· 

Kreta, Oliver hat Geburtstag (September 2020)

Man könnte meinen die Zeit bleibt hier an unserem Traumstrand in Elafonisi stehen. Doch leider sind unsere Wasservorräte, Lebensmittel und Weinvorräte aufgebraucht, also bleibt uns nichts anderes übrig, als unser kleines Paradies zu verlassen. Aber wir möchten ja dann an Olivers Geburtstag sowieso in Rethymno sein. Er hat im Internet ein schönes Restaurant gefunden und wir können ja jederzeit wieder zurück. Nach erfolgreichem beladen unseres Willis fahren wir Richtung Kissamos, wo wir in Falasarna einen schönen Strand sehen. Wir fahren mit Willi eine Schotterpiste runter und stellen uns in eine einsame Nische. Gerade als wir es uns gemütlich machen, steht plötzlich ein Mann vor uns. Endlich wieder einmal «schwizerdütsch» plaudern. Walter ist ganz alleine unterwegs, denn er hat gerade seinen Sabatical Urlaub. Ja wir geniessen es, wenn wir zwischendurch wieder einmal jemanden treffen und über Gott und die Welt sprechen können. Da er zurück ins Hotel muss, weil das Abendessen auf ihn wartet, verabschiedet er sich und meint, schliesslich müsse er vor dem Essen noch einen kühlen Drink haben.

Wir packen zusammen und schlendern mit Laila noch zum Meer. Gemütlich sitzen wir auf einer Sanddüne und blicken auf die langsam untergehende Sonne als Oliver meint, oh so ein kühler Mojito wäre jetzt noch das i – Tüpfelchen. Na, vielleicht hat es ja hier irgendwo eine Strandbar. Bei so vielen Liegestühlen muss es doch auch irgendwo etwas zu trinken geben. 

Moni macht sich guter Dinge auf die Suche. Oha, hier wollen noch mehr Leute den schönen Sonnenuntergang nutzen. Aber es ist ja auch wunderschön.

So, die Bar hat sie auch noch gefunden. Nun also mit dem kühlen Drink zurück zu Oliver. Damit sie auf dem unwegsamen Sand das kühle Nass nicht auskippt, muss sie gezwungenermassen je ein kleines Schlückchen nehmen. Wäre ja auch zu schade.

So, heute ist also der grosse Tag. Oliver hat Geburtstag. Unser Ziel für heute Abend, Rethymno. Wir fahren gerade durch Kolymvari, als wir mit staunen feststellen, dass es ja schon Mittag ist. Schliesslich hat man ja nur einmal im Jahr Geburtstag, so fahren wir zum Hafen wo wir dann, in einem kleinen unscheinbaren Restaurant, herzlich bedient werden und sehr gut essen. Als Zusatz bekommen wir sogar noch eine Bagger Show geliefert. Der Hafen wird nämlich umgebaut. So können wir gespannt miterleben, wie die Felsbrocken platziert werden. Da es genügend weit weg ist, und daher nicht laut ist, stört uns das überhaupt nicht.

Nach diesem feinen Essen, fahren wir weiter und finden in Kalives wäre es doch jetzt schön um eine Pause zu machen. Wir stellen unsere Stühle in mitten der herrlichen Lilien, öffnen eine Flasche Sekt und stossen am heiter hellen Nachmittag auf Oliver an. Wie könnte es auch anders sein, da es so schön ist und Oliver noch Geburtstagstelefonate hat, fahren wir zu spät los. So erreichen wir Rethymno, als es bereits dunkel ist. Was ist denn hier nur los? Viele Menschen, die natürlich einfach so die Strasse überqueren, noch mehr Rollerfahrer, die links und rechts an uns vorbei fahren, Hektik pur. Die Stimmung sinkt. An einen Parkplatz ist erst gar nicht zu denken. Oliver findet, das war eine doofe Idee, hierher zu fahren nur damit wir in ein spezielles Restaurant können. Ich habe die Schnauze voll, wir fahren zurück, einfach nur raus aus dem Gewirr. So fahren wir also in der stockdunklen Nacht wieder zurück, in der Hoffnung, dass wir doch noch ein Restaurant finden. In Lappa sehen wir einen grossen Parkplatz. Na das ist doch schon mal gut. Das Restaurant sieht auch hübsch aus. Direkt am Meer. Der Kellner fragt als erstes, ob wir hier übernachten wollen. Da wir definitiv nachher nicht mehr fahren wollen, fragen wir, ob das denn ok sei. So zeigt er uns, wo wir nachher parkieren können, wo wir Wasser laden können und gibt uns gleich auch noch das Wifi Passwort. Na dann können wir uns ja jetzt problemlos einen Drink bestellen und etwas feines zu Essen. 

Am nächsten Tag beschliessen wir wieder an unseren schönen Platz in Elafonisi zurück zu kehren, aber zuerst muss Moni hitzetaugliche Shorts und ein T’shirt und Haarklammern kaufen. So sprintet sie in den grossen Chinaladen und kommt wenig später wieder raus. Also auf zu unserem Strand. Endlich dort angekommen möchte Oliver wissen, was sie sich gekauft hat. Oh Schreck!!! Er findet die Kleider bereiten ihm Augenkrebs, aber das ist Moni, die schon seit ihrer Kindheit ein Problem mit der Hitze hat, egal. Sie findet, Hauptsache luftig. Er hat die Wahl, entweder nicht ansprechbar oder luftig und mit Haarband. Na wenigstens der wunderschönen Gottesanbeterin gefällt Monis Haarband.

Da wir sehen, dass es heute nicht viele Autos beim offiziellen Strand von Elafonisi hat, wollen wir den Sonnenuntergang dort geniessen und spazieren nach vorne. Das seichte Wasser ist herrlich warm. Wie die anderen auch, wollen wir an der schmalsten Stelle durch das Meer waten, auf die kleine Insel. 

Gut haben wir Laila nicht dabei, denn das Wasser kommt uns bis zur Hüfte. Nun müssen wir uns aber beeilen, sonst verpassen wir den Sonnenuntergang. Es ist wirklich einmalig hier, diese Natur und die wunderschönen Lilien die hier überall auf den Sanddünen wild wachsen. 

Ja und wieder einmal nerven wir uns an den Menschen, die einfach die Absperrung missachten. Aber schliesslich muss man ja das perfekte Foto haben. 

Ja so geniessen wir wieder die Tage an unserem einsamen privat Strand. Zum Glück ist die Strasse bis zu uns, nicht mit einem normalen Auto zu befahren. Nur am Nachmittag kommt jeweils ein Pickup von der Tauchschule. Aber die gehen dann weiter hinten bei den Felsen ins Wasser. Als dann an einem Abend doch ein Wohnmobil kommt, können wir es kaum glauben. So ein kleiner 4x4 kommt direkt auf uns zu, Aber was soll’s. Ist ja leider nicht unser Privatstrand, aber es fühlt sich halt so an. Der Platz ist ja gross genug und sie stellen sich in die andere Ecke vom Strand. Am Morgen dann, laufen die zwei wie Gott sie schuf, Splitter -Faser-Nackt über unseren Strand. Na auf jeden Fall ist es noch spannend zu sehen, welche «Frisuren» die jungen Männer heut zu Tage haben. Als dann am Mittag der Pick-up mit der Tauchschule kommt, packen die zwei Naturfreunde innert 5 Minuten zusammen und sind wieder weg. Hi hi, und schon ist es wieder unser Privat Strand.   

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    s'Tanti (Montag, 25 Januar 2021 19:40)

    Hey, war ich schon so lange nicht mehr auf Eurem Blog und meine Augen sind älter geworden, oder habt Ihr die Schrift so viel kleiner gemacht. Ein bisschen mühsam zu lesen.

    Aber die Naturaufnahmen sind wie immer bombastisch und wenn ich das Essen sehe läuft mir der Speichel fast aus dem Mund vor lauter Gluscht. Oliver, an so einem schönen Ort seinen Geburtstag zu feiern, weisst Du, was für ein "Glückskind" Du bist !!! .... Und immer steht da so irgend ein schönes Glas mit Inhalt bereit mit Sicht aufs Meer oder in eine schöne Bucht.
    Wow, diese Strände, die es dort hat, einfach nur schön. So in ein neues Lebensjahr zu starten, momol, wenn das kein gutes Zeichen ist.