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Hitze in Italien

Unsere Fahrt führt uns über den grossen St. Bernhard nach Italien, wo wir dann das Schloss Savoyen mit dem herrlichen Garten besuchen. Das Wetter ist wie aus dem Bilderbuch und die verschiedenen Pflanzen und Kräuter mit ihrem Duft unterstützen dieses Gefühl mächtig. 

Gemütlich fahren wir quer durch Italien Richtung Ferrara, wo wir dann über Stock und Stein, Richtung Meer fahren. Die Temperaturen steigen immer mehr, und wir fragen uns, ob es wohl eine gute Entscheidung war, im Hochsommer, während der Hochsaison nach Italien zu reisen. Eine Abkühlung muss her. So fahren wir nach Lido di Volano. Wo wir einen herrlichen Schattenparkplatz finden. Hier hat es auch nicht so viele Leute. Wir schlendern dem Strand entlang und es überkommt uns ein Ferienfeeling, dass nach einem Drink an der Strandbar schreit. Herrlich, nicht nur wir bekommen einen Drink, nein, der nette Kellner bringt auch Laila einen ganzen Eiskübel mit Wasser gefüllt. Ja, so lässt es sich leben. 

Wir merken, dass die Wärme mit jedem weiteren kühlen Schluck von uns weicht. Doch plötzlich, wie aus dem nichts heraus, verdunkelt sich der Himmel und es zieht ein heftiger Wind auf. Schnell schnappen wir unsere Drinks und bringen uns in Sicherheit. Die Plastikstühle werden wie von Geister Hand umplatziert und nun beginnt es auch noch zu regnen. Je nach dem, von wo der Wind kommt, wechseln wir unsere Deckung. 

 

Nach etwa 10 Minuten ist der ganze Spuck vorbei. Die schattenspendenden Segeltücher hängen überall nur noch runter und wir stehen im Wasser. Die Sonne blitzt schon wieder durch die Wolken und es wird sogleich schwül. Tropische Feuchtigkeit macht sich breit. So machen wir uns auf zurück zu Willi. Ja da hat die Natur Oliver wieder einmal schön geholfen. Willi glänzt wie frisch gewaschen. 

 

So tuckern wir gemütlich der Küste entlang. Bereits in der Schweiz haben wir mit Margrit und Peter abgemacht, dass wir auf einen kurzen Besuch bei Ihnen in Silvi vorbei kommen. Willi hat wieder einmal die richtige Grösse, so können wir bei Ihnen im Garten parkieren. Ach ist das herrlich, Laila geniesst es, wieder einmal im Rasen im Schatten zu liegen. Wir machen mit dem Auto herrliche Ausflüge und geniessen es wieder einmal zu viert etwas zu unternehmen. Wenn man die Gegend so gut kennt, weiss man natürlich auch, wo sich die absoluten Geheimtipps der guten Restaurants verstecken. Liebe Margrit und lieber Peter, Euch beiden ein ganz herzliches Danke für die schöne und lustige Zeit mit Euch.

Weiter geht es Richtung Bari und wenn wir schon in der Nähe sind, möchte Oliver in Andria noch die berühmte 8-eckige Burg, Castel del Monte, besichtigen. Da es so heiss ist, wartet Moni mit Laila, bis Oliver wieder kommt. So läuft Oliver den Weg hoch zur Burg, doch leider gibt es die Eintrittstickets nur unten beim Parkplatz. Da er nicht wieder den ganzen Weg zurück und dann wieder hoch zur Burg will, besichtigt er die Burg nur von aussen. Doch schon das genügt ihm. Es ist einfach viel zu heiss.

Die extreme Hitze in Italien, von über 40 Grad, macht uns dreien sehr zu schaffen, und die Tatsache, dass jetzt auch noch Hochsaison ist, und es der Küste entlang keine Möglichkeit gibt um frei zu Stehen, macht es uns nicht einfacher. So fahren wir immer mal wieder in die Berge, wo wir dann bei angenehmeren Temperaturen, um die 30 Grad, irgendwo im Wald stehen.

Laila geht es nicht gut, doch das mit den Ärzten ist immer so eine Sache, denn wenn man sich nicht richtig verständigen kann wird es schwierig. So ruft Moni bei Pina an, sie wohnt in Agropoli ,und fragt sie, ob sie evt. einen guten Tierarzt kennt. Nach kurzer Recherche ruft sie wieder zurück. Doch wir bekommen erst in 3 Tagen einen Termin. Aber der Arzt will genau wissen, was sie hat. So senden wir ihr ein kleines Video und prompt kommt die Rückmeldung von Pina, wir können gleich morgen um 10 Uhr vorbei kommen. Da es jetzt schon 17 Uhr ist, packen wir sofort alles zusammen und fahren los, denn es sind doch noch 120km und alles durch die Berge. Da können wir nicht erst morgen losfahren. Moni ist dankbar, dass Pina sie und Laila begleitet. Zum Glück reichen ein Antibiotika und ein 2. Medikament um Laila wieder auf Vordermann zu bringen. Pina findet, wenn wir schon die einmalige Gelegenheit haben, dass wir so kurz vor Moni’s Geburtstag in der Gegend sind, es wäre doch schön, gemeinsam zu feiern, so typisch italienisch. Ja sie hat eine sehr überzeugende Art. So fahren wir in der Zwischenzeit wieder zurück in die Berge, wo es für Laila angenehmer ist. Zum Glück wirken die Medikamente schnell.

Pünktlich zum 1. August fahren wir zu Pina. Trotz der Wärme machen wir einen Spaziergang durch die Altstadt von Agropoli und hinunter zum Hafen. Wir sind nicht die einzigen, denen die Hitze zu schaffen macht, es suchen alle den Schatten.

Pina verwöhnt uns mit allerlei feinen italienischen Spezialitäten. Sie kocht leidenschaftlich gerne. Auch hat Sie für uns, die im Erdgeschoss liegende Wohnung bereit gemacht, da sie fand, es sei kühler und angenehmer als im Willi. So gönnen wir uns des öfteren eine kühle Dusche. Und für Laila ist es auch schön angenehm kühl. Zum Geburtstag bekommt Moni eine extra für sie angefertigte Torte und zwei Geschenke, und, wie Pina sagt, damit Oliver nicht traurig ist, bekommt er auch ein Geschenk. Damit wir die Hitze besser ertragen. 

Oliver findet, das letzte Mal, wo er ein Pyjama geschenkt bekam war, als er ein Kind war. Auch den Bocconcini di Bufala, den Pina extra immer frisch bestellt hat, können wir nur weiterempfehlen. Das ist wirklich der Beste Mozzarella den wir je gegessen haben.

Ja liebe Pina und lieber Carmine, Ihr habt mir wirklich einen wunderbaren und unvergesslichen Geburtstag geschenkt. Ganz herzlichen Dank für alles.  

 

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