· 

Griechenland 2021

Am 1. September 2021 um 13 Uhr, nehmen wir nun also die Fähre von Brindisi nach Igoumenitsa. Die meisten verbringen die Fahrt im gekühlten Innenraum. Wir sitzen an Deck und hoffen auf Abkühlung durch den Fahrtwind. 

Wir freuen uns auf Griechenland, doch auf einmal, auf der Höhe von Korfu, genau wie ab und zu in unserem Willi, schaltet die Fähre in den Kriechmodus. Wir kommen kaum mehr vom Fleck. Ob wohl auch irgendwo ein oranges Lämpchen an den Armaturen aufleuchtet? Wir werden abrupt aus unsere Gedanken gerissen, weil auf einmal unsere Natels bimmeln. Erfreut lesen wir die Nachrichten, bis Oliver sagt: „Scheisse, wir sind auf dem albanischen Netz!“ Da unsere Datenkarte nur im EU-Raum gültig ist, werden wir nun eine teure Abrechnung bekommen. Aber ist ja auch fies. Die dümpeln da mit ihrer Fähre der albanischen Küste entlang, bis die Natels auf das albanische Netzwerk zugreifen. Vielleicht sollten wir die Rechnung an die Fährgesellschaft weiter leiten. (Scherz!) Schon 30 Minuten vor Ankunft, kommt immer wieder die Durchsage, dass man für eine reibungslose Einreise alle Papiere bereit halten soll. Wie immer kommt nun eine unbegreifliche Hektik auf. Alle stürmen zu ihren Fahrzeugen, jeder will der Erste sein. Einer drängt mit seinem Wohnmobil andere Autofahrer ab, nur damit er schneller rausfahren kann. Doch wer denkst Du, hat am Zoll die Papiere nicht bereit und die ganze Kolonne muss warten, bis seine Frau in einem Ordner alle Papiere raus sucht? Nein, sicher nicht wir. Ha ha. Es ist der olle Stürmer!!! Da wir ja schon vom letzten Mal einen guten Schlafplatz kennen, fahren wir nun gemütlich dorthin. Schon spannend, als wir am nächsten Morgen unsere Reise durch Griechenland beginnen, kommt automatisch ein unbeschreibliches Ferienfeeling auf. Die herzigen Restaurants und Strandbars, die Gegend, einfach alles. Ja, weit fahren wir nicht, es gefällt uns zu gut. So suchen wir ein schönes Plätzchen am Meer und machen mal Pause.

Die Fahrt von Igoumenitsa Richtung Lefkada, führt uns entlang der traumhaften Küste. In der Umgebung von Ammoudia treffen wir auf diese herrliche Aussicht.

Da es immer noch sehr heiss ist, suchen wir einen Schattenplatz um etwas zu kochen. Nach dem Essen geht Moni auf Entdeckungstour. Sie möchte auf die gegenüberliegende Seite. So ist sie wieder einmal auf dem Holzpfad unterwegs und findet dafür dieses absolute Paradies.

Schon fast auf der Insel Lefkada, sehen wir diese Burg mit dem Wassergraben. Leider ist diese grosse Schildkröte tot. Das wäre jetzt zu schön gewesen, einmal so eine grosse lebende Schildkröte zu sehen und zu beobachten.

Wir fahren weiter der Küste entlang und finden wieder einen Platz, wo wir einfach anhalten müssen. Gedanken versunken sitzen wir in unseren Stühlen und schauen aufs Meer hinaus, als ein grosser BMW X5 an uns vorbeifährt. Da etwas weiter vorne ein weiteres Wohnmobil steht, ist der Wendeplatz blockiert. So fährt der Mann weiter gerade aus, bis er merkt, es geht nicht weiter. Beim Versuch zu wenden, vergräbt sich sein Auto im tiefen Sand. Die anderen schauen nur zu, und alleine kommt er da nicht mehr raus. So packt Oliver unsere Sandbleche und im Nu ist das Auto wieder fahrbereit. So machen die Dinger wenigstens Sinn.

Am nächsten Tag geht es weiter Richtung Leuchtturm. Während der Fahrt begegnen uns viele Autos mit Bulgarischen Autokennzeichen. Wir staunen, denn Bulgarien hat ja auch sehr viele schöne Strände. Die Landschaft in Lefkada gefällt uns sehr gut. Da wir aber nicht wissen, wann eine Fähre geht, da viele ausserhalb der Saison nicht fahren oder nur reduziert, wollen wir uns in Nydri am Hafen direkt erkundigen. Es hat schon sehr viele Wohnmobile und Autos die da warten. So beschliessen wir, auch gleich diese Fähre zu nehmen und bekommen auch gleich ein Ticket. Gerade als das Boarding beginnt, fahren 2 Polizeiautos auf den Platz und das Beladen der Fähre wird gestoppt. Jetzt wird das Covid Zertifikat und die Ausweise kontrolliert. Eine Spanierin, die alleine mit ihrem Wohnmobil unterwegs ist, wird nicht an Bord gelassen. Wir fragen uns, was denn gefehlt hat, da sie die Einreise nach Griechenland ja auch geschafft hat.

Wir müssen ja wahrscheinlich nicht erwähnen, dass wir wieder bei schönstem und heissem Wetter die Überfahrt nach Fiskardo auf der Insel Keflonia geniessen. Auf einmal sehen wir, wie zwei Jetski über die Bugwellen hüpfen und immer näher kommen. Mit Blick durch den Rettungsring könnte man meinen, wir seien in einem James Bond Film.

Die Insel Keflonia wollen wir natürlich auch umrunden. In Griechenland ist es ja nichts neues, dass man mit Geissen und Schafen rechnen muss. Doch wird man dann jeweils schon überrascht, wenn direkt nach der Kurve, da einfach so Tiere rumliegen.

Nach ein paar weiteren Kurven, haben wir freie Sicht auf einen Traumstrand. Wow, der zieht uns magisch an. So suchen wir die Zufahrtsstrasse. Doch leider endet sie ausserhalb des Dorfes bei einem grossen Parkplatz. Wir müssten Willi an der prallen Sonne stehen lassen und den ganzen Weg zum Strand laufen, oder wir warten auf den Shuttle Bus. Doch ob wir dann Laila mitnehmen können ist nicht klar. Für beide Varianten ist es einfach viel zu heiss. So beschliessen wir weiter zu fahren.

Es dauert nicht lange und wir finden einen super Parkplatz mit Palme direkt am Meer. Also nichts wie raus.

Von weitem sehen wir einen runden Pavillon mit Säulen. Als die ärgste Mittagshitze endlich ein bisschen weg ist, schlendern wir mal dort rüber. Der perfekte Influenzer Platz. So wirft sich Oliver gleich in Pose. Laila weigert sich mitzumachen, sie legt sich in den Schatten und bewegt sich nicht mehr.

Auf dem Rückweg sehen wir zum einen, einen Parkplatz inmitten einem kleinen Wäldchen und zum anderen, ein wunderschönes Restaurant. So beschliessen wir, in dem Wäldchen zu parkieren und 

heute Abend in diesem Restaurant essen zu gehen.

Aber jetzt gehen wir zuerst mit Laila zusammen in der herrlichen Bucht baden und nachher machen wir uns chic für das schöne Restaurant.

Doch leider werden wir enttäuscht, heute haben sie geschlossene Gesellschaft, weil sie eine Hochzeit haben. Schade. Da wir ja trotzdem Hunger haben, suchen wir uns halt ein anderes „Beizli". Endlich angekommen, brauchen wir zuerst einen kühlen Drink. Es ist ja immer noch soooooo heiss. Nach dem feinen Essen laufen wir ganz langsam zurück zu Willi. 

Ja, die Griechen wissen, wie man eine Hochzeit feiert. Doch die Musik gefällt uns, und so können wir trotzdem herrlich schlafen. Ja, auch auf der Insel Keflonia, finden wir immer wieder hübsche Strandbars, wo wir einfach nicht Wiederstehen können.

Unser Inselhopping geht weiter. So nehmen wir von Pessada aus, die Fähre nach Agios Nikolaos auf der Insel Zakynthos. Oliver meint, das Meer ist heute so spiegelglatt, keine Welle, absolut ruhig, heute brauche ich keine Tablette gegen die Übelkeit. Er meint heroisch, schliesslich ist es mir jetzt immer gut gegangen. Ja klar, aber er hat ja auch jedes Mal eine Tablette genommen. Doch, ein Versuch ist es ja wert. Die Überfahrt ist herrlich. Den Fahrtwind in den Haaren, geniessen wir die Sicht.

Dann auf einmal wird das Meer etwas unruhig, genau wie Olivers Magen und mit Blick auf die Uhr stellt er fest, dass die Fahrt immer noch mindestens 20 Minuten dauert. Auf einmal spricht er nichts mehr und schaut angestrengt auf den Horizont. Ob er wohl nach Delfinen Ausschau hält. Nein, klar, wir sind froh, als wir endlich auf Zakynthos anlegen und diesen schaukelnden Kahn verlassen können. Wir staunen immer wieder wie souverän unsere Laila die vielen Fahrten meistert. Jetzt nur noch schnell zum Leuchtturm fahren und dann ist für heute Feierabend.

Die Welt ist klein, oder Moni hat überall Freunde und Verwandte. So treffen wir uns am nächsten Tag mit Madeleine und Felix. Solche Auszeiten sind einfach herrlich, vor allem, weil wir ja sonst immer alleine irgendwo stehen. So können wir gleich bei ihnen im Garten parkieren. Laila und die vielen hauseigenen Hühner müssen sich zuerst einmal anfreunden.

Ein einzelnes Huhn brütet hier auf einem ganzen Haufen Eier. Wir sind gespannt, wieviele dann hier wirklich schlüpfen werden.

Mit dem Auto machen wir wunderschöne Ausflüge, unter anderem an die Dafni Beach, welche schwer zugänglich ist. Aber da die Strasse trocken ist, kann man mit dem Auto langsam und vorsichtig runter fahren. Es ist wunderschön, und so geniessen wir das köstliche Essen in Kombination mit dem schönen Strandfeeling. 

Hier ist es Tradition, dass es zum Essen ein frisches, noch warmes Holzofen-Brot gibt. Und langjährige gute Freunde bekommen sogar noch eines auf den Nachhauseweg. Wir haben das Glück und gehören heute auch dazu. An einem Abend werden wir sogar noch mit einem Schweizer Raclette überrascht.

Ja diese Überraschung ist Euch definitiv gelungen. Auch der Ausflug in die Altstadt von Zakynthos ist herrlich. So spazieren wir durch die Lädeli Strasse. Das heisst, die Männer warten am abgemachten Ort bei einem kühlen Bier, bis die Frauen fertig sind mit gucken, was es alles so gibt.

Alle schimpfen still vor sich her, aber keiner würde etwas sagen. 

Endlich sind auch wir an der Reihe und können den schönen Strand mit dem türkis blauen Meer und dem Wrack fotografieren.

Am nächsten Tag nehmen wir die Fähre von Zakynthos nach Kyllini auf dem Peloponnes.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0