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Gran Canaria

Als wir auf Gran Canaria in Las Palmas ankommen, fahren wir gleich etwas ausser halb zu einem Strandparkplatz und wollen morgen dann in die Altstadt um dort evt. den Silvesterabend zu verbringen. Da aber am 31. schon morgens um 10 Uhr immer wieder Feuerwerk losgeht, beschliessen wir dann, den Sylvester doch lieber nicht im Getümmel zu verbringen, da Laila die Knallerei nicht gerne hat. So verbringen wir einen gemütlichen Strandtag zusammen mit vielen Surfern.

Am Abend kocht Oliver was feines und um Punkt Mitternacht geht ein fantastisches Feuerwerk los. 

Moni findet im Internet einen Bericht von einer Sandkrippe die am bekannten Strand von Las Canteras zu finden ist. So suchen wir uns zuerst mal einen Parkplatz, was hier wirklich nicht so einfach ist. Die Gassen sind sehr eng und es hat auch viel Verkehr. Etwas ausserhalb werden wir dann doch noch fündig. Endlich auf der Strandpromenade angekommen, verstehen wir, warum die Geschmäcker hier auseinander gehen. Die einen finden diese Strandpromenade herrlich und andere finden, hier müsste man mit der Abrissbirne durch und alles platt machen. Wir finden, es ist schon ziemlich heruntergekommen und dürfte einmal renoviert werden. Aber der breite Sandstrand ist herrlich und wird auch rege genutzt.  

Das Ganze ist halt ziemlich in die Jahre gekommen, aber die Leute geniessen es sichtlich. 

 

Leider finden wir die Krippe nirgends und so müssen wir unverrichteter Dinge wieder zurück. Auch die bekannte Playa del Ingles möchte Moni von nahem sehen, doch auch hier ist wieder das Parkieren unser grösstes Problem. So fahren wir weiter. Da wir keinen Schattenplatz finden und es heute wirklich warm ist, muss Laila wohl oder übel mitkommen. So grosse Touren mag sie nicht mehr sonderlich. Aber wir nehmen es gemütlich und geben uns mit dem Blick auf die grosse Sanddüne von Maspalomas zufrieden. 

Am Freitag will Oliver was Feines kochen, während dem Moni am Boden sitzt und unseren Sitzüberzug flickt. Als Oliver auf einmal flucht. Moni muss nicht mal fragen was denn passiert ist, sie sieht und spürt es. Doch weil sie sieht, dass auch auf ihrem hellen Sitzbezug ein roter Tomatenpüree fleckt leuchtet, sagt sie nur, wie im Operationssaal, schnell einen Tupfer, nein, sie will einen nassen Lappen. Obwohl ihr das Tomatenpüree über die Haare ins Gesicht läuft, wird zuerst der Sitz geputzt. Oliver kann sich kaum mehr auf den Beinen halten vor lauter lachen. Ja, auch der schwarze Fliegenvorhang, die Hosen, das T-Shirt und eben, wie schon gesagt, die Haare, alles rot eingefärbt. Entschuldigend zeigt er ihr die Dose. Kuck, ich habe nur ein kleines Loch gemacht, und dann kam die Explosion. Ja ja, schon ok. Es ist bereits wieder alles sauber gewaschen und geputzt, doch Oliver muss immer noch lachen.

 

Am nächsten Morgen will es Oliver wissen und macht Frühgymnastik. Er klettert wieder einmal aufs Dach und putzt unsere Solarzelle, weil diese vor lauter Sandstaub fast keinen Strom mehr produziert. 

So fahren wir gegen Mittag weiter und sehen unterwegs eine Waschanlage mit Treppe. Das wäre doch jetzt die Gelegenheit um auch mal Willis Dach zu waschen und Willi im alten Glanz erstrahlen zu lassen. Das beste aber ist, da es noch einen separaten Wasseranschluss hat, können wir gleichzeitig unsere Wasservorräte füllen. 

Moni wäre mal noch gerne am Abend durch die Partymeile geschlendert, aber das ist halt nicht so Olivers Ding. Aber als er am Nachmittag mit seiner Tochter telefoniert und sie hört wie er ihr sagt, er müsse heute Abend mit Moni an den Ballermann, freut sie sich schon.  Von den Bergen haben wir ja schon die letzte Nacht das grosse Riesenrad leuchten gesehen, und so fahren wir gegen Abend dorthin. Schnell noch ausgehtauglich machen und los geht’s. Party!!! Wir kommen. Die Ernüchterung ist gross. Eigentlich ist das nur so ein kleiner Luna Park, wo man Eintritt bezahlen muss, wenn man nur schon rein will. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da setzen wir uns lieber im oberen Stock in eine Bar und bestellen uns einen Drink. Irgendwie noch interessant. Als Moni dem Barkeeper zuschaut, meint sie noch, oh oh, der wird aber wieder stark. Tatsächlich, Moni’s Drink haut sie fast aus den Socken, und Oliver hat einen Softdrink bekommen. 

So stellen wir uns leicht beschwips, also nur einer von uns, ans Geländer und amüsieren uns köstlich über die Leute im Luna-Park. 

Moni könnte noch Stunden hier stehen, aber Oliver möchte lieber noch eine Glace und dann zurücklaufen zum Willi. 

 

Als Sehenswürdigkeiten werden im Internet die Höhlenwohnungen, Höhlenkirche und Höhenrestaurants in Guayadeque angepriesen. Da es uns im Landesinneren bis jetzt sehr gut gefallen hat, beschliessen wir, uns das auch noch anzusehen. Der Weg dorthin ist aber alles andere als angenehm. Sehr enge Strassen, viele Kurven, viele Velofahrer und vor allem viele Autofahrer. Mehr sagen wir dazu nicht. Ausser vielleicht, dass es so manches Stossgebet braucht, in welcher Form auch immer. In La Frozaleta machen wir eine Verschnaufpause. Die Aussicht ist schön, und die Höhle die hier angepriesen wird, schauen wir uns auch an. 

Wir suchen uns etwas oberhalb von Guayadeque einen Schlafplatz und wollen es dann morgen in aller Ruhe besichtigen. Da wir schon früh dort sind, haben wir auch gleich einen Parkplatz. So laufen wir auf den schönen Gehwegen an den vielen Höhlenwohnungen vorbei und finden, das muss doch die Hölle sein, hier zu wohnen. Nicht wegen der Höhlen, sondern wegen den Touristen. Sogar um ihre kleinen Gärtli vor der Eingangstüre müssen sie einen riesigen Zaun machen. Auch haben sie überall Sichtwände gebaut, was wir auch verstehen. 

Am Samstag sind wir in Agüimes. Schon als wir gestern daran vorbeigefahren sind, haben wir die vielen farbigen Häuser und die Kirchentürme von weitem gesehen. 

Schon der erste Kreisel ist speziell. In der Mitte steht ein Marterpfahl und daran gebunden ist ein Mensch der mit 2 Pfeilen hingerichtet wurde. Der schöne Vorplatz bei der Kirche ist im Sommer sicher ein sehr beliebter Platz. Die Kirche hat auch einige sehr interessante Bilder.

Am Sonntag wollen wir am Hafen von Las Palmas einen Termin für unser Open Ticket für die Fähre buchen. Am Schalter fragt uns der Mann, wann wir denn fahren möchten. Da uns das eigentlich egal ist, meint er, wir könnten für einen Aufpreis von 9.50 Euro heute Abend um 17.30 Uhr mit der Schnellfähre nach Teneriffa. Oliver meint, das ist doch super, dann dauert die Überfahrt nicht so lange, nur 1 Stunde und 30 Minuten. Ja warum eigentlich nicht, genau das ist ja das Schöne an unserem Reisen. Er ist sich schon am überlegen, was für einen Drink er denn heute gerne hätte auf der Fähre. Na da sind wir ja jetzt mal gespannt auf diese Schnellfähre. Ob man da einen Unterschied merkt? 

 

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    s'Tangi (Samstag, 15 Februar 2020 18:14)

    Hey, schön, dieses las Palmas. Beneidenswerte Landschaft, herrliche Surfwellen und interessante Höhlenwohnungen. …. Und ja, sieht toll aus, Deine Morgengymnastik, Oliver ! Hattest Du deshalb zu viel Kraft für die Tomatenbüchse ? hi, hi, hiiiii
    Jöö, schönes, farbenfrohes Dörfchen, dieses Agüimes, mit diesen herrlichen Skulpturen.