Unsere Ungarn Ferien

19.7- 06.08.2016

Am 19.07.2016 starten wir um 09.15 Uhr in unsere Sommerferien. Zuerst müssen wir allerdings noch einen kleinen Umweg fahren, da Oliver für Monika noch ein Geburtstagsgeschenk bestellt hat  und wir dieses jetzt in Geisingen abholen müssen. Wow, war das eine Überraschung. Eine Massagesitz-Matte vom feinsten, und erst noch in der Lieblingsfarbe, damit wir längere Fahrten am Stück fahren können. Monika hat ja schon ein riesen Glück mit so einem fürsorglichen Partner an ihrer Seite, oder ist es vielleicht doch ein wenig eigennützig von Oliver, damit er nach einer langen Fahrt nicht auch noch massieren muss. 

Egal, alle sind happy, das ist die Hauptsache.

 

Also tuckerln wir gemütlich Richtung Salzburg. Es ist ein schwül-heisser Sommertag, und da Monika eh schon seit Kindheit unter der Hitze leidet, hat sie schon bald mal das Gefühl die Klimaanlage funktioniere nicht richtig, ihr altes Auto daheim kühle ja mehr. Langsam platzt Oliver der Kragen, ab dem ständigen Gejammer und meint das liegt an deinen Wechseljahren. Interessanter Weise hat Oliver immer die Seitenscheibe offen und lässt seinen Arm lässig aus dem Fenster baumeln um ihn abzukühlen. Hmm!!! Schwitzend erreichen wir also am späteren Nachmittag Salzburg. Mit unserem Willi ist es manchmal nicht so einfach einen passenden Parkplatz zu finden, aber mit Geduld und ein paar Rundfahrten durch die Stadt haben wir einen Platz in der Nähe der Altstadt gefunden und schlendern jetzt gemütlich durch die vielen kleinen Gassen mit den alten Häusern und den vielen kleinen teuren Boutiquen.

 Wir empfinden es als  sehr touristisch, man hört fast jede Sprache nur kein österreichisch. Da wir in der Nacht nicht mehr nach einem Nachtlager suchen wollen, beschliessen wir gleich dort zu bleiben. Leider wussten wir nicht, dass diese Strassenecke gerne als Raser-Strecke verwendet wird. Nach einer stickigen und lauten Nacht besichtigen wir noch die Felsenburg und geniessen die wunderschöne Aussicht über Salzburg. Ansonsten sind wir nicht wirklich begeistert, da das ganze eher konzeptlos eingerichtet ist und mehr an ein Kriegs-glorifizierungs Museum erinnert. Nach einer kurzen Besichtigung des Doms schlendern wir gemütlich durch die schönen Gassen zurück zu unserem Parkplatz. 

m Willi ist es brütend heiss und Monika leidet still vor sich hin.

Mit Genuss beobachtet sie, dass auch Olivers T Shirt immer feuchter wird und mit einem kleinen Seitenhieb meint sie, vielleicht sollten wir doch Sitzbezüge kaufen, damit die schönen Polstersitze keine Schweiss-Flecken bekommen. Insgeheim aber schauen beide während der Fahrt ständig nach einer Mercedes Werkstatt. Um 15 Uhr sichten wir eine und steuern ohne Worte gleich dorthin. 

 

Wir werden sehr kompetent und zuvorkommend gleich bedient. Leider hat unser Willi ein ganz kleines Leck im Klimaanlage-Kühler und dieses Ersatzteil kann erst am nächsten Morgen um 7.45Uhr geliefert werden. Wir fragen, ob wir gleich auf dem Areal nächtigen dürfen. Da ist es schön schattig, ruhig und erst noch ab 18 Uhr alles abgeschlossen. Was sie uns gerne zugestehen, damit sie auch sicher sind, dass wir morgens um 7.45 Uhr wieder hier sind.

 

Also nutzen wir die Zeit um ein wenig Kleider zu waschen und uns mit spielen die Zeit zu vertreiben. Da Monika die ganze Zeit verliert, suchen wir nach etwas anderem. Und so probieren wir das erste Mal unsere Freiluftdusche aus.

Das sieht so aus. Wir öffnen die hintere Garagentüre und die Fahrertüre, als Sichtschutz, einer sitzt auf dem Klo, hält die Duschbrause zum Fenster raus, assistiert mir dem Shampoo und Duschmittel und hört auf die Komandos Wasser marsch, Wasser stopp, kalt, warm, was leider nicht immer befolgt wurde. Natürlich nur weil es so schwer ist, das zu regulieren. Hi Hi. Der Schlauch ist eindeutig 20cm zu kurz. Aber es war ein herrliches Gefühl.                            So schön abgekühlt schläft es sich herrlich.              Also stehen wir pünktlich um 7.45 vor der Türe und Willi bekommt das neue Teil. So starten wir bereits um 8.30 Uhr Richtung Linz. Beim ersten Supermarkt den wir sehen, halten wir an um unsere Vorräte aufzufüllen, man weiss ja nie.... wo man stehen bleibt.

Nichts Böses ahnend, wollen wir unsere Fahrt fortsetzen, starten unseren Willi und was leuchtet auf? Das Motorenblockzeichen. Das kann doch nicht sein, aber nach mehrmaligem starten müssen wir einsehen, dass uns nichts anderes übrigbleibt, als noch einmal retour zur Garage zu fahren. Zur Freude des Mechanikers, der wieder nicht seine geplante Arbeit machen kann.

Dieses Mal wird Willi am Computer auf Herz und Nieren gepüft und ein EKG erstellt. So wurde festgestellt dass er ein Problem im Enddarm hat, sprich der Partikelfilter sei voll, obwohl er so gut wie leer ist. Der Autodoktor beschliesst den verstopften Darm zu entleeren und lässt Willi über eine halbe Stunde hochtourig den Partikelfilter ausbrennen. Nach dieser Rosskur darf Willi mit uns zu einer kurzen Probefahrt, die er mit Bravour übersteht. Dieses Mal sagt der Automechaniker nicht auf wieder sehen, warum auch immer. An dieser Stelle möchten wir der Firma Mercedes ein grosses Lob ausstellen. Wir wurden die ganze Zeit sehr kompetent und zuvorkommend bedient und das ganze ging ohne Diskussion auf Garantie. Mittlerweile ist es halb 12 Uhr mittags und wir fahren wieder Richtung Linz.

Nach der Stadtbesichtigung und der erfolglosen Suche nach einer echten Linzer Torte, beschliessen wir ein schönes Nachtlager an der Donau zu suchen. Um 17 Uhr werden wir bereits fündig und so geniessen wir den wunderschönen und warmen Abend mit grillieren und einer guten Flasche Wein.

Doch auf einmal rast die freiwillige Feuerwehr heran, und Monika’s Herz rutscht mal wieder in die Hose. Sie meint, die kommen wegen unserem kleinen Grillfeuer. Vier Personen springen aus dem Fahrzeug heraus, und geben sich zur grossen Erleichterung von Moni (und auch ein bisschen von Oliver) als harmlose, trainierende Feuerwehrleute zu erkennen. Sie erzählen uns, dass sie sich vorbereiten auf einen Ruderwettkampf mit so einer Art Weidling (langes, schmales Holzboot) und hier auf ihre Kollegen warten. 

Am Freitag-Morgen fahren wir gemächlich durch den schönen Wiener Wald nach Wien. Zu unserer grossen Überraschung hat es mitten in der Innenstadt, ca. 5 Minuten Fussweg zum Stephansdom, ganz viele freie Parkplätze.  

Moni stimmt das gleich etwas suspekt, und Oliver freut sich nur.

 

Doch Moni lässt es keine Ruhe und geht mal bei den anderen Autos schauen, ob sie Parkkarten im Auto haben. Doch auch das genügt ihr nicht, also spricht sie zur Sicherheit noch Passanten an, die ihr mitteilen, dass man ausschliesslich im Tabakladen Parktickets kaufen kann. Also macht sie sich frohen Mutes auf zum Tabakladen. Dort wiederum wird ihr erklärt, dass so grosse Fahrzeuge gar keinen Zutritt zur Innenstadt haben und dass in der Innenstadt nur 2 Stunden Kurzparken gilt für 4 Euro. Also beschliessen wir einen Parkplatz ausserhalb des ersten Bezirks zu suchen. Aber auch da treffen wir dieselbe Situation an.  Zum Glück gibt es den grossen Messe-Prater-Parkplatz. Doch oh Schreck, hier sind Wohnmobile verboten. Aber wir beschliessen trotzdem  unseren Willi hier zu parkieren und ziehen ein Parkticket. Voll motiviert machen wir uns bei 30 Grad auf Richtung Innenstadt.

Auf dem Weg sehen wir eine Hop on Hop off Bus Haltestelle, Kurzentschlossen sprechen wir den nächsten Buschauffeur an, der uns mit grossem Palaver versucht zu überzeugen, das grösste Ticket zu kaufen, was wir aber  strikte nicht wollen, da wir nur die Linie rot wollen. (die innen Stadt mit all ihren Sehenswürdigkeiten) Da er schon losgefahren ist, meint er, wir müssen jetzt halt mit der blauen Linie 1 Stunde mitfahren, er schenke uns diese, da wir ja prinzipiell nur die rote wollen. Leider rennt uns nun die Zeit davon, da es schon 17.30 Uhr ist und die Busse nur bis 18.30 fahren, also hüpfen wir bei der nächsten Gelegenheit wieder raus und nehmen die U-Bahn Richtung Innenstadt. Komplett durchgeschwitzt erreichen wir den Stephansdom. Offensichtlich sind wir nicht die Einzigen, denn es stinkt ziemlich in der Kirche. So geniessen wir den Abend in Wien bei einem original Wienerschnitzel mit Kartoffelsalat. 

 

Am nächsten morgen fahren wir zur Endstation der U2 in Leopoldau. Dort finden wir unmittelbar vor der U-Bahn Station einen gratis Parkplatz. Dank der roten Bus-Linie besichtigen wir viele 

Sehenswürdigkeiten, unter anderem den Karmeliter- Markt. Ein Markt, der von schönem Gemüse über Kleider und Krimskrams alles hat. Weil uns die Atmosphäre auf diesem Markt so gut gefällt, beschliessen wir im kleinen italienischen Restaurant in der hinteren Ecke des Marktes etwas zu Essen und die Stimmung noch ein wenig zu geniessen. Die Pizza Napolitana für 9 Euro war spitzenmässig und jeder Zeit zu empfehlen. Im laufe des Nachmittages flüchten wir aus der Hitze der Stadt und fahren Richtung Neusiedler See.

Die offizielle Strandanlage in Podersdorf am See ist ab 17 Uhr gratis zu benutzen, so hüpfen wir um 17.15 Uhr in den 27 Grad warmen See. Da dieser See zwar riesig ist, aber nicht tief, kann man herrlich im warmen Wasser planschen. Nach dem warmen Bad im See möchte Monika gerne duschen und beschliesst mit Shampoo ausgerüstet eine Dusche zu suchen. Für 50 Cent pro Minute könnte man warm Duschen, aber dummer weise haben wir kein Geld dabei, so bleibt uns nichts anderes übrig als die kalt Wasser Dusche im Freien zu benützen. Die beste Methode um frisch zu bleiben, meint Moni und duscht sehlen ruhig mit Shampoo. Unter riesem getzeter überwindet sich Oliver für eine kurze Katzenwäsche. Hi hi. Am Abend fahren wir weiter um ein geeignetes Nachtlager zu suchen. Im Nationalpark ist es so herrlich ruhig und wunderschön, dass wir gegen alle Vernunft beschliessen hier zu bleiben. Wir fotografieren Hasen, Gänse und Vögel und geniessen die unberührte Natur. Was wir nach einer wunderbaren Nachtruhe am Morgen um 9 Uhr sogleich für einen kurzen Moment bereuen. Der  Nationparkranger ist im Anmarsch. Nach einer kurzen Aufklärung 

und einer Anzeigsdrohung erklärt er uns das ganze. Da wir uns trotz Bussenandrohung ruhig, freundlich und einsichtig zeigen, und er sieht, dass wir draussen keinen Abfall rumliegen haben und uns auch nicht draussen mit campieren aufhalten, lässt er uns noch einmal ungeschoren davon kommen. Da die Sonne scheint und eine leichte Briese weht, beschliessen wir trotzdem noch unsere Wäsche zu waschen, und fahren dann um den Mittag herum ab Richtung Bratislava.

Am Sonntag, 24.07.2016 steuern wir Bratislava an. Nach 3 Rundfahrten durch die Stadt, beschliessen wir trotzdem den grossen Parkplatz direkt an der Donau zu nehmen. Unweit von uns parkt ein selbstumgebauter kleiner Bus. Die Seitentüre offen, und darin ein kleines altes Sofa mit einem Bongo spielenden jungen Mann der das Leben sichtlich geniesst. Also marschieren wir über die Brücke zur schönen Altstadt von Bratislava. Bei einem herzigen kleinen 3 Rad-Ape kaufen wir einen feinen Espresso und einen Ice-Kaffee mit Caramel. Da Oliver diese Süssgetränke nicht mag, will er nur einen Espresso. Ganz spannend, eine Tasse Espresso, Eiswürfel, Caramelsauce und Schlagsahne gemixt ergibt einen erfrischenden Drink, der gar nicht so süss war, zum erstaunen von Oliver.

Am nächsten Morgen nehmen wir die Strapazen auf uns und schleppen uns bei 35 Grad im Schatten den steilen, gefühlt fast senkrechten Weg zum Schloss hinauf. Die Aussicht und der Garten sind wirklich schön, aber das war’s dann auch. Also das ganze wieder runter. 

In der Altstadt amüsieren wir uns über die vielen Japaner/Chinesen, die jede Statue und Figur umarmen und von jedem einzelnen Familienmitglied und diese Familien sind sehr gross, ein einzelnes Foto machen. Wir bemühen uns, ein Foto der bekannten Figur Man at work zu schiessen. Oliver will einfach weiter gehen, das ist ihm zu blöd hier anzustehen, bei all den Fotosüchtigen Grossfamilien, aber Moni kämpft sich von unten heran und schliesst ein Foto zwischen den Beinen hindurch. Ziel erreicht. Ha Ha. Zur Verblüffung der Asiaten.                                                                              In einer schönen Parkallee unter den prächtigen alten Bäumen geniessen wir ein feines Essen, und machen uns dann auf den Weg Richtung Budapest.                                                         Ca. 30 km vor Budapest finden wir endlich einen Schlafplatz, gleich neben einem Sonnenblumenfeld. Am nächsten Morgen machen wir wieder Grosswäsche und müssen dafür nachher eine Tankstelle suchen, damit wir wieder Wasser füllen können, was nicht ganz einfach ist. Ja das Leben im Camper birgt so einige Herausforderungen.

Was uns wirklich freut, hier gibt es wirklich kein Parkplatz Problem. Wir können fast überall mit dem Grossen parkieren. Zwar immer nur für 3 Stunden, aber das reicht immer genau für einen Stadtteil. So spielen hier mit der günstigeren Variante von Hop on Hop off. Am Abend beschliessen wir unseren alten Knochen etwa gutes zu tun und gehen in eine der alten Thermen von Budapest. Das Panorama Bad bietet einer herrliche Aussicht auf die Donau und auf Budapest by night. Leider sind wir die einzigen, die uns an das Natelverbot halten, daher haben wir jetzt keine von der wirklich herrlichen Aussicht. Da schlägt halt wieder mal der brave Schweizer Bünzli durch. Da Moni alles für ihre Gesundheit macht, beschliesst sie eine Art ganz Körper kneippen auszuprobieren. Also zuerst rein in den heissen Dampfkochtopf bei 42 Grad und kurz vor dem Garpunkt klettert sie aus dem Topf und stürzt sich ins Gletscherbad bei 17 Grad. Oliver überwacht das ganze im lauwarmen Planschbecken nebenan.

Mitten in der Stadt übernachten wir, damit wir am Morgen gleich loskönnen. Die grosse Markthalle lassen wir uns nicht entgehen. So kommen wir auch noch in den Genuss von echten Ungarischen Spezialitäten im oberen Teil der Markthalle an einem der kleinen Essstände. Kohlroullade gefüllt mit einer Fleisch-Reis-Kraut Füllung mit einer Art Paprika-Sauerkraut und ein Ungarisches Gulasch mit runden Pasta Kügelchen. Es ist brütend heiss, und da wir beim grössten Bad in Budapest, Széchenyi. leider weit und breit keinen Parkplatz finden, fahren wir in einen Vorort und parken unter Bäumen und verbringen den Nachmittag mit Schreiben von unseren Ferientagen. Gegen Abend machen wir uns nochmals auf Richtung zu diesem berühmten alten Bad, wir finden einen grossen Parkplatz mit gratis Parkplätzen und marschieren los, Oliver meint, wenn wir ihn gefunden haben, gehe er retour unsere Badesachen holen, er wolle jetzt nicht schon alles mitschleppen.

Nach ca. 7 Kilometern durch einen wunderschönen Park finden wir das ersehnte Bad. Leider ohne Badehose. Wir fotografieren dieses berühmte Bad und schlendern wieder zurück. Gerade rechtzeitig, denn ein riesen Gewitter geht gleich los. So bleiben wir halt au gleich über Nacht hier.                                      Am nächsten Morgen geht unsere Reise weiter zum Balaton-See. Bei einem Lavendel-Dörfli, so ein richtiges Touristendorf machen wir kurz halt. Im laufe des späteren Nachmittages kommen wir in Bad Héviz an, wo wir gerne ein paar Tagen bleiben wollen, in der Hoffnung auf Besserung von Moni’s Schmerzen.

Da es gleich neben dem Bad einen Campingplatz hat, der nicht so voll ist beschliessen wir zum ersten Mal mit unserem Willi auf den Campingplatz zu gehen. Wir finden den für uns perfekten Platz in einer Ecke verdeckt mit Bäumen und Hecken. Wir sind halt nicht so die Campingplatzcamper und tun uns ein bisschen schwer damit. Einen riesen Vorteil hat es aber, dass wir endlich unsere Bettwäsche und Wäsche waschen und tumblern können uns frohen Mutes auf ins Bad. Leider hat die Reception für die Massagen schon zu, aber das Bad im Thermalsee ist herrlich. 32 Grad. Am Abend grillieren wir und geniessen es mit unseren Stühlen draussen in der warmen Abendluft zu sitzen. Eigentlich wollten wir morgens um 9 im Bad sein um die Termine abzumachen, aber wir haben so herrlich geschlafen, dass wir erst um 9 wach wurden.

Also sind wir um 10 endlich an der Kasse und machen eine Dauerkarte für den See. Zur riesigen Enttäuschung von Moni haben sie an der Terminreception ein Computerproblem und können sicher für heute und evt. auch für Morgen keine Termine abmachen. Typisch Moni nervt sie sich und will nun auch die Dauerkarten für den See nicht mehr, was wiederum Oliver nervt, da ja der See auch eine Heilwirkung haben soll. Moni fühlt sich zu Recht wie sie meint völlig unverstanden von Oliver. Ja das Leben ist halt leider kein Ponyhof. Irgendwann wird auch in Ungarn ein Computertechniker kommen. 

Am 1.August, Moni’s 46. Geburtstag, gönnt sie sich eine schöne Massage und ein letztes Bad im Heilsee und um 12 Uhr fahren wir weiter Richtung Slowenien. Unterwegs müssen wir noch unsere letzten Ungarischen Forint loswerden und beschliessen, sehr zur Freude von Oliver, diese in Wein umzutauschen. An der Kasse reicht es sogar noch für ein Schoggistengeli, was wiederum Moni’s Zuckerherz erfreut. Wir haben tatsächlich immer noch ein wenig Geld und Moni will dieses einem kleinen Jungen geben, und nimmt sogleich die Verfolgung des kleinen Jungen auf, der im Laden verschwunden ist. Oliver findet die ganze Aktion ziemlich peinlich da es sich ja nur noch um wenig Geld gehandelt hat. Ca. 80 Forint. Der Kleine hingegen schenkt ihr ein riesiges Lachen. Somit sind wieder einmal alle glücklich und zufrieden. Den Abend lassen wir im beschaulichen Ptju ausklingen. Nach einem kleinen Marsch zur Burg, wo Oliver noch den Schreck des Schossgespenst zu spüren bekam. Als wir durch das Burgtor gingen, sprang das kleine Schlossgespenst in Form eines kleinen Mädchens Oliver schreiend von der Seite an. Oliver fuhr vor Schreck zusammen und das kleine Mädchen sagte blitzartig excusez-moi, da sie ja eigentlich ihre ältere Schwester erschrecken wollte, die hinter Oliver ging. Trotzdem geniessen wir die schöne Aussicht und  beschliessen, den Abend im Restaurant Amadeus ausklingen zu lassen. Falls ihr mal in dieser Gegend seid und wirklich gut, aber viel zu viel essen wollt, ist dieses wirklich sehr empfehlenswert. Wir haben für dieses feine Essen nur 35.80 Euro bezahlt, obwohl es mit Abstand das teuerste auf der Karte war. Leider müssen wir wieder einmal unser Nachtlager im Dunkeln suchen. Was bekanntlich viel schwieriger ist.

Oliver findet wie er meint den geeigneten Platz in einem kleinen überwachsenen Strässchen in einem grossen Wald. Leider hat Moni, wie fast immer panische Angst und möchte alles verriegeln und die Alarmanlage einschalten. Kaum liegen wir im Bett und sind am einschlafen, sitzt Moni auf und meint: „ Riechst du das auch? Es riecht nach Gas.“ Oliver gleich hell wach, schnuppert in die Luft, kann aber nichts riechen. Aber nach dem dritten Mal geweckt werden von Moni, wird auch er langsam unsicher. Sie hingegen schläft friedlich ein mit dem Wissen er schaut ja jetzt. Am Morgen ist Oliver gerädert und Moni ausgeschlafen. Und sie fragt sich, warum er nur so ein Morgenmuffel ist.                                                       Nach einer wunderschönen Fahrt, ähnlich wie die Schweiz, mit sanften Hügeln, kleinen gepflegten Dörfern, treffen wir um die Mittagszeit in Ljubljana ein. Wir sind schockiert und fragen uns ob sich hier ein Halt überhaupt lohnen kann. Es sieht wie ein heruntergekommenes Wohnblockgetto aus. Da wir aber noch einkaufen müssen, fahren wir ins Zentrum und entdecken einen grossen Markt.

Also schnell einen Parkplatz suchen und los. Ein riesiger Markt, mit Gemüse, Früchten, Kleidern, Schuhe usw. Wahrscheinlich einer der grössten Markte die wir bis jetzt gesehen haben. Wer hätte das gedacht, wir finden eine wunderschöne Altstadt, mit vielen kleinen Restaurants, die ihre Kunden mitten in den kleinen Gässchen bedienen. Von überall riecht es fein, die Stadt lebt, es hat so viele Menschen in den Gassen. So beschliessen wir, auch einen kleinen Happen zu uns zu nehmen und in einem dieser kleinen Restaurants unter den Bäumen platz zu nehmen und die friedliche Atmosphäre zu geniessen. Weiter geht die Fahrt Richtung Rijeka. Wir fahren mit 30h/km auf einer Kiesstrasse stundenlang durch einen wilden und unberührten Wald,  

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Unsere Kosten auf der Reise
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