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Teneriffa - El Hierro

Wir beschliessen Gran Canaria zu verlassen und wollen nach Teneriffa. Wie meistens stehen wir wieder zuvorderst in der Kolonne und sind begeistert, als der Katamaran einfährt. Wir fragen uns zwar wie denn das gehen soll, und ob denn Willi da wirklich Platz hat. Gleichzeitig fragen wir uns, warum auch eine neue Fähre immer noch so viel Dreck ausstösst. 

Was wir auch sehr schade finden, es hat einzig ganz hinten eine kleine Terrasse. So hat man nicht mal die Gelegenheit, die Fahrt draussen zu verbringen. Als die Rampe geschlossen wird, sehen wir eh nicht mehr viel, ausser die hohe, sprudelnde Wassermenge die das Meer gewaltig aufwirbelt. 

Die Geschwindigkeit und der Lärm ist enorm und so beschliessen wir rein zu gehen. Moni holt am Buffet zwei Kaffee und Kuchen, doch schon als sie mit dem Tablet bei Oliver ankommt, sitzt dieser Schweiss gebadet und grün im Gesicht auf seinem Stuhl. Es schaukelt auch sehr heftig, aber bei dieser Geschwindigkeit wundert uns das nicht. Oliver will wissen, wo die Toiletten sind und so kundschaftet sie schnell den direkten Weg aus. Sie kann ihm nur noch kurz die Richtung deuten und schon ist er weg. Oh je. Nicht schon wieder. 

Moni hat eindeutig mehr von der Fahrt. Es gibt Free Wifi an Bord und so geniesst sie es, ungestört mit Kaffee und Kuchen zu telefonieren. Als der Gong ertönt, dass man zu den Autos darf, kommt Oliver schneeweiss im Gesicht von der Toilette zurück. Er hat doch tatsächlich die ganze Überfahrt auf dem Klo verbracht. Moni meint, er hätte ruhig hierbleiben können, er wäre nicht der Einzige gewesen. Doch das will er gar nicht hören. Den erst besten Parkplatz mitten in Santa Cruz nehmen wir. Für heute ist Feierabend. Am nächsten Morgen werden wir dafür umso mehr belohnt. Es ist herrlich warm und vor allem ist es windstill. So machen wir mit Laila zusammen einen wunderschönen Entdeckungsspaziergang. Wir haben in der Nacht echt einen super Parkplatz ausgewählt. Direkt beim Freibad und in der Nähe der Oper, wo wir uns dann gleich mit einem feinen Kaffee belohnen.

Oliver meint, er könne unmöglich heute schon wieder auf eine Fähre, darum beschliessen wir einen schönen Platz zu suchen und den Tag am Meer zu verbringen. 

Am nächsten Morgen fahren wir dann auf direktem Weg durch Teneriffa nach Los Cristianos, wo wir eigentlich zuerst noch in eine Apotheke wollen. Doch es ist ein Verkehrschaos in diesen kleinen Strassen, so dass Moni meint, jetzt fahr halt hier an den Rand und warte, ich beeile mich. Oliver macht das nicht gerne, da er die anderen mit unserem grossen Willi nicht ärgern will. Doch schliesslich braucht er ja eine Wundertablette für die Überfahrt nach El Hierro. Die Frau gibt ihr ohne gross zu diskutieren eine Packung Cinfamar 50mg für 4.47 Euro. Na hoffentlich wirken die Dinger dann auch. Also schnell wieder zurück. Eigentlich wollten wir hier ja noch einkaufen, aber als wir es dann endlich durch dieses Gewusel geschafft haben und am Fährhafen stehen, beschliessen wir gleich hier zu warten, bis die Fähre dann um 17.30 Uhr losfährt. Wir gehen mit unserem Ticket an den Schalter und lassen uns für heute Abend den Platz reservieren. Leider ist es schon wieder eine Schnellfähre. Schade, denn bei diesem Krach und den hohen Wellen die sie macht, werden wir wohl kaum die Chance haben, irgendwelche Delfine oder Wale zu sehen. 

Oliver hat jetzt schon ein mulmiges Gefühl im Bauch und nimmt 30 Minuten vor der Abfahrt eine Tablette. Hoffen wir mal, dass es wirkt. Die Abfahrt verbringen wir wieder auf der kleinen Terrasse und Oliver wird zuversichtlicher. Als es ihm auch nach 30 Minuten Fahrt noch gut geht, meint er, komm lass uns rein gehen, ich habe Hunger. Moni schaut ihn ungläubig an und meint, Du willst doch jetzt nicht irgendwas essen? Da der Wellengang auch wieder beträchtlich ist, setzt er sich an den Tisch und sie holt das Essen. Für 2.50 Euro gibt es einen Schinken-Käse-Toast, eine Mandarine und ein grosses Glas Orangenjus. Na wenn das nur gut geht. Aber wir können hier definitiv gute Werbung für diese Tablette machen. Nach 2 Stunden und 30 Minuten ertönt wieder der Gong, ohne dass Oliver nur einmal die Farbe gewechselt hat. 

Schon beim Einfahren in den Hafen, haben wir das Gefühl, wow, hier hat es so gut wie keine Lichter. Das strahlt hier so eine Ruhe aus. Wir fahren nur ein kurzes Stück bis zu einem Strandparkplatz in Timijiraque. Das ist ja herrlich hier. Und so können wir bei der Stranddusche auch gleich noch schnell zwei Wasserkanister füllen. 

Am nächsten Morgen fahren wir ins Landesinnere. Es ist der pure Wahnsinn. Diese Vulkaninsel erinnert uns auf dem Berg extrem an Irland. Alles ist saftig grün, Steinmauern dienen als Trennung der Kühe und Geissen. Die Strassen sind schmal. Und es ist herrlich ruhig. Die ganze Insel strahlt eine enorme Ruhe aus. 

Wir fahren zum Mirador de la Pena, von wo aus wir eine super Aussicht haben. Aber uns sticht das Restaurant ins Auge. Gepflegter Umschwung, super Aussicht, schön gedeckt. 

Ja leider ist es erst mitten am Nachmittag, aber wir entschliessen uns, zu einer gediegenen Pause mit Kaffee und Dessert. So setzen wir uns auf die Terrasse, geniessen die Sonne und die Aussicht und warten eine ganze Weile. Hmm, vielleicht ist hier Selbstbedienung? Ausser uns sind noch ein Paar und drei Männer zu Gast. So geht Moni mal ins Restaurant und stellt sich mit einem freundlichen „hola“ an den Tresen. Eine Frau ist gerade dabei, die beiden Kassen mit Münz zu befüllen und ein Mann ist mit den Schnapsflaschen am hantieren. Keiner der beiden nimmt Notiz von ihr. So wartet sie geduldig und denkt sich nach einer Weile, wenn Oliver hier stehen würde, wäre er schon längstens wieder gegangen. Irgendwann ist die Frau fertig und begrüsst Moni. So kann sie die Bestellung aufgeben. Da sie nicht weiss, ob die Frau die Sachen nach draussen bringt, bleibt sie noch hier stehen und wartet. Man siehe und staune, die Frau bringt es nach draussen, so geht Moni voran und setzt sich wieder zu Oliver an den Tisch. Er begrüsst die Frau, doch es kommt keine Antwort. Als sie uns die Sachen auf den Tisch stellt, bedanken wir uns, aber wieder kommt keine Antwort. Eigentlich schade, so ein schönes Restaurant, aber mit dieser Herzlichkeit gewinnen sie bestimmt keinen Preis. 

Auch zum Bezahlen, muss Moni wieder rein. Aber wir sind ja nicht wegen dem Personal hier, sondern weil wir diesen Moment geniessen wollen. Und das tun wir ja auch. Wir fahren gegen Abend wieder zu unserem ersten Schlafplatz zurück. Denn dort hat es ja am Strand eine Dusche. Dort wollen wir dann, wenn es dunkel ist, unsere Wasservorräte füllen und falls niemand zu sehen ist, vielleicht auch noch kurz duschen. Ja, manchmal müssen wir uns unser Wasser schwer verdienen. Insgesamt brauchen wir heute 150 Liter und Oliver hat die Schritte gezählt. Von der Dusche zum Willi sind es genau 162 Schritte. Jetzt kannst Du selber ausrechnen, wie oft wir laufen mussten, um jeweils einen Kanister à 20 L hin und her zutragen. Ja, da haben wir uns doch diese nächtliche Dusche redlich verdient und wer kann schon sagen, dass er im Januar, nachts um 22 Uhr noch draussen am Meer, splitter nackt duschen geht. Wir führen ein einfaches Leben, doch auch ein sehr schönes.

Am nächsten Morgen fahren wir nach Valverde. Dort wollen wir noch einkaufen. Wir staunen über die Preise. Diese Insel ist mit Abstand die teuerste bis jetzt. Aber vielleicht ist es auch nur gerade dieser Laden. Auch die Fleischtheke spricht Oliver nicht an. Da das Fleisch schon ziemlich ausgetrocknet aussieht und alle Fleischsorten, auch das Poulet Fleisch ohne Abtrennung nebeneinander liegt. So decken wir uns mit Gemüse ein und gehen wieder. Für die nächsten Tage möchten wir uns ein schönes Plätzchen suchen, wo wir bleiben können, und dann wollen wir wieder einmal Blog schreiben. Doch als Moni noch die beiden Computer aufladen will, bemerkt sie, dass ihr Compi nicht lädt. Ja toll. Das darf doch nicht wahr sein. Anscheinend hat das Ladegerät das Zeitliche gesegnet. Die Stimmung ist getrübt. Wo bekommen wir jetzt ein neues Ladegerät her? Es nützt alles nichts. Mit dem bisschen Strom den er noch hat, kopieren wir schnell die wichtigsten Daten auf Olivers Computer. Schwein gehabt. Zum Glück haben wir ja zwei Computer. Da wir eh nichts ändern können, versuchen wir uns nicht aufzuregen. Wir fahren nach Charco Manso, wo wir gerade zur richtigen Zeit ankommen. Die Wellen sind gerade heftig und es sprühen meterhohe Fontänen aus den Spalten. Wir laufen über die Lavafelsen und suchen uns den besten Blickwinkel, um dem Spektakel zu folgen.

Irgendwann beruhigt sich das Meer, und so fahren wir weiter durch die herzigen kleinen Dörfer immer schön am Meer entlang. 

 

Bei Charco los Sargos beschliessen wir am Meer einen Kaffeehalt zu machen. Wie man an den Fotos sieht, hat sich die Pause auf jeden Fall gelohnt. 

So halten wir immer wieder an und geniessen die wilde, schöne und extrem abwechslungsreiche Natur die sich uns hier auf El Hierro offenbart. 

Wir finden in Playa Verodal, dem fast westlichsten Punkt der Insel, den wohl abgelegensten Strand der Insel und beschliessen hier unser Nachtlager aufzuschlagen. Der Sternenhimmel ist gigantisch in dieser stockfinsteren Umgebung. Egal wohin man auch schaut, nirgends ist ein Licht zu sehen. Da wir hier auch keine Internetverbindung haben, bekommt unser Blog die volle Aufmerksamkeit und wir versuchen uns, die vielen wunderschönen Erlebnisse wieder in der richtigen Reihenfolge ins Gedächtnis zu rufen. 

Auf unserem Weg wieder in die Zivilisation fahren wir an diesem schönen Leuchtturm vorbei. Den wollen wir uns unbedingt anschauen. Hier könnte man ein schönes B+B machen. Der Platz ist herrlich. 

Aber uns sticht noch etwas anderes ins Auge. Gleich in der Nähe muss es anscheinend Häuser gegeben haben, die in die Lavaluftblattern gebaut wurden. Auch heute noch sieht man die Treppe die weit ins Erdinnere führt.

Unsere Weiterfahrt bringt uns nach El Sabinar, wo wir das Wahrzeichen von El Hierro besuchen. Diese Wachholder-Bäume sind vom Wind über die vielen Jahre und Jahrhunderte so geformt worden, dass die Wipfel zum Teil bereits wieder in den Boden wachsen. Sie sind strengstens geschützt, da es nur noch wenige Exemplare davon gibt. 

Auch unser nächster Schlafplatz ist einsam und wunderschön und wiederum ohne Netzverbindung. Dafür mit Wasser. So können wir während dem Sonnenuntergang noch eine aussen Dusche geniessen und morgen dann unsere Wasservorräte wieder füllen. 

Immer wieder fahren wir zu beeindruckenden Aussichtspunkten, bis wir auf El Pinar de El Hierro diese einmalige Rundumsicht finden. Da wir hier auch wieder Netz haben, und somit unsere vielen Berichte laden können, bleiben wir gleich für ein paar Tage hier. Denn hier kann man auch wunderschön spazieren. Übrigens gibt es auch hier Nebel, der einem innert kürzester Zeit die ganze Sicht raubt.

 

Es ist unglaublich wie die Zeit verrinnt. Meist merken wir das nur, weil unsere Wasservorräte aufgebraucht sind und wir gezwungen sind, diese wieder zu füllen und um unseren Essens Vorrat wieder aufzustocken. So verlassen wir unseren schönen Aussichts-Platz und machen uns auf. Die Fahrt den Berg hinauf ist wirklich wunder, wunderschön und spannend, denn so schnell wie hier haben wir noch selten gesehen, dass sich die Vegetation ändert. 

Da wir ja immer in der schönen einsamen Natur wild parkieren, versuchen wir nicht länger als ein zwei Nächte am selben Standort zu bleiben, um niemanden zu ärgern. So wird es aber von Tag zu Tag schwieriger, da diese Insel so klein ist, dass man immer wieder am selben Ort vorbeikommt und wir langsam aber sicher, unseren Grundsatz bei dieser Insel über den Haufen werfen müssen. Na ja, bis jetzt hat sich noch niemand bei uns beklagt. Im Gegenteil. Immer mal wieder fahren Leute vorbei und hupen und winken. Das findet Oliver zwar alles andere als gut und er meint, haben die wirklich das Gefühl, sie seien die Einzigen die hupen und winken? Ja manchmal nervt es eben schon ein wenig, wenn die Leute einfach ihre Nase am Fenster plattdrücken und reinschauen, und wenn man dann winkt, tun sie einfach so, als ob ihr Verhalten ganz normal sei. Es würde uns schon wundernehmen, was die sagen würden, wenn wir bei denen Zuhause einfach unsere Nasen an die Gartentür drücken würden, um besser in ihr Wohnzimmer zu sehen. Aber eben, wir haben uns das ja selber so ausgesucht und so bleiben wir zu 99,9% freundlich und winken nur.

Da wir bis dato noch nicht beim Flughafen waren, machen wir auch noch einen Abstecher dorthin und siehe da, auch hier am Hang über der Start- und Landebahn finden wir einen super Platz. So beschliessen wir dem regen Flugverkehr beizuwohnen. Wir packen unsere Stühle aus und warten und warten und warten, bis endlich ein Flugzeug startet. Zu unserer Überraschung landet ein paar Stunden später schon wieder eines und zu unserem Verzücken startet es auch nach etwas mehr als einer Stunde wieder. Ja auch so kann man einen Nachmittag verbringen. Zum Glück haben wir noch Laila, die immer mal wieder einen Spaziergang einfordert.

Da wir von unserem Schlafplatz genau auf das Dorf Tamaduste sehen, beschliessen wir am nächsten Morgen uns das etwas genauer anzusehen. Das Dorf liegt an einer kleinen Bucht, die mit viel Liebe ausgebaut wurde. Da es nur einen sehr kleinen Sandstrand hat, haben sie mit Holz und Steinen kleine Wege und Plätze gebaut. 

Eigentlich wollten wir schon lange die Küche von El Hierro ausprobieren. Doch die Restaurants die wir uns angeschaut haben sind alle nur so lala, so dass wir uns nie dafür begeistern konnten. Also startet Oliver eine Internetsuche nach einem Restaurant, das uns doch noch begeistern könnte und siehe da, er findet etwas. Vulcan de El Hierro, ein kleines Restaurant über dem Meer. Das ist schon fast ein Wunder, denn die meisten Restaurants legen hier nicht wirklich wert auf Aussicht oder man interpretiert das hier anders. Aussicht ist hier, wenn man die Strasse gut im Blick hat und alles beobachten kann. Aber das verstehen wir auch, denn es ist nicht wirklich viel los und so freuen sich die Einheimischen auch über unseren Willi. Der ist ja immer ein eye-catcher.

 

So machen wir uns um 13.00 Uhr auf zum Restaurant. Wir wollen ja nicht zu früh sein, denn in Spanien essen sie ja bekanntlich später als bei uns. Nur schon die Anfahrt lässt einem ein wenig zweifeln. Denn es gehtxs auf einer Schotterpiste zwischen eingepackten Bananen Plantagen vorbei und immer wieder Müll. Ja das kann ja heiter werden. Doch endlich da, sieht es ganz niedlich und gepflegt aus. Es scheint, als ob wir die Einzigen wären, die den Weg hierher gefunden haben. Was soll’s. Wir werden sehr herzlich begrüsst und dürfen uns den besten Platz aussuchen, was wir natürlich auch machen. 

Ja unser spanisch lässt sehr zu wünschen übrig, aber wir sind sicher, dass es nicht nur an uns liegt. Die Aussprache der Frau ist auch eher «insulanisch» als spanisch, immerhin unserer Ansicht nach. So fragen wir nach ihrer Spezialität und lassen uns überraschen was es gibt.

Zur Vorspeise bringt sie uns eine Salatschüssel mit Gambas, Pulpo, Ananas, Weinbeeren und verschiedenen in Streifen geschnittenen Salate. Öl und Essig, so wie Salz und Pfeffer stellt sie uns auch auf den Tisch. Dazu noch für jeden ein Brot und die obligaten Saucen Mojo Rojo und Mojo Verde, plus eine hausgemachte Mayonnaise. Das sieht doch schon mal ganz gut aus. Moni ist der Ansicht, dass ihr ein Stück Pulpo genügt und auch von den Gambas will sie nur eine. Wie Oliver so ist, findet er, dass man niemanden zwingen soll und macht sich über die Leckereien her. 

Da es so gut war, kam uns erst nach dem verspeisen des Salats in den Sinn ein Foto zu machen. So musst du dir das jetzt selber vorstellen.

Zum Hauptgang serviert man uns eine Fischplatte mit drei Fischen, Gambas, Miesmuscheln und Patellidea (Napfschnecken). Dazu gibt es papas arrugadas.

Da wir auch nicht verstehen, was es zum Dessert für eine Auswahl gibt, sagen wir ihr, sie soll einfach was bringen. Zum Kaffee bringt sie uns dann ein Tiramisu und eine Mousse aus Ananas und anderen Früchten.

 

 

 

 

 

 

Als wir schon fast fertig sind, kommen die ersten Einheimischen um 14.45 Uhr. Huch, das hätten wir niemals ausgehalten so lange aufs Essen zu warten. Aber das ist ja auch gut so. So hatten sie viel Zeit um uns zu verwöhnen, was wir auch wirklich genossen haben.

Ja, dieser Abstecher hat sich wirklich gelohnt. Nun aber zurück an unseren Standplatz, bevor uns den noch jemand wegschnappt. 

So gesättigt und mit einer herrlichen Müdigkeit, stellen wir schnell unsere Stühle auf und machen eine richtig schöne Siesta. Was könnte noch schöner sein.   

 

 

 

 

 

PS: wir sind richtige Fan von den Papas arrugadas geworden. Auch wenn wir nicht die richtigen Kartoffeln dafür nehmen, sondern die leicht rötlichen, aber das lange Kochen im sehr salzigen Wasser ergibt ein spannendes Essgefühl. Aussen schon fast etwas ledrig und innen cremig wie Kartoffelstock. Dazu Mojo oder eine andere selbst erfundene Sauce ist ein echter Gaumenschmaus. 

Am nächsten Morgen liegen wir im Bett und überlegen uns, mit was wir den heutigen Tag verbringen wollen. Oliver meint, er würde gerne Gnocchi an einer Tomatensauce machen. So verbringen wir den Morgen in der Küche. Was sich aber definitiv gelohnt hat. Bei herrlichen 25 Grad und Blick auf das Meer, geniessen wir das feine Essen und eine gute Flasche Wein. So sind wir danach schon wieder gezwungen eine längere Siesta einzulegen. 

Am Sonntag fahren wir zu unserer lieblings Wasserstelle auf dem Berg um unsere Wasservorräte nochmals mit frischem Quellwasser zu füllen. Denn am Montag um 7:00h geht unsere Fähre zurück nach Teneriffa, wo wir am Mittwoch dann Eveline am Flughafen abholen werden um gemeinsam nach La Gomera zu fahren. Ja, El Hierro hat uns sehr gut gefallen. Wir können diese Insel auf keinen Fall empfehlen, denn wenn zu viele hierherkommen, wird sie bald ihren Charme und die Ruhe verlieren und das wäre wirklich sehr, sehr schade. Darum, auf keinen Fall auf diese wunderbare Insel gehen!

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Kommentare: 1
  • #1

    s'Tanti (Samstag, 15 Februar 2020 19:02)

    Wow, was für ein Paradies, diese Insel !!!!!

    Wo gibt es schönere Wasserfontänen in den Felsen, wo so eine grüne Landschaft, wo man nur Vulkangestein oder Sand erwartet, wo Bäume, die wie Geister aussehen und wo eine Natur wie im Märchen ….?
    Ja, ich verstehe, wenn Ihr diese Insel nicht weiter empfehlen wollt, das muss der Himmel auf Erden sein - und Adam und Eva wollen nicht gestört werden, gelle