch einmal besuchen wollen, bitte diesen Bericht nicht lesen!!! Denn sonst kennst Du das Geheimnis dieser Höhle und das wäre schade. Es gibt nur eine geführte Besichtigung.  So müssen wir zuerst warten bis genügend Leute hier sind. Das dauert aber nicht sehr lange und schon geht es in die interessante Höhle, die mit ihren verschiedenen Farbtönen und mit der zum Teil speziellen Beleuchtung gut zur Geltung kommt. Wir erfahren sehr viel von der Entstehung dieser Höhle und irgendwann will er, dass wir uns ganz nahe zu einem, mit einem kleinen Holzzaun gesicherten Abgrund stellen. Er fragt, was wir meinen, wie tief hier die Höhle ist. Es kommen verschiedene Antworten, bis er fragt, wer möchte sich hier auf diesen Felsen stellen, der hinter dem Zaun und direkt am Abgrund steht. Doch keiner meldet sich freiwillig. So schnappt er sich eine hübsche, junge Frau und meint, komm, sei mutig, ich halte dich. Ziemlich unsicher stellt sie sich auf den Felsen. Er gibt ihr einen Stein in die Hand und meint, sie solle ihn nun runterwerfen und wir zählen, wie lange es geht bis er unten ankommt. Mit einem riesigen Wasserspritzer kommt er im nur etwa 20cm tiefen Wasser am Boden an. Das Ganze war eine optische Täuschung. Die Höhle hat sich auf dem absolut stillen Wasser gespiegelt. Wahnsinn. Schon kurze Zeit später ist das Wasser wieder absolut still und wieder sieht man diese riesige Höhle. Nach diesem eindrücklichen Spektakel begeben wir uns Richtung Ausgang wo uns eine warme Brise empfängt. Also nichts wie zurück zu Laila und Willi. Aber im Willi ist es angenehm kühl, schon fast wie in der Höhle. 

 

Unweit von hier besuchen wir auch die berühmte Kunst und Kulturstätte Los Jameos del Agua in der Nähe des Dorfes Haria. Auch sie befindet sich im Inneren eines Vulkantunnels. Der im Tunnel gelegene See stellt eine einzigartige Formation dar und die kleinen weissen Albino-Krebse sind noch spektakulärer. Es macht richtig Spass sie zu beobachten. Moni möchte sich einen besseren Platz suchen um sie zu filmen und geht dem Ufer entlang. Da das ruhige, knapp 10cm tiefe Wasser so glasklar ist, bemerkt sie nicht, dass die Steine auf die sie treten will, sich unter Wasser befinden. Als sie gerade den Fuss absetzt, eilt ein netter englischer Gentleman herbei, zieht sie am Arm zurück und bewahrt sie so vor dem Ertrinken im Wasser. So kommt sie mit einem leicht nassen Schuh davon.  Wir verbringen noch ein paar schöne Tage auf Lanzarote bevor wir uns ein Fährticket nach Fuerteventura kaufen. 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0