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Serbien April 2021

Das erste was uns in Serbien entgegenkommt ist dieses Auto. Es scheint, der Motor-Raum ist zu klein für den Ersatzmotor. Auch die Berglandschaft gefällt uns gut.

Wie immer, wenn wir in einem neuen Land sind, machen wir uns auf die Suche nach einer Datentelefon Karte. Moni geht immer wieder fragen, bis ein junger Mann sagt, dass es in der nächsten Stadt, gleich im Zentrum einen gibt. Dank der guten Beschreibung finden wir den Laden fast auf anhieb. Da es ziemlich eng ist und wir keinen geeigneten Parkplatz finden, fahren wir 3 Mal daran vorbei. Als wir den Shop betreten, werden wir mit einem herzlichen „Grüezi mitenand“ begrüsst. Wir sind erstaunt, und fragen, ob man uns den Schweizer schon von weitem ansieht. Da lacht der Mann und meint, nein, nein, aber ihr seid ja jetzt schon ein paar mal vorbeigefahren. 

Er erzählt uns, dass er so manches Jahr in der Schweiz gelebt hat und so nutzen wir die Gelegenheit, um ihn auch gleich zu fragen, was man den unbedingt gesehen haben muss, wenn man schon einmal in Serbien ist. Er überlegt lange und meint dann, mit einem, etwas langen Gesicht, eigentlich nichts. Ausser … und dann zählt er ein paar Städte auf, aber da sei jetzt wegen Corona alles zu. Doch Devil’s Town, sei sicher noch schön. Weil er sich so freut, wieder einmal Schweizer zu treffen, macht er uns sogleich, wie er sagt, das beste Angebot von ganz Serbien. Welches wir natürlich auch gleich kaufen. Glücklich über die vielen Infos und das Datenkärtchen machen wir uns wieder auf zu Willi.

 

Abends kommen wir in Devil’s Town an. Wie es der Name schon sagt, Teufels Stadt. Schade, dass es schon dunkel ist, aber morgen wollen wir uns dann das Ganze bei Tageslicht anschauen. Bei unserem nächtlichen Spaziergang sinkt uns Laila in einem Sumpfloch ab. Moni kriegt gleich Panik, als sie sieht, wie Laila immer tiefer absinkt und will ihr schon zu Hilfe eilen, doch zum Glück schafft es Laila wieder selber raus.

Am nächsten Morgen, sehen wir, dass es Eintritt kostet. Während die Schneeflöckchen tanzend um uns herumfliegen, nähern wir uns dem Sumpfgebiet. Da haben wir aber wirklich Glück gehabt, dass Laila wieder rauskam. Es handelt sich hier um Kupferminen, darum ist auch der ganze Boden und das Wasser, dass aus dem Boden kommt, rostrot. Manchmal wäre es vielleicht besser, man würde sich vorher informieren, was man zu besichtigen gedenkt.

Weiter geht es über unendlich viele Treppen zu einer Kapelle. Wir staunen nicht schlecht, hier liegt überall Geld herum, und das nicht zu knapp. Ohne Überwachungskamera oder befestigter Kasse.

Die Gegend ist faszinierend. Doch für Laila sind es zu viele Treppen, so besichtigen wir die Aussichtsplattformen einzeln. Es lohnt sich wirklich. Die sehr speziellen Felsformationen mit ihrem Stein auf dem Spitz, aber siehe selbst. 

Auf unserer Weiterfahrt fallen uns die leuchtend gelben Schilder auf. Oliver lacht und meint, hier muss es eine schlimme Gegend sein, hier wird vor „Gepäckdieben“ gewarnt. 

Unterwegs entdecken wir immer wieder Kohlenmeiler. Spannend wie das aus allen Ritzen raucht. Wir fühlen uns gleich um hundert Jahre zurückversetzt. Wir kennen das ausschliesslich vom Freilicht Museum Ballenberg.

 Während der Fahrt sehen wir in Zlatibor schon von weitem ein Gebilde. Es sieht aus, als ob hier ein Durchschuss dargestellt wird. So halten wir und besichtigen es. 

Etwas weiter in Bajina Basta haben wir noch eine Sehenswürdigkeit auf dem Programm. Kucica Na Steni, das ist ein kleines Häuschen, dass mitten im Fluss Drina steht, genau auf der Grenze zwischen Serbien und Bosnien und Herzegowina. Hmm, das haben wir uns jetzt doch ein bisschen anders vorgestellt. Aber immer wieder kommen Leute und fotografieren es. So tun wir es ihnen gleich.

Da es in den Städten immer so viele Menschen hat, beschliessen wir die Hauptstadt Belgrad als Sightseeing Tour mit Willi zu machen. So fahren wir gemütlich kreuz und quer durch die Stadt und staunen nicht schlecht, als wir ein Basler Trämli sehen.

Nach der Städtetour zieht es uns wieder in die Wildnis. Die Wälder und Berge sind hier wunderschön. Doch leider wird die anfänglich noch gute Strasse zu einer echt schlimmen, dreckigen Rutschpartie. Da wir auch nicht wenden können, müssen wir hier wohl oder übel durch. Es schmerzt uns jedes Mal, wenn wir hören, wie Willi immer wieder über die Stein und Morastschicht streift. Hoffentlich gibt es keinen Schaden. Als der Weg endlich wieder normal wird, halten wir schnell an und schauen unter den Willi. Doch vor lauter Dreck sieht man gar nichts. Aber wir haben nun ganz bestimmt etwa 20 Kilo mehr auf der Waage, denn egal wo man hinschaut, alles ist voller Dreck.

So fahren wir nun Richtung Kroatien. In der Nähe von Sombor, am Kanal Veliki Backi finden wir einen schönen Schlafplatz. Da uns ja nachher eine sehr lange Rückfahrt in die Schweiz bevorsteht, wollen wir hier noch ein bisschen relaxen.

Da die Transitzeiten in jedem Land wieder verschieden sind, fahren wir in einem Stück durch Kroatien und Slowenien. In Italien haben wir längere Transitzeiten und können hier zum Glück übernachten. So geht es am nächsten Tag, bei schönstem Wetter weiter durch die herrlichen Dolomiten. Ist es jetzt das Wetter oder die immer näher kommende Heimat? Na auf jeden Fall geniessen wir die Fahrt.

Da wir nun also Transit zurück in die Schweiz reisen, gibt es auch keine Probleme am Zoll. Trotzdem begeben wir uns in der Schweiz noch zur Sicherheit in eine Selbstquarantäne, damit wir auch ja niemanden von unseren Verwandten und Bekannten anstecken. 

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