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Griechenland I

Am 2. September 2020 stehen wir also vor dem griechischen Grenzübergang und warten. Unser negativer Corona-Test und den QR-Code haben wir schon zusammen mit unseren Pässen griffbereit. Irgendwie ärgern wir uns. Wir haben im Voraus, alles wie gefordert, korrekt gemacht und stehen nun hier in der Kolonne und müssen warten, weil mindestens 90% der Einreisenden den Corona Test nicht gemacht haben. So müssen sie noch kurz, gleich beim Grenzübertritt zum Schnelltest. 

Ob der was kostet, wissen wir nicht, und ob der was taugt, glauben wir eher nicht. Das ist doch ein schlechter Scherz. Uns kostet es zwei Tage, zweimal die Anfahrt zum Labor, zweimal die Gefahr inmitten dieser Zeitgeplagten in der Schlange zu stehen und uns anzustecken, 104 Euro und dann müssen wir auch noch Stunden in der Kolonne beim Grenzübergang stehen. Wenigstens könnten sie eine Schnellspur für die Doofen machen, die sich an die Einreisebestimmungen halten. Wir fühlen uns jetzt wirklich verarscht. Nicht wegen des Geldes und auch nicht wegen der zwei Tage. Hier geht es ums Prinzip. Dann müssen sie ja gar keine Einreisbestimmungen machen. Als wir endlich an der Reihe sind, geht es „ratzfatz“. Er will die Pässe, den Fahrzeugausweis, die beiden Corona-Tests und den QR-Code, den Oliver ihm, in seinem Natel zeigt. Doch diesen will er gar nicht einlesen, sondern er will nur das Mail mit dem Briefkopf sehen. 

Ob dieser wirklich mit einem Blick auf das kleine Display etwas erkennen kann, ist eher fraglich? Aber egal, es dauert keine 2 Minuten und wir sind in Griechenland. Der Ärger ist schnell vorüber, denn wir halten an einem schönen See, wo wir die Hitze im Schatten von Willi aussitzen. Wie könnte es auch anders sein, es dauert nicht lange und Laila bekommt Besuch. Es ist hier so friedlich, dass wir gleich hierbleiben. Zwischendurch läuft eine Kuhherde und eine Geissenherde vorbei, und auf dem See hat es auf einer kleinen Sandbank ein paar Pelikane. 

Am nächsten Tag fahren wir weiter Richtung Berge. Dort soll es in Edessa einen sehenswerten Wasserfall geben. Es ist einfach viel zu heiss und so suchen wir uns für unser Mittagessen einen Platz in einem Wäldchen. Wir quetschen uns in ein schmales Waldsträsschen, öffnen die Fenster und die Seitentüre, und schon steht ein junges Hundli vor der Türe. Wo ist denn der jetzt hergekommen? Hier gibt es weit und breit nichts. Ach herrje. Das kleine ADHS-Hündchen wirbelt wie wild umher. Klar bekommt er Wasser und Futter von Moni. Obwohl sie genau weiss, dass es kein weiteres Teammitglied mehr gibt, hat Oliver das Gefühl, er müsse das sicherheitshalber jedes Mal erwähnen. 

Zum Abschied gibt es nochmals Wasser und noch ein wenig Futter. So ist der Kleine beschäftigt, wenn wir weiterfahren. Endlich beim Wasserfall angekommen, der sich anscheinend mitten in der Stadt befindet, parkieren wir und gehen mit Laila auf die Suche. Na wo ist er denn unser Wasserfall? Besteht der etwa nur noch auf den Plakaten, die hier überall stehen. Die haben eine ganze Anlage gebaut, so dass man auf einem schönen Pfad den Wasserfall sehen kann, aber wir sehen nur ein trauriges Rinnsal. Na wir widmen dem Bächlein trotzdem unsere Aufmerksamkeit und gehen den Weg hinunter. Oliver steht gerade hinter dem Rinnsal, als die Schleuse geöffnet wird. Und siehe da, ein Wasserfall. Innert weniger Sekunden ist aus dem Bächlein ein reissender Fluss geworden. Wow, wirklich spektakulär.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier unter den grossen Bäumen ist es herrlich kühl und so genehmigen wir uns einen feinen Drink und geniessen die schöne Stimmung.

 

 

 

 

Wir fahren gemütlich Richtung Piräus und halten mitten in einem Dorf wieder einmal an einem schattigen Parkplatz. Wir brauchen dringend eine Pause. Wir tun uns immer noch ein bisschen schwer mit der Hitze. Von der Klimaanlage bekommen wir Halsweh und wenn die Fenster offen sind, wird es immer gleich drückend und schwül. Moni geht noch kurz mit Laila raus. Als sie retour kommt, meint Oliver, eigentlich könnten wir doch noch bei den Thermophylen vorbeifahren, das ist kein grosser Umweg. Moni ist begeistert, dort war es doch damals im Januar 2019 so schön.

 

Super Idee, schnell abwaschen und los geht’s. Wir fahren über einen Pass, sehr viele Kurven, sehr eng und zwei langsame Lastwagen vor uns. Auf der anderen Seite des Passes kann Oliver endlich überholen. Doch nicht lange und schon wieder werden wir ausgebremst von einem langsamen Lastwagen. Mann, so kommen wir ja nie zu dem schönen, warmen Bad. Moni fragt Oliver ob er auch einen Apfel möchte, und geht nach hinten. Als sie mit dem Apfel wieder nach vorne will, sieht sie etwas. Ein wichtiger Bestandteil von unserem Willi wurde bei der schnellen Abfahrt einfach vergessen. Oh nein, und Moni beginnt zu fluchen wie ein alter Fuhrmann. Was ist denn jetzt schon wieder, kommt es von vorne. Schnell halt an, wir müssen umkehren! Wir schauen uns an, Oliver’s Blick wandert auf den Tacho und schon wird berechnet, das müssten dann in etwa 25 km sein. Betonung auf einen Weg. Aber das ist uns unser geliebtes „Einstiegstreppli“ wert, wo es doch jetzt so schön geflickt ist. Hoffentlich ist es noch da, so ganz alleine, verlassen inmitten eines fremden Dorfes. Also wenden wir schnell und fahren wieder über den Pass. Natürlich auch wieder hinter einem Lastwagen. Puh, die Erleichterung ist riesig. Es steht immer noch auf dem Parkplatz. Juhu. Schnell packen wir es ein und machen uns wieder auf den Weg.

Die Freude über das wiedergefundene Böckli ist gross. Bis jetzt ist uns das jedes Jahr einmal passiert, dass wir etliche Kilometer zurücklegen, um unser Böckli wieder zu bekommen. Aber das ist es uns wert und vor allem können wir uns ja dann im herrlichen Naturbecken der Thermophylen wieder entspannen. Wir freuen uns riesig, doch schon von weitem, sehen wir entlang des Kanals, hohe weisse Berge aufgetürmt. Nein, was haben die denn mit diesem herrlichen Ort gemacht. 

Trotzdem wollen wir hierbleiben und versuchen unseren Willi einigermassen gerade hinzubekommen. Oliver meint, es mache ihn nicht wirklich an und so geht Moni alleine ins herrlich warme Wasser. An einigen Stellen sinkt sie knietief im sumpfigen Boden ein. Nein, das macht hier definitiv keinen Spass mehr. Zudem hören wir auf einmal vom naheliegenden Kriegerdenkmal laute Stimmen, und wir sehen, dass mittlerweile bereits drei Cars und etliche Autos dort stehen. Die Griechenflagge wird geschwenkt und die Stimmen werden immer aggressiver und lauter. Da wir ja nicht wissen, um was es sich hier handelt, beschliessen wir, noch schnell zu duschen und dann, obwohl es schon dunkel ist, weiterzufahren. 

Wir gehen da halt doch lieber auf Nummer sicher und wenn wir uns nicht wohl fühlen, suchen wir uns dann lieber einen anderen Schlafplatz. Auch während den nächsten Tagen geniessen wir die Fahrt durch Griechenland und finden immer wieder schöne Plätze zum Verweilen.

Wir sind in Piräus auf der Suche nach der Wäscherei und wieder einmal heisst es, Willi durch die engen Gassen zu manövrieren, aber wenigstens sind es nur Einbahnstrassen. Da in Griechenland jeder parkiert wie er will, sind die Strassen noch schmaler als sie sonst schon sind. Hier geht man nach dem Motto, Pannenblinker rein und tschüss. Leider gibt es weit und breit keinen Parkplatz, das heisst wieder einmal Säcke schleppen, da wir ja nicht so oft waschen gehen. Da es meistens Free Wifi hat in den Waschsalons, kann Oliver ihr wenigsten mitteilen, wo dass er auf sie wartet. Zum Glück sind alle Maschinen frei und so geht es immerhin schnell. Oliver wartet in einem Parkverbot und sitzt da wie auf Nadeln. Also wollen wir hier so schnell wie möglich wieder weg. Obwohl sogar einmal die Polizei vorbeifährt, interessiert es hier anscheinend niemanden. Im Anschluss wollen wir zum Hafen, um uns ein Ticket für die Fähre zu kaufen. So kurven wir im Hafenareal herum, bis wir die richtige Fährgesellschaft finden. Minoan-Lines ist unser Ziel. Sie möchte uns eine Fahrt über Nacht verkaufen, aber wir haben im Internet gesehen, dass es auch eine geben müsste, die von 16 Uhr bis 22 Uhr 30 dauert. Wir möchten lieber diese. Zum einen ist sie viel schneller, und zum anderen ist sie viel günstiger, da wir keine Kabine brauchen. So kaufen wir uns also für den nächsten Tag ein Ticket, es kostet uns 170 Euro, was im Vergleich zu den Kanaren ja sehr günstig ist. Gleichzeitig bekommen wir noch für jeden von uns ein Formular zum Ausfüllen. Das müssen wir dann bei der Einfahrt in die Fähre ausgefüllt abgeben. Bitte nicht vergessen, ermahnt sie uns. Das sei wegen dem Corona Virus. 

Wir würden gerne am Hafen etwas essen gehen, doch wie meistens wird das schwierig. Also nicht das Restaurant suchen, sondern das mit dem Parkplatz. Wir wollen schon fast wieder aufgeben, als wir bei einem Auto-Parkplatz mit Barriere fragen, ob sie auch für uns einen Platz hätten. Doch zuerst wollen sie wissen für wie lange. Als wir sagen, wir würden gerne etwas essen, tauschen die zwei sich aus und meinen, wir könnten da hinten auf den grünen Parkplätzen parkieren. Also grüne Parkplätze hat es nicht, nur das Symbol für die Elektroautos ist grün, und hier meint Oliver können wir sicher nicht parkieren. Doch als sie sehen, dass wir mitten im Parkplatz stehen und nicht wissen wohin, kommt die Frau und zeigt uns welchen der Parkplätze sie wirklich meint. Ja, die Elektroparkplätze sind die einzigen Grünen. Also doch hier. Der Platz ist genial, wirklich gleich am Hafen, und zwar bei den Yachten. Solche haben wir noch nie gesehen. Der reinste Wahnsinn. Hier schwimmen Milliarden im Wasser herum. Wir laufen staunend dem Hafen entlang. 

Also die Restaurants und Bars hier sind uns definitiv zu voll. So spazieren wir weiter. Etwas ausserhalb finden wir etwas Kleines, auch direkt am Hafen, aber bei den kleinen „Böötli“, welche ja auf unseren Seen immer noch als Yachten durchgehen. Die Tische sind schön weit auseinandergestellt. Nach einem feinen Drink und einem wirklich guten griechischen Essen, sitzen wir immer noch hier und geniessen die Stimmung, als plötzlich ein Pickup hält. Seine Ladefläche ist zweistöckig und sieht aus wie ein Käfig. Es hat ein paar Kinder darin, und zwei Mädchen klettern heraus. Oliver meint, die müssen jetzt sicher betteln gehen, und der Typ sammelt die Kinder nachher wieder ein. Moni will Oliver nicht glauben. Doch etwa 30 Minuten später stehen die Mädchen an unserem Tisch. Oliver bleibt seiner Meinung treu, Kindern gibt er nichts. Da es die Alten ja nur noch bestätigt in ihrer Meinung, Kinder zu machen um zu betteln, sei einfacher als selber zu arbeiten. 

So machen wir uns auf den Rückweg. Jetzt hat es noch mehr Leute und die Post geht so richtig ab. Also schnell weg hier. 

Zurück bei Willi, überlegen wir uns, wie oder besser, wo wir denn jetzt übernachten wollen. Da es heute Nachmittag am Fährhafen so schön ruhig war, und vor allem war nichts abgesperrt, wollen wir dort übernachten. Wir freuen uns auf einen ruhigen Abend nach dem ganzen Trubel. Doch die Ruhe währt nicht lange, als zwei junge Männer, in einem kleinen roten Auto zum Hafen fahren und dort die Lautsprecher so aufdrehen, dass man eigentlich von der Musik gar nichts mehr hört. Es überschlägt sämtliche Töne. Ja solche Typen gibt es doch wirklich überall. Wir finden es auch ziemlich provokativ, dass er hier in Griechenland, mit arabischer Musik einen auf dicke Hose macht. Anscheinend können sie selber bei dem Lärm auch kein Gespräch mehr führen, so stellen sie den Krach endlich ab. Wir denken schon, ach wie schön, als nun aber zwei weitere junge Männer das gleiche Spielchen machen. Natürlich auch viel zu laut und dieses Mal mit griechischer Musik. Als die beiden wieder wegfahren, kommen die anderen zwei wieder. Ja und so geht das Spielchen bis morgens um halb 3. Aber was soll’s! Wir sind hier ja nur zu Gast in diesem Land, und so geht uns dieses Treiben nichts an. Schon morgens um 8 Uhr wird es sehr heiss im Willi, und so suchen wir fluchtartig einen Schattenplatz. So können wir ja unmöglich bis 16 Uhr ausharren. Da wir bei diesen Temperaturen keine Stadtbesichtigung machen, weil wir Laila unmöglich im Willi lassen können, und um sie mitzunehmen, ist sie mit ihren 14 Jahren leider nicht mehr fit genug und der Asphalt wäre viel zu heiss. Gleich in einer Querstrasse haben wir das Glück und können uns im Schatten eines grossen Gebäudes erholen. Auf einmal erklingt vom ziemlich baufällig ausschauenden Glockenturm eine schöne Melodie. Moni hüpft begeistert raus und filmt das Ganze. Da sie leider nicht alles erwischt hat, möchte sie auch noch den Anfang. Da der Glockenturm auf jeder Seite eine andere Uhrzeit angibt, bleibt ihr nichts Anderes übrig, als immer wieder mit dem Natel griffbereit raus zu hüpfen. Doch leider ertönt immer wieder nur ein Glockenschlag oder auch gar nichts. Aber das gibt wenigstens ein bisschen Bewegung in die ganze Warterei.  

Eine Stunde vor Abfahrt fahren wir zur Fähre. Von weitem sehen wir kein einziges Fahrzeug. Bis wir dann näher sind und sehen, dass die immer gleich jedes Fahrzeug verladen. Das ist doch super, so muss man nicht noch lange in der Sonne stehen und die Fähre kann bestimmt auch pünktlich ablegen. Keiner der Leute, die da herumstehen, machen Anstalten, um uns zu sagen, wo wir reinfahren sollen. So fährt Oliver einfach direkt vor die Rampe und hält so an, dass er links oder aber auch rechts reinfahren kann. Jetzt winken sie auf einmal. Er fährt die Rampe rauf und hält bei zwei Männern an. Er gibt ihm die Pässe, das Ticket und die beiden Formulare. Da kommt eine Frau mit einem Fiebermessgerät. Auf Distanz werden wir beide gescannt. Huch, gut hatten wir vorher einen Schattenplatz und jetzt die Klimaanlage eingeschaltet. Sie führt sich auf, als hätte sie hier den wichtigsten Job von allen. So fordert sie Oliver auf, ihr das Formular zu geben. Der Mann, der ja von uns alles erhalten hat, hält ihr den Pass und das Formular von Oliver hin, sie aber motzt ihn an, dass es ja 2 Personen im Fahrzeug hat und sie deshalb 2 Formulare will. Mit einem müden Lächeln, gibt er ihr auch das 2. Formular mit dem Pass von Moni. Ohne die Daten abzugleichen, gibt sie ihm die Pässe und läuft mit den beiden Formularen davon. Der Mann gibt uns freundlich lächelnd das Fährticket und unsere Pässe zurück und meint, es sei alles ok, wir dürfen reinfahren. Da die Fähre fast leer ist, wissen wir nur leider nicht wohin. Moni meint, fahr doch einfach, irgendwo steht dann schon einer der uns winkt. Tatsächlich weit hinten sehen wir einen. Warum sie alle so dicht zusammenpferchen wissen wir zwar nicht, aber egal. Es ist im Schiffsbauch sehr laut und stinkig und im Willi haben wir eine Temperatur von 35 Grad. Da wir die Überfahrt bei diesem herrlichen Wetter ja sowieso an Deck verbringen, nehmen wir Laila auch mit. Das ist ja der Hammer, es ist herrlich warm, und wir sitzen die ganze Zeit draussen. Zum Glück hat es ein Sonnensegel, sodass wir wenigsten ein bisschen Schatten haben. 

Nach dem Sonnenuntergang wollen wir etwas essen gehen und setzen Laila kurz in eine der extrem sauberen und fein riechenden Hundeboxen. Das ist kein Scherz! Die Boxen und auch das ganze Schiff, alles ist frisch geputzt. Als Oliver die Selbstbedienungstheke sieht, findet er, komm lass uns ins Restaurant gehen, hier macht es mich nicht an. So setzen wir uns, ganz alleine ins Restaurant. Wir beanspruchen drei Kellner, die sonst an Langeweile gestorben wären. Wir geniessen es trotzdem, obwohl es uns schon fast peinlich ist, so alleine hier zu sitzen. Den grossen T-Bone Knochen lässt Moni dann still und heimlich in der Tasche verschwinden. Da hat Laila sicher ihre Freude daran, und wartet das nächste Mal noch lieber in ihrer Box auf unsere Rückkehr. So gehen wir wieder an Deck wo Laila sich dann genüsslich über den Knochen hermacht. 

Wir sitzen immer noch in kurzen Hosen und T-Shirt draussen, als wir pünktlich um 22.30 Uhr in Chania landen. Wir finden bei einem AB, das ist ein Einkaufsladen, auf dem hintersten Platz unseren heutigen Schlafplatz. Morgen wollen wir sowieso noch unsere Vorräte füllen, dann dürfen wir sicher auch hier übernachten. Jetzt wird aber unser Reissen nach einem schönen Platz am Meer immer grösser. So machen wir uns auf die Suche. Doch nicht lange und wir finden schon einen. Oliver ist tatsächlich als Erster im Meer. Moni muss das natürlich als Beweismaterial filmen. Das letzte Mal als Oliver freiwillig ins Wasser ging, war am Neusiedler-See, und das ist schon 4 Jahre her.

Am nächsten Tag fahren wir dann Richtung Elafonisi. Von weitem schon, sehen wir weisse Felsen. Es sieht fast so aus, als ob es über Nacht geschneit hätte. Hilfe. Aber zum Glück ist das nur eine optische Täuschung. Wir parkieren und erkunden die kleinen Berge. Vielleicht lässt sich Laila auch vom blendenden weiss täuschen und meint es sei Schnee. Denn so flink wie sie hier die Berge erklimmt, war sie schon lange nicht mehr unterwegs. So wälzt sie sich genüsslich im weissen, staubigen Boden.

Auf der ganzen Fahrt halten wir immer wieder Ausschau nach Wasserstationen, damit wir dann immer genau wissen, wo es hat und wir nicht immer wieder suchen müssen. Am Strand von Elafonisi angekommen, parkieren wir und nehmen mal einen Augenschein. Aber hier hat es uns definitiv zu viele Leute. Wir sehen am Ende des Parkplatzes, dass eine kleine Schotterpiste noch weiterführt. Sogleich beschliessen wir, diese unter die Räder zu nehmen. Zum Glück, denn hier finden wir unseren absoluten Traumstrand, ganz alleine und nur für uns und so beschliessen wir, hier zu bleiben. 

Wir baden, kochen, essen, trinken, turnen, spazieren, lesen und haben endlich wieder ausgiebig Zeit um Dich auf dem Laufenden zu halten. So aktualisieren wir unseren Blog endlich wieder einmal.

Endlich Ferien.

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